Zeitraumbezogene Mengenfortschreibung

Verwendung

Ergänzend zur Mengenfortschreibung der Gesamtmenge bietet Ihnen die zeitraumbezogene Mengenfortschreibung die Möglichkeit, für beliebig wählbare Zeiträume Abfallmengen zu erfassen.

Die gewählten Zeiträume dürfen sich hierbei nicht überlappen und dürfen die Gültigkeit des Entsorgungsnachweises nicht überschreiten.

Die zeitraumbezogene Mengenfortschreibung summiert die Mengen aus den Entsorgungspapieren, denen der Entsorgungsnachweis und Abfallschlüssel zugeordnet sind und deren Stichtag bezüglich Erzeugung, Beförderung oder Entsorgung in den angegebenen Zeitraum fällt.

Dabei überwacht das System, ob die ermittelte Menge die genehmigte Menge für den entsprechenden Zeitraum überschreitet. Im Customizing können Sie zwischen drei abgestuften Systemreaktionen wählen.

Voraussetzungen

Sie haben die zeitraumbezogene Mengenfortschreibung im Customizing des Abfallmanagements in derIMG-Aktivität Nachweisarten festlegen aktiviert.

Sie haben den Report EHSWAR_SETUP_APP_QTY_UPDATE ausgeführt, um die zeitraumbezogene Mengenfortschreibung zu initialisieren.

Sie müssen den Report EHSWAR_SETUP_APP_QTY_UPDATE auch ausführen, wenn Sie die zeitraumbezogene Mengenfortschreibung zu einem früheren Zeitpunkt bereits aktiviert hatten und nach einer zwischenzeitlichen Deaktivierung erneut aktivieren wollen.

Das Kennzeichen Keine Mengenprüfung am Entsorgungsnachweis ist nicht gesetzt.

Wenn Sie das gesetzte Kennzeichen Keine Mengenprüfung an einem zeitraumbezogenen Eintrag entfernen, dann wird dieser wieder relevant für die Prüfungen und Überwachung und die zeitraumbezogene Mengenfortschreibung. Da durch das gesetzte Kennzeichen keine zeitraumbezogene Mengenfortschreibung auf diesen Eintrag erfolgt ist und deshalb die Fortschreibung möglicherweise unvollständig ist, empfiehltSAPden Report EHSWAR_SETUP_APP_QTY_UPDATE auszuführen, um zwischenzeitlich entsorgte Abfallmengen zu erfassen.

Eine der folgenden Datumsangaben ist im System vorhanden, um den Stichtag für die zeitraumbezogene Mengenfortschreibung am Entsorgungspapier zu berechnen:

Übergabedatum des Abfallerzeugers

Übernahmedatum des Abfallbeförderers

Annahmedatum des Abfallentsorgers

Das System ermittelt den Stichtag am Entsorgungspapier aus diesen Datumsangaben in der genannten Reihenfolge.

Kann das System keine dieser Datumsangaben ermitteln, dann erfolgt auch bei mittlerer und großer Toleranz keine zeitraumbezogene Mengenfortschreibung. Die Fortschreibung der Gesamtmenge am Abfallschlüssel wird im Entsorgungsnachweis (unabhängig vom Stichtag) ordnungsgemäß durchgeführt.

Sofern Sie die geringe Toleranz bei der zeitraumbezogenen Mengenprüfung gewählt haben, wird in diesem Fall die Gesamtmenge nicht fortgeschrieben.

Funktionsumfang

Sie können beim Aktivieren der zeitraumbezogenen Mengenfortschreibung zwischen drei Toleranzstufen der zeitraumbezogenen Mengenprüfung wählen (geringe, mittlere oder große Toleranz). Bei allen drei Toleranzstufen sind die Prüfungen vergleichbar mit denen der Fortschreibung von Gesamtmengen; Unterschiede gibt es bei den jeweiligen Systemreaktionen:

Geringe Toleranz

Wird die zeitraumbezogene genehmigte Menge überschritten, kann das Entsorgungspapier nicht gesichert werden und es wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob noch eine ausreichende Gesamtmenge am Abfallschlüssel zur Verfügung steht.

