Systemlandschaft Systemlandschaft für die Migration zur neuen Hauptbuchhaltung.
Typischerweise besteht eine SAP -Systemlandschaft aus einem Entwicklungssystem, einem Konsolidierungs- oder Qualitätssicherungssystem und einem Produktivsystem. Das
General Ledger Migration Cockpit
muss in allen diesen Systemen installiert werden. Auch eine Mehrsystemlandschaft mit mehr als einem Produktivsystem und den zugehörigen Entwicklungs- und Konsolidierungssystemen ist möglich.
Im Hinblick auf das
Migration Cockpit
ist folgender Ansatz für die Systemlandschaft üblich:
Entwicklungssystem
Im Entwicklungssystem wird das Customizing eingerichtet. Außerdem werden hier Business Application Programming Interfaces (BAPIs) und Hinweise angelegt. Kundeneigene Entwicklungen finden ebenfalls im Entwicklungssystem statt.
Konsolidierungssystem (Testsystem)
Das Konsolidierungssystem wird für Funktions- und Integrationstests in Vorbereitung auf die Freigabe neuer Einstellungen und Entwicklungen verwendet. Es ist typischerweise eine Kopie des Produktivsystems, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt wurde. Somit können im Konsolidierungssystem auch die Tests für die Migration stattfinden.
Empfehlung
Wir empfehlen, die Migrationstests in einem eigenen, unabhängigen Testsystem durchzuführen, das als Kopie des Produktivsystems erstellt wurde. In diesem Fall kann die Migration unabhängig vom Tagesgeschäft im Konsolidierungssystem getestet werden. Außerdem kann die neue Hauptbuchhaltung nach der Migration im Testsystem aktiviert werden, was für Tests der Folgeprozesse in der neuen Hauptbuchhaltung erforderlich ist. Berücksichtigen Sie auch die Besonderheiten Ihrer spezifischen Systemlandschaft und Transporte in Ihrer Planung.
Produktivsystem
Im Produktivsystem findet der eigentliche Produktivbetrieb der Lösung statt. Ein Zugriff auf das Customizing oder auf Repository-Objekte ist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Die Migration im Produktivsystem darf erst stattfinden, wenn die Migration in einem Testsystem erfolgreich abgeschlossen wurde.
Während Ihres Migrationsprojektes müssen Sie sicherstellen, dass das Customizing für die neue Hauptbuchhaltung keine Auswirkungen auf Ihr derzeitiges Tagesgeschäft hat.
Optional kann das Customizing vor der eigentlichen Migration transportiert werden. Ein solcher Transport muss stattfinden, wenn Sie die Validierung der Belegaufteilung verwenden wollen, die auf Ihrer Konfiguration für die Belegaufteilung basiert, oder wenn Sie das Szenario
Migration von der Kontenlösung zur Ledgerlösung in der neuen Hauptbuchhaltung
bzw.
Nachträglicher Wechsel von der Konten- zur Ledgerlösung
verwenden.
Achtung
Stellen Sie sicher, dass das Aktivierungskennzeichen für die neue Hauptbuchhaltung erst dann gesetzt und transportiert wird, wenn die Migration im Produktivsystem erfolgreich abgeschlossen ist. Wenn das Aktivierungskennzeichen irrtümlich zu einem früheren Zeitpunkt in die Produktionsumgebung transportiert wird, sind aufwändige Korrekturarbeiten erforderlich.
Achtung
Bei bereits aktiver neuer Hauptbuchhaltung muss sichergestellt sein, dass Änderungen am Customizing der neuen Hauptbuchhaltung (z.B. die Definition und Aktivierung eines nicht-führenden Ledgers) nur im Zusammenhang mit dem Migrationscustomizing für diese Änderung transportiert werden. Anderenfalls treten Differenzen in der Abstimmung der neuen Hauptbuchhaltung auf, die zu aufwändigen Korrekturarbeiten führen.