Beispielszenario: Strategie 50

Ablauf

Der Ablauf für Strategie 50 ähnelt sehr der Strategie 52. Daher verweist dieses Beispielszenario auf Beispielszenario: Strategie 52 und basiert auf einem Produktionsplan, in dem 100 Stück für die Bedarfstermine <BedTerm1>, <BedTerm2> und <BedTerm3> geplant sind.

Phase 1: Programmplanung

  1. Diese Phase entspricht der vergleichbaren Phase für Strategie 52, d.h. für den Produktionsplan werden Planprimärbedarfe angelegt und das System findet die Bedarfsart VSE . Siehe Tabelle der Planungsstrategiezuordnungen .

  2. Die Bedarfe werden an die Materialbedarfsplanung übergeben. Die Bedarfs-/Bestandsliste ( Anfang des Navigationspfads Logistik Navigationsschritt Produktion Navigationsschritt Bedarfsplanung Navigationsschritt Auswertungen Navigationsschritt Bedarfs/Best.liste Ende des Navigationspfads ) enthält folgende Informationen:

Datum

Dispoelement

Daten zum Dispoelem.

Zugang/Bedarf

Verfügbare Menge

<Heute>

W-BEST

   

0

<Heute>

Anfang des Navigationspfads  Vorplanung ohne Endmontage Ende des Navigationspfads

   

<BedTerm1>

VP-BED

VSE

100 -

100 -

<BedTerm2>

VP-BED

VSE

100 -

200 -

<BedTerm3>

VP-BED

VSE

100 -

300 -

Phase 2: Beschaffung vor Verkauf

Diese Phase entspricht ebenfalls der vergleichbaren Phase für Strategie 52, d.h. für das Enderzeugnis werden nicht umsetzungsfähige Planaufträge angelegt. Die Beschaffung für die Komponenten findet statt.

Phase 3: Kundenauftrag und Zuordnung

  1. Für das übergeordnete Material wird ein Kundenauftrag angelegt.

Im Unterschied zu Strategie 52 findet das System die Bedarfsart KSVS , da die Strategiegruppe auf 50 gesetzt wurde.

Siehe Tabelle der Planungsstrategiezuordnungen .

  1. Wie bei Strategie 52 ist der Ablauf wie folgt:

Eine zuvor geplante Menge (wie z.B. 100 Stück für jede Einteilung in diesem Beispiel) kann bestätigt werden (wählen Sie Anfang des Navigationspfads Bearbeiten Navigationsschritt Verfügbarkeit prüfen Ende des Navigationspfads im Kundenauftragsmenü). Beachten Sie den Kopftext Zuordnung von Planprimärbedarfen. Dies bedeutet, daß die Verfügbarkeitsprüfung nicht nach der ATP-Logik durchgeführt wird, sondern auf Planprimärbedarfen basiert.

Das System findet den Einteilungstyp CP und den Positionstyp TAN , da die Positionstypengruppe auf NORM gesetzt wurde.

  1. Nach der Erfassung des Kundenauftrags enthält die Bedarfs-/Bestandsliste für das übergeordnete Material folgende Informationen:

Datum

Dispoelement

Daten zum Dispoelem.

Zugang/Bedarf

Verfügbare Menge

<Heute>

W-BEST

   

0

<Heute>

KDBEST

000333/0010

 

0

<Heute>

K-AUFT

000333/0010/001

90 -

90 -

<Heute>

Anfang des Navigationspfads  Vorplanung ohne Endmontage Ende des Navigationspfads

   

<BedTerm1>

PL-AUF

1234/PB

100

100

<BedTerm1>

VP-BED

VSE

10 -

90

<BedTerm2>

PL-AUF

1235/PB

100

190

<BedTerm2>

VP-BED

VSE

100 -

90

<BedTerm3>

PL-AUF

1236/PB

100

190

<BedTerm3>

VP-BED

VSE

100 -

90

Der einzige Unterschied zwischen dieser Bedarfs-/Bestandsliste und der Liste an der gleichen Stelle in Strategie 52 besteht in der Kundeneinzelbestandszeile, die die verschiedenen Kundenauftragsbestände trennt.

Phase 4: Beschaffung nach Verkauf

  1. Diese Phase ähnelt der Strategie 52. Die Bedarfs-/Bestandsliste für das übergeordnete Material enthält folgende Informationen:

  2. Datum

    Dispoelement

    Daten zum Dispoelem.

    Zugang/Bedarf

    Verfügbare Menge

    <Heute>

    W-BEST

       

    0

    <Heute>

    KDBEST

    000333/0010

     

    0

    <Heute>

    K-AUFT

    000333/0010/001

    90 -

    0

    <H+WBZ>

    PL-AUF

    1237/KD

    90

    0

    <Heute>

    Anfang des Navigationspfads  Vorplanung ohne Endmontage Ende des Navigationspfads

       

    <BedTerm1>

    PL-AUF

    1234/PB

    10

    10

    <BedTerm1>

    VP-BED

    VSE

    10 -

    0

    <BedTerm2>

    PL-AUF

    1235/PB

    100

    100

    <BedTerm2>

    VP-BED

    VSE

    100 -

    0

    <BedTerm3>

    PL-AUF

    1236/PB

    100

    100

    <BedTerm3>

    VP-BED

    VSE

    100 -

    0

    Der Unterschied zwischen dieser Strategie und der Strategie 52 besteht darin, daß das System einen Planauftrag mit der Auftragsart KD (Kundeneinzelfertigung) anstelle von LA anlegt.

  3. Der Wareneingang aus der Fertigung führt zu einem Kundeneinzelbestand. Anschließend sieht die Bedarfs-/Bestandsliste wie folgt aus (beachten Sie den Bestand in der Zeile KDBEST):

  4. Datum

    Dispoelement

    Daten zum Dispoelem.

    Zugang/Bedarf

    Verfügbare Menge

    <Heute>

    W-BEST

       

    0

    <Heute>

    KDBEST

    000333/0010

     

    90

    <Heute>

    K-AUFT

    000333/0010/001

    90 -

    90 -

    <Heute>

    Anfang des Navigationspfads  Vorplanung ohne Endmontage Ende des Navigationspfads

       

    <BedTerm1>

    PL-AUF

    1234/PB

    10

    10

    <BedTerm1>

    VP-BED

    VSE

    10 -

    0

    <BedTerm2>

    PL-AUF

    1235/PB

    100

    100

    <BedTerm2>

    VP-BED

    VSE

    100 -

    0

    <BedTerm3>

    PL-AUF

    1236/PB

    100

    100

    <BedTerm3>

    VP-BED

    VSE

    100 -

    0

  5. Wenn Sie das Kennzeichen Einzel/Sammel auf 2 festgelegt haben, gibt es keine Unterschiede auf Komponentenebene.

Phase 5: Warenausgang für Lieferung und Abbau von Planprimärbedarfen

Diese Phase entspricht ebenfalls der vergleichbaren Phase für Strategie 52, d.h., die Planprimärbedarfe werden physisch abgebaut.