Bestandsdifferenzen

Verwendung

In SAP Catch Weight Management ( SAP CWM ) können Sie die Transaktion /CWM/STOCK_CHECK nutzen, um Bestandsdifferenzen zu ermitteln. Bestandsdifferenzen liegen vor, wennzwischen der Menge in Basismengeneinheit und der Menge in Parallelmengeneinheit Abweichungen existieren, die festgelegte Toleranzen nach oben oder unten überschreiten. Zu Bestandsdifferenzen kann es z.B. aufgrund natürlicher Gewichtsschwankungen bei Warenentnahmen kommen.

Voraussetzungen

Sie haben für ein Material, für das Sie etwaige Bestandsdifferenzen ermitteln wollen, im Materialstamm eine Toleranzgruppe festgelegt.

Aktivitäten

  1. Wählen Sie die Transaktion /CWM/STOCK_CHECK.

  2. Geben Sie auf der Registerkarte Auswahlkriterien an, nach welchen Kriterien (Material, Charge, Werk, Lagerort, Bestandsart, Basismengeneinheit, Parallelmengeneinheit, Alternative Mengeneinheit) Bestandsdifferenzen angezeigt werden sollen.

  3. Auf der Registerkarte Listdarstellung können Sie zwischen Ausführen Toleranzprüf. , Anzeige neg. Bestand und Anzeige Nullbestand wählen:

    1. Ausführen Toleranzprüfung : Das System zeigt diejenigen Bestände von Materialien an, die eine Toleranzabweichung aufweisen, die keine Toleranzgruppe besitzen oder deren Toleranzgruppe im System nicht definiert ist.

    2. Anzeige neg. Bestand : Das System zeigt Bestände an, die ins Minus gelaufen sind. Dies kann sowohl die Bestände in Basismengeneinheit als auch in Parallelmengeneinheit betreffen. Das System führt an dieser Stelle keine Toleranzprüfung durch.

    3. Anzeige Nullbestand (BME/PME)

      Das System zeigt Bestände an, die nur in Bezug auf eine Mengeneinheit gleich Null sind (entweder in Basismengeneinheit oder in Parallelmengeneinheit). Wenn ein Bestand in beiden Mengeneinheiten gleich Null ist, wird dies nicht angezeigt. Das System führt an dieser Stelle keine Toleranzprüfung durch.

      Mit dem Kennzeichen Handling Unit können Sie die Anzeige des Symbols für Handling Units (HU) steuern, wenn für das Material HUs vorhanden sind. Zusätzlich zeigt das System den HU-Bestand des Materials in Parallelmengeneinheit an.

  4. Wählen Sie Ausführen .

  5. Sie gelangen auf das Bild Check Bestandsabweichung .

    Auf diesem Bild werden die Bestände der ausgewählten Materialien in Basismengeneinheit und in Parallelmengeneinheit angezeigt. Zusätzlich finden Sie in der Spalte Status Informationen über die Art der Bestandsdifferenz:

    1. Das Symbol zeigt an, dass die Menge in Parallelmengeneinheit in Relation zur Menge in Basismengeneinheit unterhalb der definierten Toleranzgrenze liegt.

    2. Das Symbol zeigt an, dass die Menge in Parallelmengeneinheit in Relation zur Menge in Basismengeneinheit oberhalb der definierten Toleranzgrenze liegt.

    3. Das Symbol zeigt an, dass für das ausgewählte Material im Materialstamm keine Toleranzgruppe definiert ist oder dass die Toleranzgruppe nicht im System definiert ist.

      Sie können sich über verschiedene Hotspots z.B. den Materialstammsatz, die Charge, den Kunden- und Lieferantenstammsatz oder den Inventurbeleg anzeigen lassen.

      Außerdem können Sie folgende Funktionen aufrufen:

      • Inventur anlegen für Material, welches sich nicht auf einem WM-Lagerort befindet

      • Bei einem WM-Lagerort Menge in Parallelmengeneinheit ausbuchen, wenn keine Menge in Basismengeneinheit vorhanden ist

      • HU-Monitor aufrufen

      • Report Bestandsdifferenzen der HU zur IM Bestandsführung aufrufen, um einen Bestandsabgleich der HU durchzuführen.

Beispiel

Für das Material Parmaschinken liegt im Werk Z100 und im Lagerort Z101 ein Nullbestand vor: Von Material Parmaschinken befindet sich kein Stück mehr im Lager, allerdings zeigt der Check Bestandsabweichung an, dass sich von diesem Material noch 25 KG im Lager befinden sollen. Da diese Abweichung die im Materialstamm festgelegte Toleranzgrenze überschreitet, wird in der Spalte Status das Symbol angezeigt.

Die Bestandsdifferenz ist durch Lufttrocknung des Schinkens entstanden: Beim Wareneingang haben Sie 10 Stück Schinken mit einem Gesamtgewicht von 100 KG gebucht. Da die Schinken zwischen Wareneingang und Warenausgang an Gewicht verlieren, buchen Sie beim Warenausgang noch 10 Stück Schinken mit einem Gesamtgewicht von 75 KG. Die Stückzahl bleibt damit identisch, das Gewicht hat sich allerdings reduziert. Damit ergibt sich eine Stückzahl von 0 bei einem Gewicht von 25 KG.