Steuerung der Erlösrealisierung nach IFRS /US‑GAAP Den Prozess der Erlösrealisierung nach IFRS (International Financial Reporting Standards) bzw. US-GAAP (US General Accepted Accounting Principles) können Sie in unterschiedlicher Weise steuern.
Aktivierung der FASB-Lösung
Für ausgewählte Buchungskreise können Sie spezielle Prozesse steuern, beispielsweise die FASB-Lösung aktivieren. Mit diesen Funktionen setzen Sie die Anforderung FASB52 (Financial Accounting Standards Board Statement 52) in der Erlösrealisierung um, beispielsweise folgende:
Sie verwenden einen festen Wechselkurs im Verlauf der gesamten Abgrenzungsperiode bezüglich der Buchungen auf den Abgrenzungskonten (Bilanzkonten).
Die Kursgewinne oder Kursverluste wirken sich nur auf dem Gewinn- und Verlustkonto aus.
Wenn in einem Unternehmen erlösrealisierungsrelevante Prozesse in Fremdwährung auftreten, sollten Sie diese Funktion auf jeden Fall aktivieren. Weitere Informationen finden Sie in dem SAP -Hinweis 891585
FASB52 (SD) Übergabe Kursdatum an FI
.
Hinweis
Bevor Sie die Funktionen für die Anforderung FASB52 mit diesem Kennzeichen aktivieren konnten, hat folgende Fehlernachricht diese Funktionen aktiviert: Nachrichtenklasse VA, Nachricht 314. Sobald Sie Ihre Einstellungen in der IMG -Aktivität gesichert haben, steuert das System die Aktivierung und Deaktivierung ausschließlich nach den Einstellungen dieser IMG -Aktivität. Weitere Informationen finden Sie im SAP -Hinweis 786266 sowie in der Systemdokumentation des Kennzeichens
FASB-Lösung aktivieren.
Aktivierung des Vertriebsbeleg-Updates
Mit Einstellungen für den Vertriebsbeleg-Update können Sie festlegen, wann und wie die Vertriebsbelege aktualisiert werden sollen, die für die Erlösrealisierung relevant sind. Folgende Aktivierungsarten sind auswählbar:
Aktualisierung der Vertriebsbelege sofort bei der Entstehung der Kosten (z.B. beim Warenausgang)
Vormerken der Vertriebsbelege, die aktualisiert werden sollen und
zeitversetzte
Aktualisierung mit der Transaktion
Vertriebsbelege aktualisieren
(VF42)
Hinweis
Bevor Sie die Aktualisierung des Vertriebsbelegs über dieses Kennzeichen steuern konnten, hat folgende Fehlernachricht die Aktualisierung gesteuert: Nachrichtenklasse VA, Nachricht 313.
Standardmäßig ist diese Fehlernachricht als Warnung eingestellt. Eine Aktualisierung der Vertriebsbelege, die für die Erlösrealisierung relevant sind, erfolgt in der Transaktion
Vertriebsbelege aktualisieren
(VF42).
Wenn die Nachricht in Ihrem Unternehmen als Fehlermeldung gekennzeichnet wurde, dann hat das System in dem entsprechenden Prozessschritt den Vertriebsbeleg sofort aktualisiert, z. B. bei der Fakturierung. Dieses Vorgehen kann die Performance gegebenenfalls negativ beeinflussen.
Weitere Informationen finden Sie im SAP -Hinweis 780993 sowie in der Systemdokumentation des Kennzeichens
Update des Vertriebsbelegs aktivieren.
In der Regel werden die Kosten in der Anwendung
Vertrieb
(SD) über den
Verrechnungspreis
(Konditionsart VPRS) abgebildet und unter Verwendung der Faktura in die Anwendung Ergebnis- und Marktsegmentrechnung (Anwendungskomponente CO-PA) gebucht.
Wenn die Konditionsart VPRS als rückstellungsrelevant gekennzeichnet ist, erfolgt zusätzlich eine Rückstellungsauflösung in der Finanzbuchhaltung und damit eine Buchung auf ein Kostenkonto.
Abhängig davon, ob die Kosten zum Fakturierungszeitpunkt feststehen, ermittelt das System den Verrechnungspreis folgendermaßen:
Wenn die Kosten zum Fakturierungszeitpunkt genau feststehen, trägt die Konditionsart VPRS den korrekt ermittelbaren Verrechnungspreis. In diesem Fall ist die Aktualisierung des Verrechnungspreises (VPRS-Update-Funktion) nicht notwendig.
Wenn die Kosten nicht zum Fakturierungszeitpunkt feststehen, müssen Sie den Verrechnungspreis zu einem späteren Zeitpunkt korrigieren .
Beispielsweise kann es vorkommen, dass zum Fakturierungszeitpunkt noch nicht alle Lieferantenrechnungen vorliegen oder die Fakturierung vor dem Warenausgang erfolgt. In diesem Fall holt sich die Faktura den Verrechnungspreis aus dem Verkaufsbeleg bzw. aus dem Bewertungssegment des Materialstammsatzes.
Wenn nach der Fakturierung nochmals Preise geändert werden, erfolgt die Warenausgangsbuchung mit dem neuen Preis. Somit stimmen die Kosten in der Faktura nicht mit den gebuchten Istkosten des Warenausgangs überein. Handelt es sich hierbei noch um einen rückstellungsrelevanten Prozess, kommt es nicht nur im CO-PA zu falschen Kosten, sondern auch zu einer Differenz auf dem entsprechenden Rückstellungskonto in der Finanzbuchhaltung.
Um zu gewährleisten, dass während eines laufenden Prozesses annähernd die korrekten Kosten und am Ende eines Prozesses die korrekten Kosten im Rechnungswesen gebucht und auf die entsprechenden Fakturen verteilt werden, müssen Sie den Verrechnungspreis mit Hilfe der VPRS-Update-Funktion aktualisieren .
Weitere Informationen finden Sie unter Aktualisierung des Verrechnungspreises .