Expressdienst anlegen Sie können einen Expressdienst anlegen, um
Etiketten mit speziellen Daten für den Expressdienstversand zu drucken
per DFÜ mit dem Expressdienstleister über die täglich eingelieferten Pakete zu kommunizieren
die von Ihnen versendeten Pakete auf dem Weg zu Ihren Kunden verfolgen zu können
Meistens steht Ihnen eine der folgenden zwei Möglichkeiten zur Verfügung, wie Sie die einzelnen Expressdienstleister an Ihr SAP-System anbinden können:
Der Dienstleister stellt einen XML-Server zur Verfügung.
Sie können dann über den XML-Server die für das Expressdienstcockpit benötigten Daten (Customizing und Stammdaten sowie eine geeignete Dokumentation zur Gestaltung der geforderten Etiketten) in das SAP-System laden. Sie benötigen dann den SAP-Business-Connector oder eine RFC-Serverlösung.
Der Dienstleister unterstützt nicht das direkte Customizing über den elektronischen Weg.
In diesem Fall müssen Sie Customzingdaten manuell einpflegen und Stammdaten ggf. über einen Report in das SAP-System laden. Als Grundlage benötigen Sie die genauen Spezifikationen des Dienstleisters für die Gestaltung der Etiketten sowie der elektronischen Datenübertragung.
In beiden Fällen sollten Sie sich frühzeitig mit dem Dienstleister in Verbindung setzen und nach den aktuellen Informationen in Verbindung mit dem SAP-Expressdienstcockpit fragen bzw. um Unterstützung bei der Implementierung der Schnittstelle bitten (inkl. der offiziellen Abnahme der Etiketten bzw. der EDI-Kommunikation).
Um einen Expressdienst in Verbindung mit dem automatischem Customizing anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Wählen Sie .
Sie gelangen auf das Expressdienst-Cockpit. In diesem Cockpit können Sie alle Funktionen in Bezug auf das Arbeiten mit der Paketverfolgung und Expressdiensten ausführen.
Wählen Sie und geben Sie eine Kennung für den Expressdienst ein.
Tragen Sie im Feld
RFC-Destination
die Destination zum SAP-Business-Connector ein.
Verzweigen Sie auf die Registerkarte
Datenprovider
und tragen im Feld
Ziel URL für Business Connector
die vom Expressdienstleister genannte URL zur Verbindung mit seinem XML-Server ein.
Wählen Sie , damit Sie die Daten von dem Fremdsystem, also dem XML-Server des Dienstleisters, laden können.
Wählen Sie .
Hinweis
Das System holt sich jetzt alle vorhandenen Stammdaten von diesem Expressdienst ab und überträgt sie in Ihr SAP-System. Dieser Vorgang kann mehrere Minuten dauern.
Eventuell müssen Sie anschließend noch manuelle Tätigkeiten vornehmen, die der Dienstleister im Idealfall aber ebenfalls auf einer URL detailliert beschreibt.
Aktivieren Sie nun den Expressdienst auf der Registerkarte
Expressdienststeuerung
und sichern Sie die Eingaben.
Dienstleister zuordnen
Wählen Sie im Expressdienst-Cockpit .
Legen Sie einen neuen Eintrag für den Dienstleister pro Exportkennzeichen (für Inland und Ausland) an, d.h. ordnen Sie dem Expressdienst einen Kreditor zu. Wird dieser Kreditor später z.B. einem Lieferbeleg als Partner vom Typ Spediteur zugeordnet, wird beim Sichern des Lieferbeleges die spezielle Funktionalität des Expressdienstcockpits aktiviert.
Sichern Sie Ihre Eingaben. Der Dienstleister wurde einem Expressdienst zugeordnet.
Versandstelle zuordnen
Wählen Sie im Expressdienst-Cockpit .
Markieren Sie im rechten Teilfenster den gewünschten Expressdienst und wählen Sie im linken Teilfenster Versandstelle aktiv.
