Folgeverarbeitung für Exception festlegenBei der Folgeverarbeitung legen Sie die Konditionen bzw. Attribute für die Ausgabe der Exception fest.
Um zur Folgeverarbeitung zu gelangen, wählen Sie
Sie können die folgenden Konditionen für die Ausgabe vereinbaren:
Standardanalysen
Sie können die Ausnahmesituationen im Rahmen einer Standardanalyse oder der Exceptionanalyse anzeigen.
Beim Ausführen einer Standardanalyse können Sie eine Exception angeben (siehe dazu auch Standardanalysen ausführen ). Voraussetzung dafür ist, daß der Standardanalyse und der Exception die gleiche Informationsstruktur zugrunde liegt. In den Standardanalysen können die Ausnahmesituationen über Farbgestaltung hervorgehoben werden. Durch diese Farbgestaltung wird ein gezieltes Navigieren innerhalb der Standardanalyse ermöglicht, da Ausnahmesituationen bereits auf einer höheren Aggregationsstufe angezeigt werden (z.B. eine Ausnahmesituation auf Materialebene wird schon auf Werksebene angezeigt).
Die Exceptionanalyse ( Exceptionanalyse ) ist im Grunde eine Standardanalyse, d.h. Sie können auch hier alle Funktionen der Standardanalyse durchführen. Der entscheidende Unterschied zur Anzeige der Ausnahmesituationen in den übrigen Standardanalysen ist jedoch, daß die Exceptionanalyse wie ein Filter wirkt. Es werden nur die Daten angezeigt, auf die die Exception zutrifft. Auch bei der Exceptionanalyse werden die Ausnahmesituationen farblich hervorgehoben.
Gehen Sie wie folgt vor:
Um die Exception für die Standard- bzw. Exceptionanalyse zu aktivieren, markieren Sie das Feld
Aktiv für Standardanalyse.
Für jede Exception können Sie eine Farbe festlegen, in der die in der Exception definierten Ausnahmesituationen angezeigt werden. Möchten Sie Ausnahmesituationen farblich voneinander trennen, so müssen Sie weitere Exceptions anlegen und diese in einer Exceptiongruppe zusammenfassen (lesen Sie dazu Gruppierung anlegen ).
Um die farbliche Markierung der Exception für die Listanzeige festzulegen, wählen Sie im Feld
Farbe in Liste
den Schlüssel der Farbe, in der die Ausnahmesituation angezeigt werden soll. Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:
Farbe |
Schlüssel |
0 |
keine Farbe |
1 |
grün |
2 |
gelb |
3 |
rot |
Hinweis
Für die Exceptionanalyse ist es sinnvoll bei Einzelexceptions zur Markierung der Ausnahmesituationen keine Farbe zu wählen. Da
nur
die Ausnahmesituationen angezeigt werden, ist die komplette Liste eingefärbt, wenn eine Farbe festgelegt wurde.
Wird hingegen in den Standardanalysen eine Einzelexception ohne Farbe angegeben, dann sind natürlich die Ausnahmesituationen nicht sichtbar.
Periodische Analysen
Bei der periodischen Analyse werden Sie vom System über die in den Exceptions definierten Ausnahmesituationen informiert. Der vorhandene Datenbestand wird in einer frei wählbaren zeitlichen Frequenz (stündlich, wöchentlich, monatlich) systematisch auf Ausnahmesituationen untersucht. Tritt die Ausnahmesituation auf, so können Sie oder ein anderer Empfänger über Mail oder Fax informiert werden oder eine Übergabe an Workflow initiieren, wodurch evtl. Nachfolgeverarbeitungen anstoßen werden.
Die periodische Analyse kann dabei auf zwei Arten erfolgen: ereignisgetrieben oder systemgetrieben. Bei der ereignisgetriebenen periodischen Analyse wird die Suche nach Ausnahmesituationen nur dann durchgeführt, wenn sich aufgrund eines Ereignisses (Bestellung, Lagerbewegung, Auftrag) im Vergleich zur letzten Analyse eine Veränderung der Daten ergibt. Bei der systemgetriebenen periodischen Analyse wird der gesamte gewählte Datenbestand auf Ausnahmesituationen überprüft.
Gehen Sie wie folgt vor:
Um die Exception für eine periodische Analyse zu aktivieren, markieren Sie das Feld
Aktiv für periodische Analyse.
Wurde bereits eine periodische Analyse für die Exception angelegt, so ist dieses Feld im Änderungsmodus nicht änderbar. Soll die Exception nicht mehr aktiv für die periodischen Analysen sein, so müssen Sie zunächst die periodische Analyse zur Exception löschen.
Legen Sie die Konditionen für die Art der Informationsvermittlung fest, wenn eine Ausnahmesituation eintritt.
Wenn Sie eine Übergabe an Workflow wünschen, markieren Sie das Feld
Übergabe an Workflow
.
Hinweis
Weitere Informationen zur Nutzung von Workflow innerhalb des Frühwarnssystems finden Sie in der R/3 Bibliothek unter
Anwendungsübergreifende Themen: Querschnittsthemen -> Workflow-Szenarien der Anwendungen im Abschnitt Logistikinformationssystem: Workflow aus Exception im Frühwarnsystem anstoßen (LO-LIS)
.
Wenn Sie ein Mail versenden möchten, markieren Sie das Feld
Mail
versenden
und geben Sie den Namen des Empfängers im Feld darunter an.
Hinweis
Mit Hilfe der Funktion
Verarbeiten
können Sie aus dem Mail in die zugehörige Exceptionanalyse verzeigen und sich die Ausnahmesituationen anzeigen lassen. Es werden die in der periodischen Analyse angegebenen Selektionskriterien herangezogen (Analysewährung, Merkmalswerte).
Wenn Sie ein Fax versenden möchten, markieren Sie das Feld
Fax.
Geben Sie in den nachfolgenden Feldern das Landeskennzeichen und die Fax bzw. Telexnummer des Empfängers an. Wenn Sie ein bestimmtes Formular für die Seitengestaltung wünschen, geben Sie den Namen des Formulars im Feld
Formular
an.
Mit Hilfe des Customer-Exit EXIT_SAPLMCY2_002 (Erweiterung MCYA0002) können Sie zu Variablen in den Fax-Formularen Texte hinterlegen, die dann eingelesen werden können.
Sie können nicht nur einen Empfänger über eine Ausnahmesituation informieren, sondern mehrere Personen, die einer allgemeinen Verteilerliste angehören. In eine Verteilerliste können beispielsweise auch Faxnummern, Telexnummern, oder Internetadressen aufgenommen werden.
Um die Mitglieder einer Verteilerliste von einer Ausnahmesituation zu informieren, markieren Sie das Feld
Übergabe an Verteilerliste
und geben Sie im Feld
Verteilerliste Name
den Namen der Verteilerliste an.
Um die Liste der Mitglieder der Verteilerliste anzuzeigen, positionieren Sie den Cursor auf dem Namen der Verteilerliste im Feld
Verteilerliste Name
und wählen die Funktion
Auswählen
.
Wenn Sie wissen möchten, welche Verteilerlisten es gibt, geben Sie im Feld
Verteilerliste Name
‘
*
’ ein und drücken Enter . Sie erhalten ein Dialogfenster mit einer Liste aller vorhandenen allgemeinen Verteilerlisten.
Im Feld
Verwendung
wird angezeigt, ob die periodische Analyse systemgetrieben, ereignisgetrieben oder bisher noch nicht angelegt wurde. Bei der Neuanlage wird folglich immer als Verwendung "keine" angezeigt.
Sichern Sie die gemachten Eingaben mit