FunktionsdokumentationRückmeldung und Istdatenerfassung

 

SAP CWM berücksichtigt die Rückmeldung von Gutmenge und Ausschuss von Baugruppen, inklusive Entnahmebuchungen von Komponenten sowie Rückmeldung von Aktivitäten für Catch-Weight-Materialien und Nicht-Catch-Weight-Materialien.

Siehe auch: Rückmeldung und Istdatenerfassung

Integration

Catch Weight Management unterstützt die Integration der Rückmeldung in die Komponente Handling Unit Management (LES-HU). Hierfür wurden Verpacken in der Serienfertigung (Transaktion HUP1) und HU-Rückmeldung in der Serienfertigung (Transaktion MFHU) angepasst.

Funktionsumfang

  • CWM unterstützt alle in der Serienfertigung verwendeten Bewegungsarten.

  • Sie können Rückmeldungen in der Serienfertigung in externen Systemen erfassen und mittels BAPIs an das ERP-System übertragen. Dazu stehen Ihnen die BAPIs der SAP-Business-Objekt CWM Serienfertigungsrückmeldung (CWMRepManConfirm1) zur Verfügung.

  • Sie können die Referenzmenge für Komponenten- bzw. Leistungsmeldungen sowohl in Basis- als auch in Parallelmengeneinheit erfassen.

  • Sie können die Sammelerfassung von Rückmeldungen (Transaktion MF42N) für Catch-Weight-Materialien und Nicht-Catch-Weight-Materialien verwenden.

  • Sie können Rückmeldungen in HU-verwalteten Lagerorten mit Verpacken in der Serienfertigung (Transaktion HUP1) und HU-Rückmeldung in der Serienfertigung (Transaktion MFHU) buchen.

    Hinweis Hinweis

    Wenn Sie Verpacken in der Serienfertigung (Transaktion HUP1) mit Catch-Weight-Materialien verwenden (HU-Vorlage anlegen oder ändern), fordert Sie das System beim Sichern auf, die vom System vorgeschlagene Menge in Parallelmengeneinheit zu bestätigen oder zu ändern.

    Ende des Hinweises
  • Vorschlagslogik: Vorschlagswerte für Parallelmengen bei Wareneingang

    Mit der Methode Vorschlagswerte für Rückmeldemengen in der Serienfertigung (REM_BACKFLUSH_QTY_PROPOSAL) des BAdIs BAdI: Vorschlagslogik für Mengen in verschiedenen Anwendungskomponenten (/CWM/MAIN_QUAN_PRPSL_EHP5) werden die Vorschlagswerte für die Wareneingänge in der Serienfertigung ermittelt.

  • Vorschlagslogik: Vorschlagswerte für Parallelmengen bei Warenausgang

    Mit der Methode Vorschlagswerte für Warenbewegungen in der Fertigung (PROD_GM_CALC_QTY_PROPOSAL) des BAdIs BAdI: Vorschlagslogik für Mengen in verschiedenen Anwendungskomponenten (/CWM/MAIN_QUAN_PRPSL_EHP5) steht Ihnen für alle Dynpros zur Bearbeitung der Materialbewegungen in der Fertigung eine Vorschlagslogik zur Verfügung. Unterschiedliche Vorschlagslogiken (z.B. abhängig vom Auftragstyp) können Sie mit einer kundenindividuellen Implementierung unter Berücksichtigung der übergebenen Steuerungsparameter realisieren.

  • Retrograde Entnahme und Nachbearbeitung

    Wenn es beim Prozess der retrograden Entnahme zu einer fehlerhaften Warenausgangsbuchung kommt, generiert und sichert das System die zugehörenden Fehler- und Buchungsinformationen, um die Korrekturen für die Warenausgangsbuchung später vornehmen zu können. CWM unterstützt für Catch-Weight-Materialien das beide Mengen (Basis- und Parallelmenge) angezeigt und bearbeitet werden können.

  • Erweiterung von Layouts zur Anzeige von Parallelmengen

    Folgende Transaktionen wurden um Spalten für die Parallelmengen erweitert:

    • Belegprotokollinformationen anzeigen (Transaktion MF12)

    • Rückmeldung belegbezogen stornieren (Transaktion MF41)

    • Nachbearbeitungsliste für Komponenten zur Linie (Transaktion MF47)

    • HU-Rückmeldung in der Serienfertigung (Transaktion MFHU)

    Hinweis Hinweis

    Beachten Sie, dass das System die Felder zu den Parallelmengen nicht automatisch angezeigt: Um die CWM-spezifischen Felder sichtbar zu machen, müssen Sie das Layout selektieren und anpassen.

    Ende des Hinweises
  • Chargenverwendungsnachweis

    Der Chargenverwendungsnachweis bei der Serienfertigung steht in vollem Umfang für Nicht-Catch-Weight-Materialien und Catch-Weight-Materialien zur Verfügung. Weitere Informationen über den Chargenverwendungsnachweis finden Sie unter Chargenverwaltung LO-BM.

