Einsatz von Fragebögen und Checklisten Sie können für verschiedene Aufgaben Fragebögen oder Checklisten erstellen und diese Arbeitsbereichen zuordnen. Wenn Sie eine dieser Aufgaben – z.B. eine
Begehung
– durchführen, können Sie die von Ihnen vorbereitete Checkliste abarbeiten und Ihre Notizen speichern. Sollten Sie Vorort keinen Zugang zu einem SAP-System haben, können Sie das benötigte Dokument ausdrucken, von Hand ausfüllen und danach wieder in das System einlesen.
Wenn Sie eine
Gefährdungsbeurteilungdurchführen, können Sie ebenfalls auf Fragebögen (Checklisten) zurückgreifen. In diesem Fall werten Sie die Fragebögen
jedoch nur aus. Die Bögen müssen zuvor in derArbeitsbereichsverwaltung
beantwortet und abgeschlossen worden sein.
Die nötigen Systemeinstellungen wurden im Customizing derArbeitsmedizin
sowie im Customizing desArbeitsschutzes
vorgenommen. Weitere Informationen finden Sie im Customizing desArbeitsschutzes
unterFragebogen einstellen
undNummernkreis für Fragebögen festlegen
.
Gemäß der im SAP-System verwendeten Terminologie und um Ihnen das Lesen zu erleichtern, wird im folgenden nur noch von
Fragebögen
die Rede sein. Verstehen Sie diese Bezeichnung jedoch als Oberbegriff für alle Formen von Checklisten.
Sie können Fragebögen nur in der Anwendung verwenden, in der Sie erstellt wurden. Daher können Fragebögen, die Sie imArbeitsschutz
erstellt haben, nur imArbeitsschutz
verwenden. Sie erreichen die Grundfunktionen desFragebogens
über das Umfeldmenü derArbeitsbereichsverwaltung
.
Ermitteln Sie, für welche Zwecke Sie Fragebögen benötigen und legen Sie fest, wie die Bögen aufgebaut sein sollen.
Hinweis
Beachten Sie, daß Sie die nachfolgend beschriebenen Prozeßschritte in jedem Fall bearbeiten müssen, wenn Sie in der
Gefährdungsbeurteilung
die
Analysemethode
Fragebogen
nutzen wollen.
Die Erstellung funktioniert nach dem Baukastenprinzip: Sie legen zunächst die verschiedenen Bausteine an, die Ihr Fragebogen enthalten soll. Dazu zählen Texte, Überschriften, Fragen etc. Aus diesen Bausteinen stellen Sie dann Ihren Fragebogen zusammen. Sie können einmal angelegte Bausteine in immer neuen Fragebögen wiederverwenden. Im einzelnen sind folgende Schritte nötig:
Sie bauen die thematische Struktur auf, in die Sie die Bausteine einsortieren. Sie legen dazu einen oder mehrere
Fragenkataloge
an. Sie können z.B. einen Fragenkatalog
Arbeitsschutz
anlegen.
Wenn Sie die Katalogstruktur angelegt haben, legen Sie die Bausteine an. Die Bausteine werden im SAP-System als Katalogeinträge bezeichnet. Falls erforderlich können Sie die Katalogeinträge in die in Ihrem SAP-System installierten Sprachen übersetzen. Auch hier gilt: Sie erstellen die Übersetzung nur ein Mal und können das Element danach in beliebig vielen Fragebögen verwenden.
Nachdem Sie Fragenkataloge und Katalogeinträge angelegt haben, legen Sie den allgemeinen Fragebogen an . Das allgemeine Layout ist durch die Formatdefinition des SAP-Systems und über die Einstellungen im Customizing vorgegeben. Als Anwender müssen Sie nur die verschiedenen Bausteine (Katalogeinträge) einfügen und den Fragebogen einem Themengebiet zuordnen. Diese Zuordnung erleichtert Ihnen das spätere Auffinden des Fragebogens, ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Als Ergebnis erhalten Sie einen allgemeinen Fragebogen. Dieser Fragebogen ist noch keinem Arbeitsbereich zugeordnet und daher noch nicht beantwortbar.
Sie ordnen den allgemeinen Fragebogen einemArbeitsbereich zu . Dadurch wird ein spezifischer Fragebogen generiert, den Sie beantworten können. Sie können den allgemeinen Fragebogen beliebig vielen Arbeitsbereichen zuordnen.
Sie können die Inhalte mehrerer allgemeiner Fragebögen in einem einzelnen (spezifischen) Fragebogen zusammenfassen. Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn ein Mitarbeiter mehrere Fragebögen mit teilweise identischen Fragen ausfüllen soll. Damit der Mitarbeiter seine Anworten in einem Arbeitsgang abgeben kann und alle Fragen nur ein Mal beantworten muß, erzeugen Sie einen abgemischten spezifischen Fragebogen. Durch das Abmischen werden Fragenwiederholungen automatisch beseitigt.
Sie beantworten den spezifischen Fragebogen. Wenn Sie fertig sind, schließen Sie den Fragebogen ab. Dadurch wird das Dokument für Änderungen gesperrt. Vor dem Abschließen prüft das System, ob fehlerhafte Antworten vorhanden sind und gibt Ihnen die Möglichkeit, die Fehler zu korrigieren. Diese Prüffunktion können Sie auch manuell starten.
Wenn eine zweite Person den gleichen Fragebogen beantworten will, ordnen Sie den allgemeinen Fragebogen erneut zu und erzeugen einen zweiten spezifischen Fragebogen.
Sie können die zu einem Arbeitsbereich beantworteten und abgeschlossenen Fragebögen über das Informationssystem auswerten.
Daneben können Sie die spezifischen Fragebögen im Rahmen einer
Gefährdungsbeurteilung
auswerten. Als Ergebnis Ihrer Auswertung vergeben Sie eine Einstufung, z.B. Maßnahme erforderlich.
Achtung
Die spezifischen Fragebögen müssen den Status
abgeschlossen
besitzen.
Hinweis
In der Hilfe zur Anwendung der
Arbeitsmedizin
finden Sie unter
Fragenkatalo
g
und
Fragebogen
die ausführliche Dokumentation der verschieden Fragebogenfunktionen. Die dort beschriebenen Funktionen können Sie auch im Kontext des
Arbeitsschutzes
nutzen.