Liefermengenanpassung
Sie können in Extended Warehouse Management (EWM) physische Liefermengendifferenzen in der Anlieferung, dem Auslieferungsauftrag oder der Umbuchungslieferung erfassen. Liefermengendifferenzen können z. B. durch Schaden, Verlust oder Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums entstehen.
Sie können die Menge mehrerer Auslieferungsauftragspositionen auf null oder gleichzeitig auf die kommissionierte Menge setzen, falls Lageraktivitäten für Teilmengen bereits begonnen haben.
Wenn Sie die Liefermenge manuell auf der Benutzungsoberfläche der Lieferung anpassen, gelten die folgenden Voraussetzungen:
In SAP EWM ist eine Lieferung vorhanden, die auf Positionsebene für den Status Fertigstellung
einen Statuswert hat, der eine Liefermengenanpassung ermöglicht. D.h., sie hat entweder den Statuswert Nicht gestartet oder Teilweise abgeschlossen
Wenn Sie eigene Prozesscodes verwenden möchten, haben Sie diese im EWM-Customizing definiert. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Extended Warehouse Management
unter .
Sie haben die Prozesscodes ggf. Ihren eigenen Prozesscodeprofilen im Customizing für EWM zugeordnet. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Extended Warehouse Management
unter .
Sie haben die Prozesscodeprofile ggf. den verwendeten Beleg- und Positionsarten im Customizing für Extended Warehouse Management
zugeordnet.
Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Extended Warehouse Management
an den folgenden Stellen:
oder Positionsarten für Anlieferungsprozess definieren
oder Positionsarten für Auslieferungsprozess definieren
oder Positionsarten für Umbuchungsprozess definieren
Sie haben im Customizing für EWM für die Verfügbarkeitsprüfung im Direktauslieferungsprozess keine der folgenden Einschränkungen für die Mengenerhöhung festgelegt. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Extended Warehouse Management
unter .
Sie haben unter Erlaubnis Mengenerhöh.
nicht A Mengenerhöhung nicht erlaubt
definiert. Damit ist die Mengenerhöhung für Verfügungsberechtigten, Positionsart, Produktgruppenart und Produktgruppe generell nicht erlaubt.
Sie haben unter Erlaubnis Mengenerhöh.
nicht B Mengenerhöhung erfordert spezielle Berechtigung
definiert. Damit benötigt der Benutzer, der die Mengenerhöhung ausführen möchte, eine Berechtigung für die Aktivität 94
(Überschreiben) für das Berechtigungsobjekt /SCWM/DLV
.
Wenn Sie diese Einstellung beibehalten möchten, müssen Sie dem entsprechenden Benutzer die Berechtigung für die Aktivität 94
für das Berechtigungsobjekt /SCWM/DLV
zuordnen.
Wenn Sie die Liefermenge mit einem Ausnahmecode für die automatische Lieferfortschreibung anpassen, müssen Sie in den Customizing-Einstellungen des EWM zusätzlich noch Ausnahmecodes festgelegt und den Prozesscodes zugeordnet haben. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Extended Warehouse Managemen
unter .
Sie haben darüber hinaus für beide Arten der Liefermengenanpassung den Prozesscodes im Customizing für Extended Warehouse Management
unter Partnerrollen zugeordnet. Wenn Sie beispielsweise Mengendifferenzen bei Umlagerungsbestellungen erfassen, entspricht der hier festgelegte Partner der Person, die die Mengendifferenz versursacht hat (siehe Mengendifferenzen bei Umlagerungsbestellungen). EWM sichert Liefermengendifferenzen für diesen Partner und sendet die Informationen an SAP ERP. Nur die Information über Liefermengendifferenzen für Umbuchungslieferungen sendet EWM nicht an ERP, da es sich um lagerinterne Differenzen handelt.
Außerdem haben Sie für beide Arten der Liefermengenanpassung in den Customizing-Einstellungen des EWM bestimmt, für welche Partner EWM Ausnahmen, d. h. Prozesscodes, an ERP zurückmeldet. Weitere Informationen finden Sie im Customizing für Extended Warehouse Management
unter .
EWM berücksichtigt die folgenden Mengen für die Liefermengenanpassung:
Bei der Anlieferung berücksichtigt EWM die Mengen für Wareneingang, Verpacken und geplante Einlagerung, d.h. EWM gleicht die Liefermenge mit der größten dieser Mengen ab.