Legen Sie einen neuen Eintrag pro Versandstelle in dem Bild
Versandstelle aktiv
an, die für diesen Expressdienst gelten soll.
Wenn Sie einen Expressdienst für alle Versandstellen aktivieren möchten, wählen Sie im Expressdienst-Cockpit auf der Registerkarte
Expressdienststeuerung
die Funktion
alle Versandstellen aktivieren
.
Um einen Expressdienst in Verbindung mit manuellem Customizing anzulegen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Wählen Sie .
Sie gelangen auf das Expressdienst-Cockpit. In diesem Cockpit können Sie alle Funktionen in Bezug auf das Arbeiten mit der Paketverfolgung und Expressdiensten ausführen.
Wählen Sie und geben Sie eine Kennung für den Expressdienst ein.
Navigieren Sie über die Registerkarte
Metadaten
und der Drucktaste
Metadaten bearbeiten
zur Pflege von Platzhaltern, die für den jeweiligen Expressdienst notwendig sind.
Welche Platzhalter Sie hier definieren und wie die Werteermittlung für den jeweiligen Platzhalter (Festwert, Zusammensetzung aus anderen Platzhaltern, Nummernkreis, Standardfunktionsbaustein oder selbstgeschriebener Funktionsbaustein) definiert wird, ist von Dienstleister zu Dienstleister unterschiedlich und hängt von dessen Anforderungen bzgl. des Etikettendrucks und der elektronischen Kommunikation mit dem Dienstleister ab. Eventuell kann der Dienstleister Sie bereits mit Informationen zur Pflege dieser Datenfelder unterstützen.
Hinweis
Von Bedeutung für die korrekte Funktion der Expressdienstabwicklung ist, dass Sie bei der Pflege der Metadaten mindestens einen Eintrag je Dienstleister im Feld
Qualifier
vorgenommen haben, der einen direkten Datenbankbezug herstellt, d.h. es muss mindestens einen Platzhalter mit Qualifier TRACKN, SHIPACCT, XSISRVC, ROUTECODE oder PRDCD geben, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
Darüber hinaus müssen Sie das Customizing bei der Auswahl
Gültig für Belegtyp
pflegen (siehe auch die Feldhilfe zu den jeweiligen Optionen).
Aktivieren Sie nach der Pflege der Datenfelder den Expressdienst auf der Registerkarte
Expressdienststeuerung
und sichern Sie die Eingaben.
Dienstleister zuordnen
Wählen Sie im Expressdienst-Cockpit .
Legen Sie einen neuen Eintrag für den Dienstleister pro Exportkennzeichen (für Inland und Ausland) an, d.h. ordnen Sie dem Expressdienst einen Kreditor zu. Wenn Sie diesen Kreditor später z.B. einen Lieferbeleg als Partner vom Typ Spediteur zuordnen, aktiviert das System automatisch beim Sichern des Lieferbeleges die spezielle Funktionalität des Expressdienstcockpits.
Sichern Sie Ihre Eingaben. Der Dienstleister wurde einem Expressdienst zugeordnet.
Versandstelle zuordnen
Wählen Sie im Expressdienst-Cockpit
Springen
→
Expressdienst
und
Metadaten
.
Markieren Sie im rechten Teilfenster den gewünschten Expressdienst und wählen Sie im linken Teilfenster Versandstelle aktiv .
Legen Sie einen neuen Eintrag pro Versandstelle in dem Bild
Versandstelle aktiv
an, die für diesen Expressdienst gelten soll.
Wenn Sie einen Expressdienst für alle Versandstellen aktivieren möchten, wählen Sie im Expressdienst-Cockpit auf der Registerkarte
Expressdienststeuerung
die Funktion
alle Versandstellen aktivieren
.
