Belegbasistabelle (BBT) Die Beleg-Basistabelle (BBT) dient zur Speicherung von Daten aus externen Systemen, die für die Erstellung von Belegen erforderlich sind. Sie enthält normalerweise Transaktionsdaten aus Kassensystemen sowie Abgabezählerstände und Pegelstände.
Um die Systemleistung zu erhöhen und das Datenvolumen zu vermindern, können die Daten in der BBT in verdichteter Form gehalten werden. Die in der BBT gehaltenen Daten können von Folgeprozessen wie Fakturierung, Abrechnung mit Clearingstellen und Bestandskorrektur genutzt werden.

Das Ausmaß der Verdichtung hängt von den in der BBT enthaltenen Feldern ab.
Beispiel
Bei der Übertragung von Zählerständen werden Umsatzdaten geliefert, die an einem bestimmten Tag und zu einer bestimmten Uhrzeit erfasst wurden. Wenn die Felder für Zählerstand, Tag und Zeit in der BBT enthalten sind, findet keine Verdichtung statt. Wenn das Feld für die Zeit jedoch nicht BBT enthalten ist, werden die Ablesungen für den Tag verdichtet.
Die BBT kann durch zusätzliche Felder für Daten aus weiteren Quellentabellenfeldern ergänzt werden. Dadurch erhält man größere Flexibilität bei Folgeprozessen.
Im Schritt Vorverdichtung führt das System eine Prüfung auf zusätzliche Verdichtungsparameter durch, die im zugeordneten Verdichtungsschema definiert sind.

Für pächtereigene Produkte (beispielsweise Süßigkeiten oder Zeitungen) sind weniger Daten erforderlich als für Kraftstoffe. Daher ist es nicht nötig, einen neuen Eintrag in der BBT anzulegen, wenn eine Preisänderung vom Kassensystem übermittelt wurde. Statt dessen können Sie ein Business-Add-In verwenden um anzugeben, daß der Durchschnittspreis für pächtereigene Waren für Folgeprozesse genutzt wird.
Außerdem ist es möglich, vorverdichtete Daten vor der Übergabe an die BBT zu manipulieren.

Wenn nach einer Zahlungskarten-Transaktion ein Storno für diese Transaktion empfangen wurde, bevor ein Folgeprozess die ursprünglichen Daten nutzt, schreibt das System normalerweise einen Null-Datensatz in die BBT und macht diesen Satz für Folgeprozesse verfügbar. Um die Verbuchung von Null-Datensätzen zu vermeiden (z.B. innerhalb der Fakturierung von Tankstellenpartnern) können Sie eine Methode zum Löschen von Einträgen mit einer Menge und einem Nettowert von Null definieren.
Eine Abarbeitungsstrategie ermöglicht dem Löschprogramm das Erkennen von Daten, die nicht mehr für die Belegerstellung erforderlich sind.
Hinweis
Sobald in der BBT gehaltene Daten in einem Beleg verwendet wurden, stellt das System Oil & Gas eine Verknüpfung zwischen dem Beleg und der Datenquelle (d.h. der entsprechenden Detail-Transaktionsdatei, der Zählerstands-Historientabelle oder der Pegelstands-Historientabelle) her. Die Verknüpfung wird in einer eigenen Tabelle, der Beleg-Transaktions-Verknüpfungstabelle (BTVT) gespeichert.
Im Customizing für die
Branchenlösung
Oil & Gas (Downstream)
führen Sie die folgenden Schritte durch:
Sie definieren Folgeprozesse, indem Sie
Sie definieren Abarbeitungsstrategien und verknüpfen diese mit Folgeprozessen, indem Sie
Sie ordnen Prozessen Abarbeitungsstrategien zu, indem Sie
Sie definieren Verdichtungsschemata. Wählen Sie hierzu .
Sie ordnen Verdichtungsschemata zu Abarbeitungsstrategien zu. Wählen Sie hierzu .
Sie definieren zusätzliche Verdichtungsparameter. Wählen Sie hierzu
Sie definieren die Manipulation der verdichteten Daten vor dem Schreiben in die BBT. Wählen Sie hierzu
Zum Entfernen verarbeiteter Daten aus der BBT führen Sie den Report ROIR_DELETE_DBT aus. Damit werden alle Daten gelöscht, die gemäß der dem Prozess zugewiesenen Abarbeitungsstrategie nicht mehr benötigt werden.