Änderungsverbot Mit dieser Funktion können Sie für Identifikatoren und Bewertungsinstanzen Änderungen verbieten. Dazu müssen Sie im Customizing einem Status das Kennzeichen
Änderung verboten
zugeordnet haben. Für die zu schützenden Spezifikationsdaten muss in den Kopfdaten der Spezifikation ein Statuseintrag mit dem entsprechenden Status zutreffen. Standardmäßig verbietet z.B. der Status
Freigegeben
die Änderung zugehöriger Daten.
Wenn Sie Änderungen nicht verbieten, aber den Benutzer davor warnen wollen, können Sie dies im Customizing mit Hilfe des Kennzeichens
Warnung bei Änderung
einrichten.
Sie haben das Kennzeichen
Änderung verboten
dem entsprechenden Status im Customizing der
Grunddaten und Werkzeuge
unter
Status festlegen
zugeordnet.
Sie haben in den Kopfdaten der Spezifikation auf der Registerkarte
Status
definiert, für welche Verwendung und in welchem Gültigkeitszeitraum der Status zutreffen soll.

Sie können für die Statuseinträge in der IMG-Aktivität
Bewertungsarten festlegen
über die Bewertungsart ESTST eine Voreinstellung festlegen. Das System berücksichtigt die Voreinstellung, wenn zu einer Spezifikation kein Statuseintrag vorliegt.
Damit ein Statuseintrag für Spezifikationsdaten berücksichtigt wird, muss bei der Verwendung der Spezifikationsdaten das Kennzeichen
Aktiv
gesetzt sein.
Das System prüft beim Aufruf einer Bewertungsinstanz oder eines Identifikators für jeden Tag des Gültigkeitsintervalls der Daten,
ob die Verwendung des Datensatzes aktiv ist
ob ein Statuseintrag vorhanden ist, für den im Customizing das Kennzeichen
Änderung verboten
gesetzt ist und der für die aktive Verwendung zutrifft
Damit der Statuseintrag zutrifft, müssen
die Einstufung von Status und Spezifikationsdatensatz gleich sein
die zugehörigen Gültigkeitsräume mindestens ein Land (oder Werk, Profit-Center, usw.) gemeinsam haben, also eine nichtleere Schnittmenge besitzen.

Statuseintrag: PUBLIC/DE/Freigegeben (Kennzeichen
Änderung verboten
gesetzt)
Verwendung der Bewertungsinstanz B1: PUBLIC/REG_EU/aktiv
Da DE in REG_EU enthalten ist, trifft der Statuseintrag zu. Die Bewertungsinstanz B1 ist somit freigegeben und darf nicht mehr geändert werden.
Wenn die Bedingungen für einen Statuseintrag erfüllt sind, der die Änderungen verbietet, ist der Datensatz nicht eingabebereit. Zum Datensatz gehören bei einer Bewertungsinstanz auch die Daten der Quelleninformation und Freitexte, usw.
Die Verwendung des Datensatzes darf bearbeitet werden, allerdings nur so, dass sich die Anzahl der zugehörigen freigegebenen Datensätze nicht ändert. Daher gilt, dass
aktive, freigegebene Verwendungen nicht geändert werden können
neue, nicht aktive Verwendungen hinzugefügt werden können. Beispielsweise können zusätzliche Gültigkeitsräume angelegt werden. Die vorhandenen Gültigkeitsräume sind vor einer Änderung geschützt.
nicht freigegebene oder nicht aktive Verwendungen gelöscht werden können
Bei der Neuanlage oder Bearbeitung eines Datensatzes, zu dessen Verwendung ein Statuseintrag mit dem Status
Freigegeben
zutrifft, kann das Kennzeichen
Aktiv
nicht gesetzt werden. Ein Datensatz kann somit nicht durch die Aktivierung der Verwendung freigegeben werden.

Der Identifikator einer Spezifikation besitzt folgende Verwendungen:
PUBLIC / DE / Inaktiv
PUBLIC / US / Inaktiv
Die Spezifikation besitzt folgenden Statuseintrag
PUBLIC / REG_EU / Freigegeben (Kennzeichen
Änderungen verboten
gesetzt)
Da die Verwendung und der Statuseintrag sich in PUBLIC / DE (DE ist Teilmenge von REG_EU) überschneiden, kann die Verwendung PUBLIC / DE beim Identifikator nicht aktiviert werden. Die Verwendung PUBLIC/US darf dagegen aktiviert werden.
Ein freigegebener Datensatz kann erst bearbeitet werden, nachdem eine dazu berechtigte Person dem Statuseintrag einen Status zugeordnet hat, der Änderungen nicht verbietet, z.B. den Status
In Bearbeitung
. Im Status
In Bearbeitung
können Sie z.B. die Verwendung des Datensatzes aktivieren. Anschließend kann der Status des Statuseintrags von einer berechtigten Person wieder auf
Freigegeben
gesetzt werden.

Wenn die Bedingungen für einen Statuseintrag erfüllt sind, der eine Warnung hervorbringt (Kennzeichen
Warnung bei Änderung
gesetzt), können Sie sich für die Bearbeitung entscheiden.
Folgendes Beispiel verdeutlicht das Systemverhalten, wenn zu einer Bewertungsinstanz oder einem Identifikator verschiedene Gültigkeitsabschnitte existieren. Da das System jeden Tag des Gültigkeitsintervalls des Datensatzes prüft, schützt das Kennzeichen
Änderung verboten
alle Versionen der Bewertungsinstanz oder Identifikators.
In folgender Grafik ist daher für alle aktiven Bewertungsinstanzen die Änderung der Daten verboten:
