Setzen des Mengenermittlungsverfahrens für bestehende Anlagen
Mit dem Umsetzreport REQD_SET_QDPROC_TO_REGISTER können Sie für Anlagen, die bereits im System existieren, Mengenermittlungsverfahren auf Zählwerksebene setzen. Dies kann sowohl für eine gesamte Sparte als auch für eine Sparte mit einer Anlagenselektion oder für eine Sparte mit einer Ableseeinheitenselektion erfolgen. Eine Kombination von Anlagen- und Ableseeinheitenselektion ist möglich.
Sie können den Report nur mit einer ausgewählten Sparte aufrufen. Der Report selektiert:
Alle Anlagen einer Sparte
Ausgewählte Anlagen einer Sparte
Anlagen für ausgewählte Ableseeinheiten einer Sparte
Hinweis
Beachten Sie, dass für Ableseeinheiten automatisch die letzte zeitliche Zuordnung zur Anlage selektiert wird.
Sie haben die für die Mengenermittlung relevanten Customizing-Einstellungen unter definiert.
Bevor Sie den Report starten, haben Sie Folgendes eingestellt:
Gewünschte Sparte
Datum, ab dem das Verfahren gelten soll (Umstellungsdatum)
Gewünschtes Mengenermittlungsverfahren
Achtung
Eine Umstellung des Mengenermittlungsverfahrens ist standardmäßig nur dann erlaubt, wenn zu den Zählwerken nur Ableseergebnisse existieren, deren Ablesedatum älter ist als das Umstellungsdatum (im Customizing). Wir empfehlen für die Umstellung Termine zu wählen, die in der Zukunft liegen und für die noch keine Umstellung des Mengenermittlungsverfahrens stattgefunden hat.
Bei einer rollierenden Umstellung kann das Umstellungsdatum auch mit einer BAdI-Implementierung innerhalb eines Zeitraums ermittelt werden (weitere Informationen über die BAdI-Implementierung finden Sie im Abschnitt Funktionsumfang
dieser Dokumentation).
Gewünschtes Mengenermittlungsverfahren
Hinweis
Der Umsetzreport REQD_SET_QDPROC_TO_REGISTER ist ein Musterreport, der nur bestimmte Szenarien unterstützt (siehe Abschnitt Einschränkungen
dieser Dokumentation). Um eigene Szenarien abzubilden, können Sie diesen Report kopieren und projektspezifisch ausprägen.
Mit diesem Report können Sie eine initiale Einstellung des gewünschten Mengenermittlungsverfahrens für bestehende Anlagen vornehmen.
Beim Setzen des Mengenermittlungsverfahrens erzeugt das System für Verbrauchszählwerke Ableseaufträge mit dem Ablesegrund 17
– Ablesung bei Änderung Anlagenstruktur
. Der Termin der erzeugten Ableseaufträge entspricht dem Vortag des
Stichtags, den Sie im Customizing definiert haben (Datum Ableseauftrag = Customizing-Datum minus einen Tag). Sie können die Ableseergebnisse z.B. durch eine Massenschätzung ermitteln. Diese Art der Umstellung wird als Stichtagsumstellung
bezeichnet (weitere Informationen
hierüber finden Sie unter Überlegungen zum Zeitpunkt der Umstellung).
Wenn Sie ein solches Ableseergebnis mit der Transaktion Ablesung stornieren
(Transaktion EL37
) löschen, erzeugt das System erneut einen Ableseauftrag mit Grund 17.
Hinweis
Beachten Sie, dass es sich bei der Umsetzung um eine einmalige Aktion handelt. Die durch den Report oder die technischen Transaktionen bereits umgesetzten Anlagen werden durch den Umsetzreport nicht erneut bearbeitet.
Im Rahmen der Umsetzung werden Leistungszählwerke auf das Mengenermittlungsverfahren 02 Mengenermittlung innerhalb der Abrechnung
umgestellt. Rückstellzählwerke und Intervallzählwerke werden auf das Mengenermittlungsverfahren 01 Nicht relevant für
Mengenermittlung
umgestellt.
Empfehlung
Mit dem BAdI ISU_QD_PROC und der Methode CHANGE_VALID_FROM_EADZ_QD können Sie das Umstellungsdatum (Ab-Datum
) des neuen Mengenermittlungsverfahrens ändern. Wenn Sie die Beispielimplementierung dieses BAdIs nutzen, sucht das System innerhalb eines Zeitraums (Stichtag
aus dem Customizing -12 Monate
bis Stichtag aus dem Customizing +12 Monate
) das letzte Ableseergebnis mit einem der Ablesegründe 01, 02, 03, 05, 26 und 27. Das gefundene Datum ersetzt das importierte Umstellungsdatum (Ab-Datum
)
aus dem Customizing. Damit wird das letzte Ablesedatum als Beginn des neuen Mengenermittlungsverfahrens verwendet und es wird kein zusätzlicher Ableseauftrag angelegt. Diese Art der Umstellung wird als rollierende Umstellung
bezeichnet (weitere Informationen hierüber finden
Sie unter Überlegungen zum Zeitpunkt der Umstellung). Sie können diese Beispielimplementierung Ihren Anforderungen anpassen.
Wenn Sie ein Gerät, das in mehreren Anlagen mit unterschiedlichen Sparten eingebaut ist, umbauen, sein logisches Zählwerk ändern oder den Report REQD_SET_QDPROC_TO_REGISTER ausführen, verwenden Sie die Methode GET_LEADING_INSTALLATION des o.g. BAdIs.
Weitere Informationen über das BAdI ISU_QD_PROC und die verfügbaren Methoden finden Sie in der entsprechenden Systemdokumentation.
