Modellvarianten zur Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld

Definition

Über die Modellvarianten zur Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld können Kombinationen von Systemeinstellungen für die Durchführung der Berechnung festgehalten werden.

Verwendung

Die Modellvarianten sind in der Tabelle T5D84 ( Modelle Zuschuß zum Mutterschaftsgeld ) zusammengefaßt. Die verschiedenen Modelle können Sie nutzen, um abhängig von der organisatorischen Zuordnung der Mitarbeiterin die Art der Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld zu definieren.

Die Modelle sind zeitpunktabhängig. Welches Modell für die Mitarbeiterin angewendet wird, hängt somit nicht nur von ihrer organisatorischen Zuordnung ab. Relevant ist ebenso der Beginn der Mutterschutzfrist. Das zu diesem Zeitpunkt gültige Modell gilt für die gesamte Schutzfrist.

Der Arbeitgeber kann alternativ folgende Berechnungsvarianten einsetzen:

  • Volle automatische Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld

Hierbei erfolgt im Monat der Zahlung des Zuschusses eine Rückrechnung auf die letzten drei vollen Monate vor Beginn der Mutterschutzfrist. Für jeden dieser Monate wird aus den Basisbezügen ein fiktives Nettoentgelt gebildet, dieses über die drei Monate kumuliert, durch die Anzahl der Sozialversicherungstage geteilt und der von der Krankenkasse gezahlte tägliche Betrag von 13 EUR abgezogen. (Bei der Berechnung mit Sozialversicherungstagen hat jeder Kalendermonat 30 Kalendertage.)

  • Manuelle Vorgabe eines Bruttobetrags für die Berechnungsgrundlage

Der Bruttobetrag für die Berechnungsgrundlage kann manuell im Monat des Beginns der Mutterschutzfrist für die gesamte Schutzfrist vorgegeben werden. Aus diesem Betrag wird dann eine fiktive Nettoberechnung durchgeführt, auf durchschnittliche Tagesbasis umgerechnet und um 13 EUR verringert.

  • Manuelle Vorgabe eines Nettobetrags für die Berechnungsgrundlage

Der Nettobetrag für die Berechnungsgrundlage kann manuell im Monat des Beginns der Mutterschutzfrist vorgegeben werden. In den folgenden Monaten ist dies nicht mehr notwendig. Dieser Betrag muß nur noch auf tägliche Basis umgerechnet und um 13 EUR verringert werden. Bei der Vorgabe des Nettobetrags ist nur noch die Anzahl der Anwesenheitstage variabel.

  • Manuelle Vorgabe des Zuschusses

Der manuell vorgegebene Zuschuß wird ausgezahlt. Die automatische Berechnung entfällt.

Struktur

Die Informationen zu jedem Modell sind in den folgenden zwei Datengruppen zusammengefaßt:

Berechnungsgrundlage maschineller Zuschuß Mutterschaftsgeld

Datenfeld

Bedeutung

Maschinelle Berechnung durchführen

Über dieses Kennzeichen wird gesteuert, ob im jeweiligen Modell eine automatische Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld erfolgen soll.

Berücksichtigung Gehaltsänderungen in der Zukunft

Über dieses Kennzeichen wird gesteuert, ob Gehaltsänderungen während der Schutzfrist bei der Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld berücksichtigt werden sollen. Ist das Feld markiert, muß in jedem Monat der Mutterschutzfrist eine Rückrechnung über die letzten drei Monate vor der Schutzfrist durchgeführt werden.

individuelle Steuerung Einmalzahlung

Bei der Berechnung der Grundlagen für das Mutterschaftsgeld wird in der Regel nur das laufende Entgelt berücksichtigt. Damit erfolgt keine Berücksichtigung von Einmalzahlungen im Sinne der Sozialversicherung. Möchten Sie andere Einmalzahlungen als die SV-Einmalzahlungen herausfiltern, müssen Sie das Kennzeichen setzen. Die SV-Einmalzahlung bleiben dann unberücksichtigt und die im Customizing von Ihnen angegebenen Einmalzahlungen werden herausgefiltert.

Durchführung Berechnung Zusatzversorgung

Die fiktive Nettoentgeltberechnung wurde bisher ohne Berücksichtigung der Zusatzversorgung durchgeführt. Über dieses Kennzeichen kann nun gewählt werden, ob das Nettoentgelt mit oder ohne Berücksichtigung der Zusatzversorgung berechnet werden soll.

Vorgabe Bruttobetrag Grundlagenberechnung

In dieses Feld können Sie die Lohnart eingeben, mit der Sie einen Bruttobetrag für die Grundlagenberechnung vorgeben möchten. Diese Vorgabe ist nur sinnvoll, wenn Sie ein Modell verwenden, bei dem Gehaltsveränderungen in der Zukunft beachtet werden.

In der SAP-Standardauslieferung ist die Lohnart OZMB dafür vorgesehen.

Verarbeitung Grundlagenbetrag

 

Vorgabe Nettobetrag Zuschußberechnung

In dieses Feld können Sie die Lohnart eingeben, mit der Sie einen Nettobetrag für die Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld vorgeben möchten.

In der SAP-Standardauslieferung ist die Lohnart OZMG dafür vorgesehen.

Speicherung Berechnungsgrundlage

In dieses Feld können Sie die Lohnart eintragen, in der die Berechnungsgrundlage gespeichert wird. Die Lohnart enthält dabei den Nettobetrag, die Anzahl der eingeflossenen Monate und die Anzahl der Kalendertage.

In der SAP-Standardauslieferung ist die Lohnart /OZM dafür vorgesehen.

Auszahlung maschineller Zuschuß Mutterschaftsgeld

Datenfeld

Bedeutung

Vorgabe manueller Zuschuß Mutterschaftsgeld

In dieses Feld können Sie die Lohnart eintragen, mit der Sie den Zuschuß zum Mutterschaftsgeld manuell vorgeben.

In der SAP-Standardauslieferung ist die Lohnart O450 dafür vorgesehen.

Ergebnis maschineller Zuschuß Mutterschaftsgeld

In dieses Feld können Sie die Lohnart eintragen, in der das Ergebnis der automatischen Berechnung des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld gespeichert wird.

Minimale Anzahl Kalendertage

In dieses Feld können Sie den Namen der Konstanten eintragen, in der die zur Berechnung des Zuschusses notwendige Mindestanzahl von Anwesenheitstagen enthalten ist.

In der SAP-Standardauslieferung ist die Konstante MSCHT dafür vorgesehen.

Mutterschaftsgeld der Krankenkasse

In dieses Feld können Sie den Namen der Konstanten eintragen, in der das von der Krankenkasse gezahlte Mutterschaftsgeld pro Kalendertag hinterlegt ist.

In der SAP-Standardauslieferung ist die Konstante MSCHG dafür vorgesehen.

Integration

Die Zuordnung der Modelle erfolgt über die Tabelle T5D87 ( Zuordnung Funktionsmodelle öffentlicher Dienst ).