Beim Auslieferungsauftrag berücksichtigt EWM die Mengen für Laden, Verpacken und Plankommissionierung, d.h. EWM gleicht die Liefermenge mit der größten dieser Mengen ab.
Bei der Umbuchungslieferung berücksichtigt EWM die Mengen für geplante interne Warenbewegungen, d.h. EWM gleicht die Liefermenge mit dieser Menge ab.
Im Customizing für die Prozesscodes können Sie eine der folgenden Arten für die Liefermengenanpassung festlegen:
EWM passt die Liefermenge nicht an, obwohl EWM einen Prozesscode in der Lieferung sichert, den Sie auch auf der entsprechenden Benutzungsoberfläche der Lieferung anzeigen können.
Sie können diese Art Prozesscodes zu Dokumentationszwecken nutzen.
EWM passt die Liefermenge an und sichert einen Prozesscode in der Lieferung.
Mit dieser Art Prozesscodes können Sie Mengenänderungen in Ihrer Lageranforderung dokumentieren.
Sie können Liefermengen auf eine der folgenden Arten anpassen:
Wählen Sie auf dem Bild SAP Easy Access
und dann die entsprechende Benutzungsoberfläche:
Sie passen die Liefermenge manuell auf der Benutzungsoberfläche der Lieferung an.
Wenn Sie eine Lageraufgabe quittieren, wählen Sie vom Bild SAP Easy Access
aus , um einen Ausnahmecode anzugeben. EWM ordnet diesen Ausnahmecode gemäß den von Ihnen im Customizing vorgenommenen Einstellungen einem Prozesscode zu. EWM verwendet dann die Lieferfortschreibung, um die Liefermenge gemäß den Einstellungen des Prozesscodes für jede Position anzupassen.
Wenn Sie Lieferbestand umpacken, wählen Sie auf dem Bild SAP Easy Access
. Wenn Sie den Arbeitsplatz im Customizing für EWM entsprechend festgelegt haben, zeigt EWM die Registerkarte Differenzen
an. Dazu haben Sie im Customizing für Extended Warehouse Managemen
unter das Arbeitsplatz-Layout definiert. Sie erfassen die Differenz und geben einen Ausnahmecode an. EWM bildet diesen Ausnahmecode im Hintergrund auf den entsprechenden Prozesscode ab und aktualisiert die Lieferung.
Um die Mengen mehrerer Auslieferungen anzupassen, wählen Sie im Lagerverwaltungsmonitor .
Folgende Monitormethoden stehen zur Verfügung:
Menge anpassen
Passt die Positionsliefermenge an.
Menge anpassen und AUSL erstellen
Passt die Positionsliefermenge an und legt darüber hinaus eine Auslieferung an, wenn die Liefermenge auf null gesetzt wurde. Dadurch wird der Erledigungsstatus der Position automatisch auf erledigt gesetzt.
Wenn Sie eine Methode starten, zeigt das System ein Dialogfenster an, in dem Sie wählen können, welche Prozesscodeart Sie für die Anpassung verwenden möchten. Sie haben die folgenden Möglicheiten:
Menge anpassen
Dies zeigt nur die Prozesscodes an, die die Menge anpassen, und keine neuen Lieferungen für die Differenzmenge anlegen. Das System zeigt nur Prozesscodes an, die für alle im Monitor gekennzeichneten Positionen gültig sind. Wenn für diese Option mehrere Prozesscodes vorhanden sind, wählen Sie den Prozesscode im nächsten Dialogfenster.
Menge anpassen (Neue Lieferung anlegen in EWM für Differenz)
Dies zeigt nur die Prozesscodes an, die die Menge anpassen, und neue Lieferungen für die Differenzmenge anlegen. Das System zeigt nur Prozesscodes an, die für alle im Monitor gekennzeichneten Positionen gültig sind. Wenn für diese Option mehrere Prozesscodes vorhanden sind, wählen Sie den Prozesscode im nächsten Dialogfenster.
Menge anpassen (Standardprozesscodes aus dem Profil verwenden)
Dies zeigt Prozesscodes an, die für die Positionsarten als Standardprozesscodes konfiguriert sind. Mit dieser Option können Sie keinen bestimmten Prozesscode angeben.
Um die Eingabe für die Dialogfenster der Monitormethoden zu automatisieren, siehe SAP-Hinweis 1688949
.