Kommunikation

Einsatzmöglichkeiten

Sie können diesen Prozess zur Kommunikation zwischen den folgenden Hauptbeteiligten bei der erweiterten Anlieferbearbeitung verwenden:

  • Lieferant

  • Inventory Collaboration Hub (SAP ICH)

  • Extended Warehouse Management (SAP EWM)

  • Advanced Planning and Optimization (SAP APO)

Die Kommunikation mit dem Lieferanten und SAP ICH basiert auf dem Electronic Data Interchange (EDI), während bei der Kommunikation mit SAP APO und SAP EWM die qRFC-Technologie verwendet wird.

Bei diesem Prozess werden folgende Funktionen für Anlieferungen unterstützt:

Funktion

Initiierendes System

Anlegen

Lieferant, SAP ICH, SAP ERP und SAP EWM

Ersetzung/Aktualisierung

Lieferant, SAP ICH, SAP ERP und SAP EWM

Löschen

Lieferant, SAP ICH, SAP ERP und SAP EWM

Bereinigung

SAP ERP

Status setzen – Im Yard

SAP EWM

WE buchen – Wareneingang am Tor

SAP EWM

Split

SAP EWM

Die Kommunikation erfolgt mit Hilfe von Schnittstellen zwischen den verbundenen Systemen.

Ablauf

In der Regel legt der Lieferant Lieferavise an oder ändert sie, indem er entweder SAP ICH oder sein Lieferantensystem verwendet. Lieferavise werden an SPM gesendet, wo sie in Anlieferungen umgewandelt und an SAP EWM weitergeleitet werden. Die Bestätigung (z. B. das Verbuchen des Wareneingangs) erfolgt in SAP EWM und wird an SPM zurück kommuniziert. Zusätzlich müssen alle Änderungen in SAP ICH und SAP APO dargestellt werden.

Die Kommunikation von und mit SAP ICH sowie von den Lieferantensystemen aus erfolgt mittels Intermediate Documents - IDocs(Anlegen, ersetzen/aktualisieren). SPM und SAP EWM tauschen mit Hilfe von Queued Remote Function Calls - qRFCs (Anlegen, Ändern, Bestätigen und Split) Anlieferungsdaten aus.

Dieser Kommunikationsprozess ist im folgenden Schaubild dargestellt:

Innerhalb von SAP SPM werden folgende Kommunikationsszenarien unterstützt:

  • Anlegen der Anlieferung (Lieferant, ICH, ERP und EWM)

    Das Anlegen von Anlieferungen (Lieferavisen) wird in SPM abhängig von den für das Validation Framework vorgenommenen Customizing-Einstellungen entweder akzeptiert oder abgelehnt. Unabhängig davon das Anlegen einer Anlieferung akzeptiert oder abgelehnt wird, müssen alle verbundenen Systeme informiert werden.

    Wenn in SAP EWM bereits eine entsprechender verarbeitender Eingangsbeleg angelegt wurde, stößt dieses eine Ablehnung an, indem es eine Löschung zurück an SAP SPM sendet (siehe Löschen einer Anlieferung).

    • Initiierung in SPM

      • Erstellung von Benutzungsoberfläche und SPM-Anwendungen erhalten

    • Lieferantenschnittstelle (IDoc)

      • Erstellung von Lieferant erhalten

    • SAP ICH-Schnittstelle (IDoc)

      • Erstellung aus ICH erhalten

      • An SAP ICH senden

      • Im Fehlerfall Fehlermeldungen an SAP ICH senden

      • Bei Verwendung einer Umlagerungsbestellung (ULB), einer Lieferempfangsbestätigung (LEB) bzw. von Cross-Docking nicht an SAP ICH senden

    • SAP APO-Schnittstelle (CIF)

      • Bei Erfolg an SAP APO senden

    • SAP EWM-Schnittstelle (qRFC)

      • Erstellung aus SAP EWM erhalten

      • An EWM senden, falls SAP EWM nicht Absender ist

  • Aktualisieren/Ersetzen einer Anlieferung (Lieferant, SAP ICH, SPM und SAP EWM)

    In SPM können Sie Lieferavise/Anlieferungen über die Benutzungsoberfläche ändern oder indem Sie eine Ersetzungsmeldung an SAP SPM senden . In beiden Fällen werden die verbundenen Systeme über die neue Situation informiert.

