FunktionsdokumentationInterne Steuerermittlung

 

Die interne Steuerermittlung dient der Feststellung des Steuersatzes.

Voraussetzungen

Eine interne Steuerermittlung erfolgt dann, wenn Sie den Wertes 01 Interne Steuerermittlung in der Tabelle HEADERS (Feld TAX_DET_TYPE in Struktur BAPI_IST_EXTDOC_H) gewählt haben.

Funktionsumfang

Die folgende Grafik zeigt, nach welchen Regeln bei der internen Steuerermittlung der Steuersatz bestimmt wird.

Beispiel

Zunächst soll die Verarbeitung einer Position, bei der in der Tabelle ITEMS (Struktur BAPI_IST_EXTDOC_I) das Feld TAX_ID nicht gefüllt ist, betrachtet werden. Die Steuer wird in diesem Fall indirekt durch die generischen Felder PA2640_POS_ID1 bis PA2640_POS_ID7 der Tabelle ITEMS ermittelt. Zunächst wird mit diesen Feldern auf den Buchungsbereich 2640 zugegriffen. Mit Hilfe des Buchungsbereichs 2640 werden die folgenden Felder der Abrechnungsbelegposition gefüllt:

  • HVORG: Hauptvorgang

  • TVORG: Teilvorgang

  • BUKRS: Buchungskreis

  • SPART: Sparte

In einem weiteren Schritt werden diese Felder für den Zugriff auf den Buchungsbereich 2610 verwendet. Ein Schlüsselfeld des Buchungsbereichs 2610 ist auch das Kontenfindungsmerkmal (Feld KOFIZ). Das Kontenfindungsmerkmal wird durch den Zeitpunkt 2100 ermittelt. In der Regel nutzt der Zeitpunkt 2100 das Kontenfindungsmerkmal, das im Vertragskonto hinterlegt ist. Der Buchungsbereich 2610 definiert das Steuerermittlungskennzeichen, das in der Abrechnungsbelegposition gespeichert wird (Feld ERMSKZ).

Um aus dem Steuerermittlungskennzeichen (Feld ERMWSKZ) das Steuerkennzeichen (Feld MWSKZ) zu bestimmen, wird ein weiteres Datum benötigt. Dafür bestehen verschiedene Alternativen. Mit dem Feld TAX_DATE_TYPE legen Sie in der Tabelle HEADERS fest, welches Steuerdatum verwendet werden soll. Ihre Wahl übernimmt das System in das gleichnamige Feld des Abrechnungsbelegkopfes (FKKINVBILL_H- TAX_DATE_TYPE). Die Fakturierung verwendet in Abhängigkeit von Ihrer Wahl das Belegdatum, das Buchungsdatum oder das Erstellungsdatum. Als weitere Alternative können Sie bei TAX_DATE_TYPE den Wert 04 Steuerberechnung zum externen Steuerdatum festlegen. In diesem Fall müssen Sie in der Tabelle ITEMS bei allen steuerrelevanten Positionen im Feld TAX_DATE ein explizites Steuerdatum füllen. Das Steuerdatum wird in das Feld EXT_TAX_DATE der Abrechnungsbelegposition kopiert und von der Fakturierung verwendet.

Steuerermittlungskennzeichen (ERMWSKZ) und Steuerdatum bestimmen in der Fakturierung das Steuerkennzeichen (Feld MWSKZ) und damit den Steuersatz.

Die Ermittlung über das Steuerermittlungskennzeichen bietet den Vorteil, dass der Steuersatz zu dem Zeitpunkt, an dem der Abrechnungsbeleg erzeugt wird, nicht bekannt sein muss. Sie können einen Abrechnungsbeleg anlegen und dennoch den zum Zeitpunkt der Fakturierung gültigen Steuersatz verwenden.

Wenn Sie den endgültigen Steuersatz jedoch bereits beim Anlegen des Abrechnungsbelegs kennen, können Sie diesen explizit im Abrechnungsbeleg speichern. Füllen Sie in der Tabelle ITEMS dazu das Feld TAX_ID. Mit diesem externen Steuerkennzeichen greift das System auf den Buchungsbereich 2641 zu. Der für den Zugriff ebenfalls benötigte Länderschlüssel wird durch den Buchungskreis der Position festgelegt. Der Buchungsbereich 2641 liefert das Steuerkennzeichen (Feld MWSKZ). Das Steuerermittlungskennzeichen der Abrechnungsbelegposition (Feld ERMWSKZ) wird nicht gefüllt. Die Fakturierung übernimmt den Wert des Feldes MWSKZ.

In manchen Ländern ist die Berechnung der Steuer auch vom Steuerstandort (Jurisdiction Code) abhängig. In der Eingangsschnittstelle steht für den Steuerstandort in der Tabelle ITEMS das Feld TAXJURCODE zur Verfügung. Es wird in das Feld TXJCD der Abrechnungsbelegposition kopiert, das die Fakturierung für die Steuerberechnung verwendet.