AbleitungsschrittartenDas System stellt eine Reihe von verschiedenen Möglichkeiten für Ableitungsschritte zur Verfügung, sogenannte Ableitungsschrittarten
Als Ableitungsschrittarten stehen zur Verfügung:
Ableitungsregel
Eine Ableitungsregel ist eine Wenn-Dann-Regel, in der festgelegt ist, welche Kontierungswerte der Quellfelder oder welche Kombinationen von Quellfeldern zu welchen Kontierungswerten der Zielfelder führen sollen. Hier werden konkrete Werte einander zugeordnet. Als Quellfelder können Sie Einzelwerte oder Intervalle verwenden; jedoch keine Stammdatengruppen (Sets).
Um eine Ableitungsregel anzulegen, geben Sie im Customizing der Kontierungsableitung zunächst die Quell- und die Zielfelder an sowie die Bedingungen und die Schritteigenschaften.
Die konkreten Kontierungen geben Sie dann in der Anwendung unter an. An dieser Stelle können Sie auch einen Gültigkeitszeitraum angeben.
Beispiel Ableitungsregel: Finanzposition soll aus der Kostenart abgeleitet werden
Quellfelder |
Zielfeld |
Kostenrechnungskreis |
Finanzposition |
Kostenart |
Tabellenzugriff
Mit Hilfe von Tabellenzugriffen können Sie auf Einzelsätze beliebiger Tabellen zugreifen. Die Quellfelder entsprechen in diesem Fall dem Schlüssel einer anzugebenden Tabelle, aus der dann bestimmte Feldinhalte in Zielfelder übernommen werden können.
Hinweis
Mit diesem Ableitungsschritt können Sie nicht auf zeitabhängige Tabellen zugreifen. Hierzu müssen Sie die weiter unten beschriebene Schrittart "Erweiterung" verwenden.
Zuweisung
Mit Hilfe von Zuweisungen können Sie den Inhalt eines beliebigen Quellfelds oder eine Konstante einem Zielfeld zuweisen. Beispielsweise kann eine konkrete Kontierung unter bestimmten Bedingungen in ein anderes Feld kopiert werden.
Beispiel Zuweisung: Finanzstelle soll aus Kostenstelle abgeleitet werden
Quellfeld |
Zielfeld |
Kostenstelle |
Finanzstelle |
Sie können Zuweisungen nur dann verwenden, wenn die Namen für die Werte der Quell- und Zielfelder ganz oder teilweise identisch sind. Dies bedeutet, daß eine strukturelle Parallelität vorhanden sein muß.
Initialisierung
Mit der Initialisierung können Sie eine konkrete Kontierung auf den typgerechten Initialwert (Leerzeichen für Typ "CHAR"', Null für Typ "NUMC") setzen und ihn damit löschen.
Erweiterung
Für die Anwendungsfälle, in denen die vom System vorgesehenen Schrittarten nicht ausreichen, steht Ihnen eine Erweiterung für die Kontierungsableitung (SAPLFMDT, Komponente 001) zur Verfügung, die an beliebigen Stellen, auch mehrmals, in der Ableitungsstrategie eingefügt werden kann.
Hinweis
Bitte prüfen Sie vor jeder Nutzung dieser Erweiterung genau, ob sich der gewünschte Schritt durch eine geschickte Schrittfolge, unter Ausnutzung der Bedingungen, Schritt- und Feldeigenschaften (siehe Einfluß auf Abarbeitung eines Ableitungsschritts ) sowie temporäre Zwischenfelder (siehe Quell- und Zielfelder ) erreichen läßt. Sie vermeiden dadurch nach Releasewechseln eventuell notwendige Nacharbeiten.
Um die Erweiterung SAPLFMDT einzusetzen, müssen Sie ein Projekt anlegen oder ein existierendes Projekt verwenden und dort die Erweiterung eingeben. Diese Einstellungen können Sie beim Anlegen eines Ableitungsschritts
Erweiterung
im Customizing vornehmen (unter
). Wählen Sie hierzu
Projektverwaltung.
Wenn Sie innerhalb Ihrer Ableitungsstrategie die Erweiterung mehrmals mit unterschiedlicher Ausprägung einfügen, müssen Sie auf der Registerkarte
Eigenschaften
im Feld
Benutzerdefinierter Name des Schritts
einen Namen vergeben, damit Sie in der Erweiterung selbst die verschiedenen Schritte unterscheiden können.
Die generelle Vorgehensweise für die Erstellung von Erweiterungen finden Sie in der Erweiterungstransaktion CMOD unter oder in der SAP-Bibliothek unter .