    Die Ersetzung führt dazu, dass das System eine temporäre Anlieferung in SPM anlegt, da die Änderung noch vom ausführenden System (SAP EWM) bestätigt werden muss. SAP EWM prüft, ob eine Änderung noch möglich ist. Die Ersatzanlieferung wird an SAP EWM gesendet, welches eine Bestätigung oder Ablehnung zurücksendet. Im Fall einer Bestätigung überschreibt SPM die Originallieferung mit der temporären Anlieferung und kommuniziert diese Änderung an die anderen verbundenen Systeme. Im Fall einer Ablehnung wird die Änderung nicht implementiert. Die verbundenen System werden jedoch trotzdem über die Ablehnung informiert. Dieses Konzept gilt auch für zurückgestellte Anlieferungen (mit Fehlern).

    Alle weiteren Ersetzungen aus nicht-EWM-Systemen werden von SPM abgelehnt bis von SAP EWM eine Antwort eintrifft. SAP EWM kann entweder eine Bestätigung, eine Ablehnung oder eine Ersetzung senden. Im Fall einer Ersetzung wird die vorhandene temporäre Anlieferung gelöscht und die Originalanlieferung wird entsprechend der Ersetzung aktualisiert.

    • Initiierung in ERP

      • Ersatz aus Benutzungsoberfläche erhalten

    • Lieferantenschnittstelle (IDoc)

      • Ersatz von Lieferant erhalten

    • SAP ICH-Schnittstelle (IDoc)

      • Ersatz aus SAP ICH erhalten

      • Bei Bestätigung / Ablehnung / Ersatz aus SAP EWM Ersatz an SAP ICH senden

      • Im Fehlerfall Ersatz und Fehlermeldungen an SAP ICH senden

    • SAP APO-Schnittstelle (CIF)

      • Bei Bestätigung / Ersatz aus SAP EWM Ersatz an SAP APO senden

    • SAP EWM-Schnittstelle (qRFC)

      • Ersatz aus SAP EWM erhalten

      • Ersatz an SAP EWM senden, falls SAP EWM nicht Absender ist

      • Bestätigung aus SAP EWM erhalten

      • Ablehnung aus SAP EWM erhalten

        Hinweis Hinweis

        Wenn SAP EWM eine Ersatzanlieferung sendet, wird die Anlieferung sofort ersetzt und ohne Verwendung von temporären Anlieferungen an SAP ICH gesendet.

        Ende des Hinweises
  • Löschen einer Anlieferung (Lieferant, SAP ICH, SPM und SAP EWM)

    Wie im Falle der Ersetzung können Sie in SPM Anlieferungen löschen, indem Sie die Schnittstelle verwenden oder eine Löschmeldung senden. In beiden Fällen folgt die nachfolgende Kommunikation mit den verbundenen Systemen den Regeln des Ersetzungsprozesses. Es wird eine temporäre Anlieferung mit besonderen Attributen (Löschkennzeichen gesetzt und Mengen auf 0 gesetzt) erstellt, um die Bestätigung durch SAP EWM anzufordern.

  • Bereinigung von Anlieferungen (SPM)

    Mit Hilfe des Löschprogramms für Anlieferungen können Anlieferungen in SPM bereinigt werden. Die nachfolgende Kommunikation mit den verbundenen Systemen folgt den Regeln des Ersetzungsprozesses. Es wird eine temporäre Anlieferung mit besonderen Attributen (wareneingangskorrigierte Mengen) erstellt, um die Bestätigung durch SAP EWM anzufordern.

  • Status setzen –   Im Yard (SAP EWM)

    Der Prozess wird von SAP EWM angestoßen und im ERP-System als Hintergrundjob ausgeführt.

  • Wareneingang buchen –   Wareneingang am Tor (SAP EWM)

    Der Prozess wird von SAP EWM angestoßen und im ERP-System als Hintergrundjob ausgeführt.

  • Split (SAP EWM)

    Der Prozess wird von SAP EWM angestoßen und im ERP-System als Hintergrundjob ausgeführt.

    Hinweis Hinweis

    Weitere Informationen finden Sie unter Architektur und Kommunikation .

    Ende des Hinweises