Wissenstypen Wissenstypen sind Attribute von Instruktionselementen , die diese in Hinblick auf die Art ihres Inhalts charakterisieren. Wissenstypen kategorisieren Informationen nach bestimmten Kriterien bzw. nach Art der Frage, die nach einer Information gestellt werden kann. Bei Wissen, das die Frage beantwortet „Wie funktioniert etwas?“, handelt es sich beispielsweise um Erklärungswissen.
Wissenstypen werden vom System innerhalb von Lernobjekten zur dynamischen Ermittlung von Lernpfaden ( Mikrostrategie ) herangezogen.
Es werden vier Kategorien von Wissenstypen mit z.T. weiteren Instanzen unterschieden:
Orientierungswissen
Handlungswissen
Erklärungswissen
Quellenwissen
Orientierungswissen
verhilft einem Lerner dazu, sich unter bestimmten Gesichtspunkten einen Überblick über ein Thema und dessen Umfeld zu verschaffen. Der Lerner erhält Informationen über einen bestimmten Sachverhalt, kann aber den Inhalt noch nicht unbedingt umsetzen, d.h. kann noch nicht in spezifischer Weise erklären oder tätig werden. Orientierungswissen soll zu Interesse am Thema motivieren.
Die
Historie
gibt einen vergangenheitsbezogenen Überblick über einen Sachverhalt. „Historische“ Abläufe und Zusammenhänge dienen zur komplexen Orientierung über ein Gebiet.
Als Historie sollten möglichst kurze Darstellungen verwendet werden, die den Unterschied zur aktuellen Situation aufzeigen.
Das
Szenario
ist ein beispielhafter Überblick über einen Sachverhalt, der in der Regel der realen Welt entnommen ist oder reale Gegebenheiten nachstellt.
Fakten
sind die objektive Beschreibung von Gegenständen, Ereignissen und Zusammenhängen in konzentrierter Form. Dazu gehören beispielsweise auch Zeitangaben, Zahlenwerte etc.
Eine
Zusammenfassung
ist die kurze und prägnante Darstellung eines Sachverhalts, der an anderer Stelle ausführlich behandelt wird.
Ein
Überblick
ist die Darstellung eines Sachverhalts in groben, allgemeinen Zügen. Ein Überblick umfasst die Hauptkriterien, die zu einem Thema gehören, jedoch keine Detailinformationen.
Handlungswissen
umfasst die Kenntnisse, die einen Lerner befähigen, bestimmte Handlungen oderArbeitsschritte auszuführen. Dazu gehören Methoden, Techniken, allgemeine Praktiken. Der Lerner erhält Informationen über die Zielsetzung, das anzuwendende Verfahren, erforderliche Mittel zur Umsetzung, Kontrollen etc.
Regeln
sind konkrete Anweisungen wie z.B. in der Form „Wenn..., dann...“ Bei der Formulierung von Regeln sollten Sie Voraussetzungen, spezifische Handlungsanweisungen sowie ggf. Ausnahmen und Kontrollmöglichkeiten angeben.
Eine
Prozedur
umfasst die einzelnen Arbeitsschritte eines Verfahrens. Dabei kann es sich um die Darstellung eines selbsttätig ablaufenden Prozesses handeln oder um die Darstellung einer vereinbarten Vorgehensweise.
Eine
Checkliste
beinhaltet die Kriterien, die bei der Durchführung einer Maßnahme zur Kontrolle herangezogen werden sollten. Checklisten sollten so strukturiert sein, dass der Anwender erkennt, welche der Kriterien bereits überprüft wurden.
Ein
Prinzip
ist ein umfassender, allgemeingültiger Grundsatz, der beispielsweise Regeln zugrunde liegt.
Eine
Strategie
beinhaltet eine allgemeingültige Anweisung für eine Handlung. Es können auch Alternativen zu dieser Anweisung aufgezeigt werden, wenn sich die entsprechenden Bedingungen dafür einstellen.
Erklärungswissen
liefert Hintergründe und Argumente für einen Sachverhalt, erläutert warum etwas so ist, wie es ist. Der Lerner erhält wissenschaftlich fundierte Erklärungen, Informationen über Zusammenhänge wie Ursache und Wirkung,Mittel und Zweck etc. Anhand des Erklärungswissens soll der Lerner eigenständig Zusammenhänge nachvollziehen, erklären und auf andere Gegebenheiten übertragen können.
Die
Warum-Erklärung
beschreibt den Zweck bzw. die Intention einer Maßnahme. Sie liefert die sachlichen Gründe und Argumente für einen Sachverhalt.
Die
Was-Erklärung
liefert die nähere Erläuterung eines Sachverhalts oder die Beschreibung eines Gegenstandes wie beispielsweise eine Funktionsbeschreibung.
Eine
Definition
ist die Bestimmung eines konkreten oder abstrakten Begriffs durch Angabe aller den Begriff kennzeichnenden Merkmale. Ein Begriff kann auch definiert werden durch dessen Abgrenzung gegenüber anderen Begriffen, die zum Themenkreis gehören.
Ein
Beispiel
erklärt einen Sachverhalt oder einen Begriff anhand der Beschreibung eines musterhaften Falls bzw. eines typischen Gegenstandes.
Quellenwissen
beinhaltet Hinweise zu weiteren Informationsquellen zu einem bestimmten Sachverhalt. Inwieweit dem Lerner weitere Informationsquellen zur Verfügung gestellt werden sollten, sollte im Kurs-Design bedacht werden.