Folgende Konsistenzprüfungen sortieren die Anlagen aus, die aufgrund unerlaubter Voraussetzungen nicht umgesetzt werden können:
Prüfung, ob Ableseergebnisse in der Zukunft existieren
Prüfung, ob das Mengenermittlungsverfahren 03 Mengenermittlung innerhalb der Ablesung
bei Dynamischer Periodensteuerung (DPC-Abrechnung) verwendet wird
Hinweis
Bei Dynamischer Periodensteuerung (DPC-Abrechnung) dürfen Sie das Mengenermittlungsverfahren 03 Mengenermittlung innerhalb der Ablesung nicht verwenden.
Die technischen Gerätetransaktionen führen obige und zusätzliche Konsistenzprüfungen durch, siehe Prüfung auf final ermittelten Verbrauch in technischen Transaktionen.
Wenn eine Umsetzung z.B. aufgrund eines vorhandenen Ableseergebnisses in der Zukunft (nach dem Umstellungsdatum im Customizing) nicht erfolgt, können Sie das Problem mit einem Storno des Ableseergebnisses beheben und die Umsetzung auf das Mengenermittlungsverfahren danach durchführen.
In Abhängigkeit der Ankreuzfelder Testmodus
und Fehlermodus
im Bildbereich Technische Optionen
können Sie den Report in unterschiedlichen Varianten ausführen, z.B. mit oder ohne Erfassung von Informationen
auf der Datenbank und im Anwendungsprotokoll oder mit beliebigen Kombinationen dieser Optionen. Wir empfehlen, den Report zunächst im Testmodus zu starten.
Testmodus gesetzt - Fehlermodus nicht gesetzt
Es erfolgt eine Analyse der im System selektierten Anlagen; das Setzen der Mengenermittlungsverfahren erfolgt nicht auf der Datenbank. Ausführliche Meldungen werden in das Anwendungsprotokoll geschrieben.
Testmodus nicht gesetzt - Fehlermodus nicht gesetzt
Es erfolgt eine Analyse der im System selektierten Anlagen; das Setzen der Mengenermittlungsverfahren erfolgt auf der Datenbank. Ausführliche Meldungen werden in das Anwendungsprotokoll geschrieben.
Testmodus gesetzt - Fehlermodus gesetzt
Es erfolgt eine Analyse aller fehlerhaften Anlagen im System (fehlerhaft in Bezug auf eine bereits versuchte, fehlgeschlagene Umsetzung); das Setzen der Mengenermittlungsverfahren erfolgt nicht auf der Datenbank. Informationen zu fehlerhaften Anlagen werden ebenfalls nicht auf die Datenbank geschrieben. Ausführliche Meldungen werden in das Anwendungsprotokoll geschrieben.
Testmodus nicht gesetzt - Fehlermodus gesetzt
Es erfolgt eine Analyse aller fehlerhaften Anlagen im System (fehlerhaft in Bezug auf eine bereits versuchte, fehlgeschlagene Umsetzung); das Setzen der Mengenermittlungsverfahren erfolgt auf der Datenbank. Informationen zu fehlerhaften Anlagen werden auf die Datenbank geschrieben. Ausführliche Meldungen werden in das Anwendungsprotokoll geschrieben.
Im Testmodus wird das Anwendungsprotokoll nicht gespeichert.
Das Ankreuzfeld Ausführl.Anw.Log
ermöglicht es Ihnen, anhand eines ausführlichen Protokolls Detailinformationen zu bereits umgesetzten und erfolgreich umgesetzten Anlagen einzusehen.
Wir empfehlen, die Umsetzung in folgenden sukzessiven Schritten durchzuführen:
Definieren Sie zunächst eine sinnvolle Intervallbildung für Ihre Anlagen, z.B. über Ableseeinheiten oder Intervallbildung über Ausführung des Funktionsbausteins ISU_INSTALLATION_INTERVALS.
Führen Sie den Report im Testmodus aus, analysieren Sie eventuelle Fehler und beheben Sie diese.
Führen Sie den Report im Aktivmodus aus, analysieren Sie eventuelle Fehler und beheben Sie diese.
Führen Sie den Report im Fehlermodus aus.
Hinweis
Beachten Sie, dass das System im Aktivmodus Objektsperren für die Geräte setzt. Bei der Erzeugung von Ableseaufträgen werden Sperren auf Anlagenebene gesetzt.
Folgende Anordnung mit Gerätemehrfacheinbauten zeigt die Funktionsweise des Umsetzreports:

Hierbei ist Gerät 2 in Anlage 1 und in Anlage 2 eingebaut, Gerät 3 ist entsprechend in Anlage 2 und in Anlage 3 eingebaut.
Beispiel 1
Wenn die eingegebenen Selektionskriterien im Umsetzreport zur Selektion von Anlage 1 führen, wird Anlage 2 über das gemeinsame Gerät 2 mitselektiert. Umgesetzt wird Gerät 1 und Gerät 2, als Resultat ist Anlage 1 vollständig umgesetzt, Anlage 2 ist halb umgesetzt, da Gerät 3 nicht umgesetzt wird.
Beispiel 2
Wenn die eingegebenen Selektionskriterien im Umsetzreport zur Selektion von Anlage 2 führen, werden Anlage 1 und Anlage 3 über die gemeinsamen Geräte 2 und 3 mitselektiert. Umgesetzt wird Gerät 2 und Gerät 3, als Resultat ist Anlage 2 vollständig umgesetzt, Anlage 1 und Anlage 3 sind halb umgesetzt, da Gerät 1 und Gerät 4 nicht umgesetzt werden.