Customizing-Einstellungen für die Direktfertigung

Verwendung

Über den Sonderbeschaffungsschlüssel können Sie ein werksübergreifendes Auftragsnetz mit Produktion im anderen Werk realisieren.

Integration

Sie pflegen die Sonderbeschaffungsschlüssel im Customizing der Bedarfsplanung im Arbeitsschritt Sonderbeschaffungsart festlegen (siehe auch Beschaffungsart und Sonderbeschaffungsart ).

Funktionsumfang

Im Customizing ist standardmäßig ein Sonderbeschaffungsschlüssel für Direktfertigung angelegt. Der Sonderbeschaffungsschlüssel enthält dabei die Beschaffungsart E für Eigenfertigung, und das Feld Direktfertigung ist markiert.

Sie können einen weiteren Sonderbeschaffungsschlüssel anlegen, in dem Sie zusätzlich zu den Direktfertigungseinstellungen die Sonderbeschaffungsart P für Produktion im anderen Werk einstellen sowie das Produktionswerk angeben. Die Einstellungen schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern wirken additiv. So erreichen Sie, daß ein werksübergreifendes Auftragsnetz entsteht.

Beispiel Beispiel

Ein Material soll immer im anderen Werk (Werk 0002) produziert werden und als Stücklistenkomponente gleichzeitig direktgefertigt werden.

Bei der Planung passiert folgendes: Das System generiert bei einem Bedarf im Werk 0001 für das Material einen Direktfertigungsplanauftrag. Im Werk 0002 wird die Stückliste aufgelöst und der Sekundärbedarf ermittelt. Wenn der übergeordnete Planauftrag in einen Fertigungsauftrag umgesetzt wird, wird automatisch auch der Direktfertigungsplanauftrag zum Material im Werk 0001 in einen Fertigungsauftrag umgesetzt. Der Sekundärbedarf im Werk 0002 wird in eine abhängige Reservierung umgewandelt, und die Produktion der Komponenten im Werk 0002 wird angestoßen.

Wenn das Material gleichzeitig, z.B. als Ersatzteil, ab Lager an die Kunden verkauft wird, wird das Material ebenfalls im Werk 0002 produziert. Die Einstellung Direktfertigung hat in diesem Fall keine Gültigkeit, da das Material ein Enderzeugnis ist und keine Stücklistenkomponente.

Ende des Beispiels.