BeschaffungsmengenberechnungDie Beschaffungsmengenberechnung läuft im Rahmen der Bedarfsplanung ab. Bei der Nettobedarfsrechnung hat das System die Unterdeckungsmengen zu den jeweiligen Bedarfsterminen ermittelt. Diese Unterdeckungsmengen müssen nun durch Zugangselemente gedeckt werden. Die Höhe der Zugänge legt das System während des Planungslaufs in der Beschaffungsmengenberechnung fest.
Sie haben im Customizing der Bedarfsplanung im Arbeitsschritt
Losgrößenverfahren überprüfen
die gewünschten Losgrößenverfahren festgelegt.
Sie haben dem Material im Materialstamm (Sicht
Disposition 1
) das gewünschte Losgrößenverfahren zugeordnet und ggf. zusätzliche Restriktionen angegeben:
Mindestlosgröße (Mindestbeschaffungsmenge pro Los)
Maximale Losgröße (Maximalbeschaffungsmenge pro Los)
Rundungswert (Wert, auf dessen Vielfaches aufgerundet wird)
Rundungsprofil (gestaffelte Rundungen)
Sie haben im Materialstamm oder in der Stückliste die Werte für die Ausschußberechnung eingetragen.
Das System gleicht die ermittelte Unterdeckungsmenge mit den Parametern des gewählten Losgrößenverfahrens ab und ermittelt so die Losgröße.
Falls Sie einen Ausschuß vorgegeben haben, berechnet das System die Ausschußmenge und verrechnet sie mit der Losgröße.
Falls Sie einen Rundungswert oder ein Rundungsprofil vorgegeben haben, rundet das System die Losgröße und berechnet so die Beschaffungsmenge .
Falls Sie einen Ausschuß vorgegeben haben, berechnet das System die Ausschußmenge erneut und verrechnet sie mit der Losgröße, um die Gutmenge zu ermitteln.
Das Ergebnis der Beschaffungsmengenberechnung ist die zu fertigende oder zu beschaffende Menge. Diese setzt sich zusammen aus der erwarteten Gutmenge und dem Ausschuß. Sie können sich die Beschaffungsmenge im Beschaffungsvorschlag anzeigen lassen und ändern. Die erwartete Gutmenge und den Ausschuß sehen Sie in der Dispositionsliste und der Bedarfs-/Bestandsliste.
Siehe auch:
Beispiele für Berechnung von Beschaffungsmengen und Gutmengen