Latente SteuernAufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen unterscheidet sich das Konzernjahresergebnis in der Regel von der Summe der zu konsolidierenden Einzelabschlußergebnisse. Die Buchung latenter Steuern im Konzernabschluß dient der Anpassung des sich aus den Einzelabschlüssen ergebenden Steueraufwands an das Konzernergebnis.
Das System kann die Berechnung und Buchung der latenten Steuern automatisch durchführen.
Latente Steuern können sich aus Anpassungsbuchungen an den Meldedaten der Konsolidierungseinheiten sowie aus Konsolidierungsbuchungen ergeben.
Für jede Belegart können Sie im Customizing festlegen, daß latente Steuern gebucht werden sollen. Des weiteren müssen Sie die Steuersätze der Konsolidierungseinheiten und spezielle Positionen für die Steuerabgrenzung pflegen.
Wenn die Customizing-Einstellungen die Buchung latenter Steuern vorsehen und bei einer Buchung ein Ergebniseffekt entsteht, dann bucht das System latente Steuern. Es multipliziert den Ergebniseffekt mit dem Steuerprozentsatz. Die sich daraus ergebenden latenten Steuern bucht es bei derjenigen Konsolidierungseinheit, bei der der Ergebniseffekt gebucht wird.
Sie nehmen eine Anpassungsbuchung auf einer Bilanzposition vor. Die dafür verwendete Belegart sieht die Buchung latenter Steuern vor. Durch die Anpassungsbuchung entsteht ein Saldo in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV).
Folgende Grafik zeigt in Kontenform die Originalbuchung, die automatische Buchung des Ergebniseffekts und die automatische Buchung der latenten Steuern.
Der Ergebniseffekt beträgt vor Buchung der latenten Steuern 1000 Geldeinheiten.
Das System multipliziert den Ergebniseffekt mit dem Steuersatz von 60 % und bucht latente Steuern in Höhe von 600 Geldeinheiten. Der noch zu buchende Ergebniseffekt beträgt 400 Geldeinheiten.
Das System bucht einen Ergebniseffekt von 400 Geldeinheiten.