Anlegen eines Kalibrierauftrags

Verwendung

Sie legen einen Kalibrierauftrag an, wenn Sie die Genauigkeit eines Prüfmittels oder technischen Objekts überprüfen wollen.

  • Wenn Sie dies planmäßig (= regelmäßig) tun wollen, verwenden Sie dazu einen Wartungsplan, der regelmäßig Kalibrieraufträge erzeugt.

Beispiel Beispiel

Um regelmäßig sicherzustellen, daß ein Meßschieber exakt mißt, legen Sie ihn als Equipment im System an und legen einen Wartungsplan für ihn an, der regelmäßig Kalibrieraufträge für den Meßschieber erzeugt.

Ende des Beispiels.
  • Wenn Sie dies nichtplanmäßig (= spontan) tun wollen, legen Sie direkt einen Kalibrierauftrag an.

Beispiel Beispiel

Sie stellen fest, daß ein Meßschieber nicht mehr exakt mißt. Er muß neu kalibriert werden. Dazu legen Sie einen Kalibrierauftrag an.

Ende des Beispiels.

Integration

Die Kalibrierprüfung kombiniert Funktionen aus den Anwendungskomponenten Instandhaltung (PM) und Qualitätsmanagement (QM).

Voraussetzungen

  • Sie müssen in Ihrem System mit Hilfe der Customizing-Funktion eine eigene Auftragsart für Kalibrieraufträge definieren.

Im Standard ist hierfür die Auftragsart PM05 (Kalibrierauftrag) vorgesehen.

  • Das Equipment, für das Sie einen Kalibrierauftrag anlegen wollen, muß als Prüfmittel angelegt sein. Dafür müssen Sie in Ihrem System mit Hilfe der Customizing-Funktion einen speziellen Equipmenttyp für Prüfmittel definieren.

Im Standard ist hierfür der Equipmenttyp Q (Prüf- und Meßmittel) vorgesehen.

  • Wenn Sie die Meßbelege als automatische Folgeaktion des Prüfloses fortschreiben wollen,

  • muß das Merkmal, das im Meßpunkt/Zähler eingetragen ist, mit Hilfe des Klassensystems angelegt worden sein

  • müssen der Meßpunkt/Zähler und das Stammerkmal beide in Bezug auf das gleiche allgemeine Merkmal des Klassensystems angelegt sein

  • Weiterhin müssen Sie mit Hilfe der Customzing-Funktionen des Qulitätsmanagements in Ihrem System folgende Voraussetzungen schaffen:

  • Für die Instandhaltung muß eine Prüfart definiert sein. Diese Prüfart muß zur Herkunft 14 (Instandhaltung) angelegt sein. Im Standard ist hierfür die Prüfart 14 (Prüfung bei der Instandhaltung) vorgesehen.

Die Prüfart muß mit den Customizing-Funktionen der Instandhaltung der Auftragsart für Kalibrieraufträge (im Standard Auftragsart PM05 ) zugeordnet sein.

  • Ein Prüfpunkt vom Typ Equipment muß definiert sein.

Funktionsumfang

Auftragserzeugung

Ein Kalibrierauftrag kann auf zwei Arten erstellt werden:

  • automatisch über einen Wartungsplan (Kalibrierplan)

Mit einem Wartungsplan steuern Sie, wie oft die Genauigkeit eines Kalibriergeräts oder technischen Objekts überprüft werden soll. Wenn der Wartungsplan fällig ist, erzeugt das System automatisch einen Auftrag (Kalibrierauftrag).

  • durch direkte Eingabe

Hierzu benutzen Sie die Funktionen für das Anlegen eines Auftrags.

Prüfloserzeugung

Bei der Freigabe des Auftrags erzeugt das System ein Prüflos. Das Prüflos erscheint daraufhin im Arbeitsvorrat der Ergebniserfassung des Qualitätsmanagements.

Ergebniserfassung

Die Ergebniserfassung und der Verwendungsentscheid für die Prüfmittel erfolgt über die Funktionen des Qualitätsmanagements.

Erweiterte Meßwertfunktionen

Mit der Kalibrierprüfung steht Ihnen eine erweiterte Meßwertfunktion zur Verfügung, mit der Sie als Equipments angelegte Prüf- und Meßmittel überwachen können.

Ziel ist, neben einer Wartung bzw. Kalibrierung Prüfergebnisse zu erfassen. Sie können die Werte auch mit Hilfe der Meßpunkte und Zähler in der Instandhaltung erfassen, doch die Abwicklung über das Qualitätsmanagement mit Hilfe von Prüfmerkmalen bietet Ihnen zusätzliche Funktionen zur Vorplanung und Erfassung von Meßergebnissen. Sie können z.B.

  • Grenzwerte für obere und untere Toleranzen angeben

  • klassifizierte Ergebniserfassung durchführen

  • Mehrfachmessungen zu einem Merkmal rückmelden

  • Stichproben vorgeben

  • Regelkarten angeben

Definition von Folgeaktionen

Anfang des Navigationspfads Sobald Sie den Verwendungsentscheid getroffen haben, führt das System automatische Folgeaktionen aus, wie z.B. die Statusänderung des Prüfmittels ("Einsatzbereit" Navigationsschritt "Nicht einsatzbereit") oder die Fortschreibung der Meßwerte. Ende des Navigationspfads

Siehe auch:

Wartungsplanung

Prüfmittelverwaltung