Der Servicecode (z.B. Morgen bis 8.00 Uhr, Übermorgen bis 10.00 Uhr) ist ein Expressdienst-spezifischer Code, der auf dem Etikett gedruckt werden soll, damit der Expressdienst zum gewünschten Zeitpunkt liefern kann. Den Servicecode können Sie beispielsweise anhand der folgenden Parameter herleiten:
Sonderabwicklung
Lieferpriorität
Versandbedingungen
Route
Um festzulegen von welchen der o.a. Parameter der Servicecode abgleitet werden soll, gehen Sie folgendermaßen vor:
Wählen Sie im Expressdienst-Cockpit .
Sie bekommen eine Liste aller Metadaten je Dienstleister angezeigt.
Wählen Sie die Funktion Neuer Eintrag. Sie gelangen zum Pflegebildschirm der Metadaten. Definieren Sie beispielsweise ein neues Datenfeld mit dem Namen Servicecd .
Auf dem Detailbild geben Sie in dem Bereich
Daten ermitteln
im Feld
Funktionsbaustein
einen der folgenden Funktionsbausteine ein:
XSI_GET_SERVICE_CD_SDABW für Servicecode von Sonderabwicklung ableiten
XSI_GET_SERVICE_CD_LPRIO für Servicecode von Lieferpriorität ableiten
XSI_GET_SERVICE_CD_VSBED für Servicecode von Versandbedingung ableiten
XSI_GET_SERVICE_CD_ROUTE für Servicecode von Route ableiten
Bei
gültig für Belegtyp
hängen die Einträge von Ihrem gewünschten Prozess ab. Soll die Ermittlung für
Servicecd
beispielsweise für Handling Units stattfinden, die auf Lieferebene erzeugt wurden, tragen Sie in dem Feld
Vertriebslegtyp
der Wert
X
und in dem Feld
Dokumententyp des übergeordneten Objekts
die Ausprägung
J
ein.
Tragen Sie in den Feldern
Qualifier
und
Druckfeld
XSISRVC
ein. Dies stellt einerseits sicher, dass der von dem zuvor gewählten Funktionsbaustein ermittelte Wert auch auf der Datenbank (hier. Tabelle VTRKH) abgespeichert wird und, dass ein Druckprogramm später über die Druckstruktur VTRK_D2 auf diesen Wert zugreifen kann.
Ein Bestandteil einer Trackingnummer ist üblicherweise ein hochzählender Faktor aus einem festen Nummernkreis. Sie sollten für diesen Zähler ein eigenes Metadatum anlegen, dessen Wert Sie über die Option
Nummernkreis
im Customizing des Metadatums ermitteln können.
Auf dem Detailbild zur Pflege des Metadatums
TRACKNCOUN
geben Sie in dem Bereich
Werteermittlung - Nummernkreis ein Nummernkreisobjekt
(z.B.
TRACK
für ein nicht rollierendes Intervall oder
TRACKN
für ein rollierendes Intervall) und ein Nummernkreisintervall ein.
Hinweis
Die Bezeichnung für das Metadatum
TRACKNCOUN
können Sie selbstverständlich frei wählen. Wie empfehlen Ihnen aber, zumindest bei Qualifier und Druckfeld den Wert
Trackncoun
zu verwenden, da diese Bezeichnung in der Datenbanktabelle VTRKH bereits dafür vorgesehen ist.
Auf der Registerkarte
Nummernkreis im Expressdienst-Cockpit
finden Sie alle Metadaten, die Nummernkreise benötigen und eine Funktion mit der Sie Nummernkreise für diese Funktionalität einrichten können.
Wenn der Expressdienstleister diese Funktion unterstützt, steht sogar eine Funktion zur Verfügung, mit der Sie einen neuen Nummernkreis vom Expressdienstleister anfordern können.
Hinweis
Arbeitet ein Expressdienstleister mit mehreren Nummernkreisen, z.B. abhängig vom gewählten Service, so müssen Sie für die Werteermittlung dieses Platzhalters einen eigenen Funktionsbaustein schreiben, der dann auf Basis der gewünschten Bedingungen Nummern aus den entsprechenden Nummernkreisen zur Verfügung stellt.