Datenbereinigung Die Datenbereinigung ermöglicht Ihnen, redundante Geschäftspartnerstammsätze (potentielle Dubletten) in Datenbereinigungsfälle aufzunehmen, abzugleichen und zusammenzuführen. Nach dem Datenbereinigungsprozess können Sie nicht mehr benötigte Datensätze mit Hilfe der Archivierung aus dem System entfernen.
Bevor Sie eine Datenbereinigung durchführen können, müssen Sie die redundanten Daten in Ihrem System ermitteln und in Datenbereinigungsfälle aufnehmen.
Sie haben folgende Möglichkeiten der Dublettenerkennung und Anlage von Datenbereinigungsfällen:
Die Business Address Services (BAS) stellen eine Schnittstelle zum Einbinden der entsprechenden Fremdsoftware (Suchmaschinen) zur Verfügung.
Kundeneigene Programme
Dienste eines Business Information Provider (BIP), die Ihre Daten nach möglichen Dubletten durchsuchen Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zum Report BUPA_BIP_FILE_EXPORT.
In den oben beschriebenen Möglichkeiten werden die Datenbereinigungsfälle durch das System angelegt und zur Weiterverarbeitung in den Arbeitsvorrat der Datenbereinigung gestellt.
In Einzelfällen können Sie potentielle Geschäftspartnerdubletten in der Trefferliste der Geschäftspartnersuche ausfindig machen und einen eigenen Datenbereinigungsfall anlegen.
Nachdem Sie die Fremdsoftware (Suchmaschinen) angeschlossen haben, startet das System bei jeder Änderung oder Neuanlage eines Geschäftspartners die Dublettenerkennung (Delta Scan) für diesen spezifischen Einzelsatz. Sie sollten zu Beginn des Konsolidierungsprozesses mit Hilfe der Fremdsoftware einen Full Scan über den gesamten Datenbestand durchführen, der alle potentiellen Dubletten in Datenbereinigungsfällen registriert und zur Weiterverarbeitung bereitstellt.
Über den Anschluss eines Drittanbietertools an die Schnittstelle der BAS werden Adressdaten zu Geschäftspartnerngeprüft (einschließlich der Adressdaten zu Ansprechpartner- und Mitarbeiterbeziehungen).
Die Dublettenprüfung kann im Dialog im SAP GUI oder auch über BAPIs erfolgen.
Eine Dublettenprüfung wird in den folgenden Fällendurchgeführt:
Dublettenprüfung der zentralen Adressdaten
beim Anlegen eines Geschäftspartners mit Adressdaten
beim Ändern eines Geschäftspartners
Dublettenprüfung der Adressdaten zu Beziehungen
beim Anlegen einer AP-Beziehung (bzw. einer Mitarbeiterbeziehung) mit einer Firmenadresse
Die Prüfung erfolgt erst, wenn eine Adresse zugeordnet wurde.
beim Ändern einer AP-Beziehung bzw. Mitarbeiterbeziehung
Wird bei einer der genannten Aktionen eine Dublette identifiziert, erscheint ein Dialogfenster mit den entsprechenden Optionen für die Dublettenbearbeitung.
Sie können in diesem Dialog folgende Funktionen nutzen:
Navigation in die Anzeige einer potentiellen Dublette
Navigation in die entsprechende Dublette beim Anlegen eines Geschäftspartners bzw. einer Beziehung
Sie können wählen, ob Sie die Änderungen an dem Geschäftspartner, der sich in Bearbeitung befindet, übernehmen wollen.
Anlegen eines Datenbereinigungsfalls zur weiteren Bearbeitung in Transaktion BUPA_CLEAR
Navigation in die Anzeige der Beziehung zu einer Dublette bei Ansprechpartner- oder Mitarbeiterdaten
Anzeige der Ähnlichkeit der Dublette in Prozent
Hinweis
Sie können die Anzeige der Dubletten Ihren spezifischen Benutzerbedürfnissen anpassen. Dazu stehen Ihnen die Standardfunktionen des SAP List Viewer (ALV) zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie in der Benutzerdokumentation zum SAP List Viewer.
Sie müssen die redundanten Datensätze in Ihrem System ermittelt haben.
Um die Schnittstelle der Business Address Services zu nutzen, nehmen Sie die folgenden Einstellungen im Customizing der Adressverwaltung vor: .
Hinweis
Stellen Sie sicher, dass die Dublettenprüfung auf beiden Indexpools aktiviert wurde (Tabellen BUT000 und BUT052).
Nehmen Sie im Customizing des SAP-Geschäftspartners folgende Systemeinstellungen vor: .
Registrieren Sie die Datenbereinigungsfälle über BAPIs oder legen Sie im Dialog zur Geschäftspartnerbearbeitung aus dem Arbeitsvorrat bzw. der Geschäftspartnersuche Datenbereinigungsfälle an.
Bearbeiten Sie anschließend in einem separaten Arbeitsschritt die angelegten Datenbereinigungsfälle.