  • Materialbereitstellung

    Sie können die in der Produktion benötigten Komponenten, die Catch-Weight-Materialien enthalten, über eine Umlagerungsreservierung bereitstellen.

    Hinweis Hinweis

    Weitere Nachschuboptionen stehen für Catch-Weight-Materialien nicht zur Verfügung.

    Ende des Hinweises

    Das CWM-System steuert die Materialbereitstellung von Catch-Weight- und Nicht-Catch-Weight-Materialien wie folgt:

    • Soll das CWM-System eine Materialbereitstellung gleichzeitig für ein Nicht-Catch-Weight-Material und ein Catch-Weight-Material durchführen, stellt das System das Nicht-Catch-Weight-Material nach der vom Anwender eingestellten Nachschuboption bereit. Für das Catch-Weight-Material erzeugt das System eine Umlagerungsreservierung.

      Sie können Umlagerungsreservierungen, die Sie in der Materialbereitstellungsliste erzeugt haben, über eine Kommissionierliste (Transaktion MF65) selektieren und weiterverarbeiten. In der Kommissionierliste können Sie die Parallelmenge für die Umlagerung des Materials erfassen. Das System gibt dazu einen Vorschlagswert für die Parallelmenge an. Abschließend können Sie die Warenbewegung buchen.

    • Für Nicht-Catch-Weight-Materialien steht die Materialbereitstellungsliste ohne Einschränkungen zur Verfügung.

    Weitere Informationen zur Materialbereitstellungsliste finden Sie in der Serienfertigung (PP-REM).

  • Stücklistenauflösung

    In einer Stückliste können Sie sowohl auf Kopfebene als auch auf Komponentenebene die Mengen der jeweiligen Materialien in Basis- oder Ausgabemengeneinheit angeben. Wenn im Materialstamm für ein Catch-Weight-Material eine Parallelmengeneinheit als Ausgabemengeneinheit definiert ist, können Sie die Parallelmengeneinheit in der Stückliste verwenden.

    Wenn in der Stückliste die Mengeneinheit auf Kopfebene eines Catch-Weight-Materials die Parallelmengeneinheit ist, führt das CWM-System eine vom SAP-Standard abweichende Stücklistenauflösung durch.

    • Bei der Rückmeldung ohne Bezug zu einem Planauftrag verwendet das System die parallele Meldemenge für die Stücklistenauflösung.

      Beispiel Beispiel

      Zu fertigendes Material:

      Material A

      Umrechnungsfaktor im Materialstamm vom Material A:

      1 ST <-> 10 KG

      Stückliste von Material A:

      10 KG von Material A werden aus 20 ST von Komponente 1 und 30 KG von Komponente 2 gefertigt

      Wird eine Rückmeldung von 1 ST, 15 KG erfasst, werden folgende Komponentenmengen berechnet:

      30 ST von Komponente 1, 45 KG von Komponente 2

      Ende des Beispiels.
    • Bei der Fertigung mit Bezug zu einem Planauftrag, löst das System die Stückliste bereits beim Anlegen eines Planauftrags auf und sichert die ermittelten Komponentenmengen als Sekundärbedarfe. Das System gibt die Planauftragsmenge immer in Basismengeneinheit an. Da Sie beim Anlegen eines Planauftrags noch keine Istmengen erfassen, verwendet das System für eventuell notwendige Umrechnungen zwischen der Basis- und Parallelmenge die im Materialstamm definierten Standard-Umrechnungsfaktoren.

      Bei der Rückmeldung mit Bezug zu einem Planauftrag löst das System die Stückliste nicht erneut auf. Stattdessen ermittelt das System die Komponentenmengen, gegebenenfalls anteilig, aus den reduzierten Sekundärbedarfen. Als Entnahmemengen der Komponenten wird das Verhältnis der erfassten Istmenge in Parallelmengeneinheit zu den Planmengen berücksichtigt. Das heißt, dass System schlägt die laut Stückliste tatsächlich zur Produktion der Ist-Parallelmenge benötigten Komponentenmengen vor.

      Beispiel Beispiel

      Zu fertigendes Material

      Material A

      Umrechnungsfaktor im Materialstamm vom Material A:

      1 ST <-> 10 KG

      Stückliste von Material A:

      10 KG von Material A werden aus 20 ST von Komponente 1 und 30 KG von Komponente 2 gefertigt

      Folgende Sekundärbedarfe werden zur Planauftragsmenge (10 ST) erzeugt:

      200 ST von Komponente 1, 300 KG von Komponente 2

      Erfassen Sie eine Rückmeldung mit 5 ST und 60 KG, reduziert das System zunächst die Sekundärbedarfe mit den Planwerten.

      Verbleibende Sekundärbedarfe:

      100 ST von Komponente 1, 150 KG von Komponente 2

      Vorgeschlagene Entnahme-Mengen:

      120 ST von Komponente 1, 180 KG von Komponente 2

      Ende des Beispiels.