Reserveteil

Definition

Bestandsgeführtes Einzelstück eines Materials, das durch eine Kombination aus Material- und Serialnummer, ggf. mit zusätzlichem Equipmentstammsatz eindeutig identifiziert werden kann.

Verwendung

Reserveteile werden für bestimmte kritische und hochwertige Komponenten im Lager als Reserve vorgehalten, um diese Teile bei einem Ausfall umgehend ersetzen zu können. In bestimmten Fällen müssen intakte Reserveteile auch aufgrund gesetzlicher Vorschriften in bestimmten Mengen vorrätig sein.

Reserveteile können vielfach nach Defekt oder Abnutzung aufgearbeitet werden, um dann erneut als Ersatzteile zur Verfügung zu stehen.

Struktur

Reserveteile werden in Form von Materialstammsätzen im System geführt.

Um Einzelstücke eines Materials identifizieren zu können, haben Sie die Möglichkeit, Serialnummern zu vergeben. Allerdings müssen dazu in Ihrem System die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Dem Materialstammsatz ist ein Serialnummernprofil zugeordnet.

  • Dem Profil muß der Vorgang PPAU zugeordnet sein.

  • Für den Vorgang PPAU muß im Feld Serialnummernverwendung die Serialnummernvergabe erlaubt sein.

Für ein serialisiertes Einzelstück eines Materials können Sie einen Equipmentstammsatz anlegen.

Reserveteile können außerdem zustandsabhängig bewertet werden. Folgende Bewertungsarten sind z.B. denkbar:

  • neu

  • aufgearbeitet

  • defekt

Bewertungsarten können im Customizing der Materialwirtschaft unter Anfang des Navigationspfads Bewertung und Kontierung Navigationsschritt Getrennte Bewertung Navigationsschritt Getrennte Bewertung einstellen Ende des Navigationspfads definiert werden.

Integration

Reserveteile können bestandsgeführt werden.

Die Aufarbeitung defekter oder abgenutzter Reserveteile wird mit Aufarbeitungsaufträgen abgebildet.

Siehe auch:

Verwaltung von Serialnummern (LO-MD-SN)