TerminierungsdatenTerminierungsdaten sind Angaben, die das System benötigt, um die Start- und Endzeitpunkte eines Auftrags, eines Vorgangs oder eines Materials berechnen zu können.
Die Terminierungsdaten werden folgendermaßen unterschieden:
Eckdaten des Auftrags
Die Eckdaten gehören zu den Kopfdaten eines Auftrags. Aus den Eckdaten wird die Vorgangsterminierung berechnet. Wenn keine Anordnungsbeziehungen verwendet werden, dann werden Vorgänge in der Reihenfolge ihrer Vorgangsnummer ausgeführt. Beispielsweise wird der Vorgang mit der Vorgangsnummer 020 nach dem Vorgang mit der Vorgangsnummer 010 ausgeführt.
Die Eckdaten der Vorgänge eines Auftrags bestimmen durch ihre Nummer, in welcher Reihenfolge die Vorgänge vom System terminiert werden.
Terminierungsart des Auftrags
Die Terminierungsart bestimmt die zeitliche Richtung der Terminierung. Sie wird von der Systemverwaltung für jede Auftragsart im Customizing festgelegt und beim Anlegen eines Auftrags automatisch vorgeschlagen. Die Terminierungsart ist änderbar.
Terminierungsarten
Folgende Terminierungsarten lassen sich unterscheiden:
Vorwärtsterminierung
Ecktermineingabe: Starttermin (mit oder ohne Uhrzeit)
Zu diesem Zeitpunkt soll mit der Ausführung des Auftrags begonnen werden.
Rückwärtsterminierung
Ecktermineingabe: Endetermin (mit oder ohne Uhrzeit)
Zu diesem Zeitpunkt soll die Ausführung des Auftrags abgeschlossen sein.
Terminierung zum aktuellen Datum
Ecktermineingaben: Start- und Endetermin
Die Ausführung des Auftrags soll am aktuellen Tag stattfinden.
keine Terminierung
Ecktermineingaben: keine
Ausführender Arbeitsplatz
Die Daten aus dem Stammsatz des ausführenden Arbeitsplatzes bestimmen, inwiefern die Terminierung der Vorgänge vom Schichtregime abhängt.
Terminierungsrelevante Daten sind als Formel in den Stammdaten des Arbeitsplatzes gespeichert.
Durchführungsdauer
Die Durchführungsdauer bestimmt, wieviel Zeit zur Ausführung eines Vorgangs benötigt wird. Jeder Arbeitsvorgang, den Sie in die Terminierung einbeziehen wollen, muß laut dieser Formel eine Durchführungsdauer aufweisen.
Beispiel: Automatische Berechnung
Aktion |
Eingabe |
Sie geben die Leistungsart für den Vorgang im Feld
|
pm-h |
Sie geben die Zeit, die für die Vorgangsausführung benötigt wird, im Feld
|
12 h |
Sie geben die Anzahl Personen, die die Arbeit ausführen sollen, im Feld
|
3 |
Sie geben den prozentualen Anteil der Arbeitszeit, den die Personen für die Ausführung des Vorgangs aufwenden können, im Feld
|
100 |
Sie geben den Schlüssel zur Errechnung der Durchführungsdauer im Feld
|
1 |
Sie drücken
|
4 h |
Diese Art der Eingabe bietet sich an, wenn die Eingaben im Feld
Anzahl
und im Feld
Dauer normal
in umgekehrt proportionalem Verhältnis zueinander stehen:
Arbeit
:
Anzahl
=
Dauer normal
Beispiel: Manuelle Eingabe
Aktion |
Eingabe |
Sie geben die Leistungsart für den Vorgang im Feld
|
pm-h |
Sie geben die Durchführungsdauer im Feld
|
4 h |
Diese Art der Eingabe bietet sich an, wenn die Anzahl der Personen und die Dauer in keiner proportionalen Beziehung zueinander stehen.
Steuerschlüssel mit Terminierungskennzeichen für jeden Vorgang
Der Steuerschlüssel bestimmt, ob ein Vorgang in die Terminierung einbezogen werden soll oder nicht.
Vorgänge, denen ein Steuerschlüssel ohne Terminierungskennzeichen zugeordnet wurde, werden bei der Terminierung automatisch nicht berücksichtigt.
Bei Fremdvorgängen haben Sie folgende Möglichkeiten:
Sie können einen Steuerschlüssel für die Fremdbearbeitung angeben, der den Vorgang aufgrund der für ihn angegebenen Dauer in die Auftragsterminierung einbezieht. Dies bewirkt, daß die Termine der nachfolgenden Vorgänge mit Bezug auf die Dauer des Fremdvorgangs terminiert werden. Für diesen Steuerschlüssel muß der Parameter
Terminierung Fremdvorgang mit Vorgabewerten
gepflegt sein. Die Vorgangsdauer pflegen Sie auf der Vorgangsübersicht.
Sie können einen Steuerschlüssel für die Fremdbearbeitung angeben, für den der Parameter
Terminierung Fremdvorgang mit Vorgabewerten
nicht
gepflegt ist. Dies bewirkt, daß der Vorgangsendetermin aufgrund der eingegebenen Planlieferzeit in Tagen bestimmt wird. Die Termine der nachfolgenden Vorgänge werden dann mit Bezug auf diesen Vorgangsendetermin bestimmt.
Terminierungseinschränkungen
Die Terminierungseinschränkungen bestimmen, innerhalb welchen zeitlichen Rahmens die Ausführung des Vorgangs stattfinden soll.
Vor- und Nachlaufzeiten für Material
Wenn Sie festlegen wollen, wann im Verhältnis zum Starttermin eines Vorgangs ein Material zur Verfügung stehen soll, haben Sie folgende Möglichkeiten zur Eingabe in das Feld
Zeitabstand
im Komponentendetailbild unter
Allgemeine Daten
:
Geben Sie einen negativen Wert ein, um die Länge der Vorlaufzeit festzulegen.
Geben Sie einen positiven Wert ein, um die Länge der Nachlaufzeit festzulegen.