Wird die zeitraumbezogene genehmigte Menge genau erreicht, so ist dies zulässig und das Entsorgungspapier kann erfolgreich gesichert werden.

Wenn Sie die zeitraumbezogene Mengenfortschreibung restriktiv überwachen möchten, dann empfiehltSAPdie Einstellung Geringe Toleranz bei der zeitraumbezogenen Mengenprüfung.

MittlereToleranz

Wird die zeitraumbezogene genehmigte Menge überschritten, dann wird eine Warnung ausgegeben und das Entsorgungspapier kann gesichert werden.

Wird die zeitraumbezogene Warnmenge genau erreicht oder überschritten, kann das Entsorgungspapier gesichert werden.

Große Toleranz

Wird die zeitraumbezogene genehmigte Menge überschritten, kann das Entsorgungspapier gesichert werden.

Wird die zeitraumbezogene Warnmenge genau erreicht oder überschritten, kann das Entsorgungspapier gesichert werden.

Sofern die zeitraumbezogenen Fortschreibung an der Nachweisart relevant für eine Überwachung ist, empfiehltSAPdie Einstellung Große Toleranz bei der zeitraumbezogenen Mengenprüfung nicht zu verwenden.

Unabhängig von der gewählten Toleranzstufe darf die für den Nachweis und Abfallschlüssel genehmigte Gesamtmenge in keinem Fall überschritten werden. Sobald die entsorgte Menge die genehmigte Gesamtmenge übersteigt, können keine Entsorgungspapiere mehr auf Basis dieses Entsorgungsnachweises mit diesem Abfallschlüssel erstellt werden.

Aktivitäten

Legen Sie am Entsorgungsnachweis über die Felder Gültig ab und Gültig bis die Zeiträume für die Mengenfortschreibung fest.

Je Entsorgungsnachweis und Abfallschlüssel können für mehrere Zeiträume Abfallmengen genehmigt und erfasst werden. Die Zeiträume dürfen sich hierbei weder überlappen noch die Gültigkeit des Entsorgungsnachweises überschreiten.

Geben Sie im Feld Zeitraum eine ergänzende Beschreibung für den Gültigkeitszeitraum an, der durch die Felder Gültig ab und Gültig bis festgelegt ist.

Dieses Feld wird bei Prüfungen nicht berücksichtigt und dient nur zu Dokumentationszwecken.

Geben Sie im Feld Genehm.Menge die für den gewählten Zeitraum genehmigte Abfallmenge an.

Die Summe der einzelnen genehmigten zeitraumbezogenen Mengen darf nicht die genehmigte Menge am Abfallschlüssel überschreiten.

Geben Sie im Feld Warnmenge die Abfallmenge an, die im Feld Entsorgte Menge für Zeitraum erreicht sein muss, damit das System eine Warnung ausgibt. Die Ausgabe einer Warnung bezüglich der Warnmenge ist abhängig von der eingestellten Toleranz im Customizing. Um sicher zu stellen, dass eine Warnmeldung ausgegeben wird, ist die geringe Toleranz zu wählen (siehe oben).

Setzen Sie das Kennzeichen Keine Mengenprüfung , wenn der zeitraumbezogene Eintrag nicht in die Mengenfortschreibung eingehen soll, sondern rein dokumentativen Charakter hat. Dazu werden einige Prüfungen deaktiviert, beispielsweise ist die Überlappung mit anderen Zeiträumen erlaubt, so dass Sie weitgehend frei bei der Eingabe sind.

Sie können das Kennzeichen auch für Altdaten aus einem früheren Release setzen, um Fehler im Dialog zu unterdrücken, bis die Einträge für die zeitraumbezogene Mengenfortschreibung angepasst wurden.