Konditionskontraktbezogene Abrechnung
Bei dieser Variante liegt eine Umsatztabelle zugrunde, die aus allen möglichen Belegen und Belegkombinationen gefüllt werden kann. Die Abrechnung kann auf der Basis von Einzelnachweisen (z.B. SD-Fakturen, Lieferungen, Fakturen, POS-Daten) erfolgen oder sie basiert auf einer Umsatztabelle, die aus jeder verfügbaren Datenquelle, z.B. Logistikinformationssystem (LIS), BW, kundeneigener Report oder Datenquelle des Lieferanten, gefüllt werden kann. Es kann sich dabei um eine interne Datenquelle (beispielsweise interne Tabellen, LIS oder BI-Content) oder eine externe Datenquelle, wie beispielsweise eine Excel-Datei oder ein Kundenreport von Ihrem Geschäftspartner, handeln, den Sie in Ihr System hochladen. Diese Tabelle kann aggregierte Geschäftsdaten enthalten oder zumindest die Geschäftszahlen für einzelne Belege und Positionen. Diese Abrechnungsmethode, die während des Implementierungsprojekts definiert werden muss, erlaubt Ihnen eine größere Flexibilität, um Ihre Berechnungsbasis zu bestimmen.
Der Vorteil dieser Abrechnungsform besteht in der hohen Performance bei Massendaten, die kumulativ abgerechnet werden und für die auch jeweils nur eine Vergütungsanforderung (bei der es sich im Prinzip um eine Regulierungseinzelanforderung handelt) pro Lieferant/Kunde erzeugt wird. Zudem können alle gewünschten Belegarten zur Abrechnung herangezogen werden, wenn sie in die Umsatztabelle Eingang finden.

Vergütungsprozess (Allgemein)
Am Anfang eines Vergütungsprozesses kann der Lieferant Ihnen eine Preisvereinbarung übermitteln, die sich auf bestimmte Produkte/Warengruppen bezieht. Sie erhalten die Preisvereinbarung beispielsweise über B2B SOA Enterprise-Services zum TradePriceSpecificationContract (TPSC)
. Daneben kann die Preisvereinbarung in Ihrem Backend-System auch manuell als Konditionskontrakt angelegt werden.
Der Konditionskontrakt enthält Informationen über verschiedene Bonusarten, deren Gültigkeitszeiträume und anspruchsberechtigte Geschäftspartner.
Im Customizing definieren Sie Ihre Umsatztabelle, die als die Berechnungsgrundlage verwendet werden soll, nach der Konditionen unter Berücksichtigung des Konditionskontrakts berechnet werden.
Die Tabelle kann durch beliebige Datenquellen (beispielsweise interne Tabellen oder BI-Content) gefüllt werden oder es können externe Datenquellen, wie beispielsweise Excel-Dateien von Ihrem Geschäftspartner, hochgeladen werden. Diese Tabelle kann aggregierte Geschäftsdaten enthalten oder zumindest die Geschäftszahlen für einzelne Belege und Positionen. Diese Abrechnungsmethode, die während des Implementierungsprojekts definiert werden muss, erlaubt Ihnen eine größere Flexibilität, um Ihre Berechnungsbasis zu bestimmen. Sie können zudem festlegen, ob Sie eine Teil- oder Endabrechnung möchten.
Nachdem die Umsatztabelle geladen wurde und gültige Konditionskontrakte für die Abrechnung verfügbar sind, kann ein Abrechnungsprogramm gestartet werden, um aktuelle Boni zu berechnen. Zur Preisberechnung werden die Konditionen des Konditionskontrakts herangezogen und im Kalkulationsschema des Abrechnungsbelegs, eine sogenannte Vergütungsanforderung, berücksichtigt.
Die aus dem Abrechnungsreport erzeugten Vergütungsanforderungen berechnen über die Preisfindung auf der Basis des jeweiligen Konditionkontrakts die Höhe des Bonus. Im Prinzip handelt es sich bei Vergütungsanforderungen um Regulierungseinzelanforderungen, die in der Komponente für das Agenturgeschäft definiert und verwendet werden. Alle Funktionen um Zusammenhang mit der Regulierungseinzelanforderung stehen zur Verfügung, wie beispielsweise die Buchung von Rückstellungen für jeden Beleg.
In der Regel werden Vergütungsanforderungen mit einer Buchungssperre erzeugt. Das bedeutet, dass sie zunächst als Container dienen und in einem Sammelbeleg zusammengefasst werden können. In diesem Fall erfolgt die Buchung in die Finanzbuchhaltung aus der erzeugten Sammel-Vergütungsanforderung.
Sie können mit Hilfe der Nachrichtensteuerung die Vergütungsanforderungen an Lieferanten zur Überprüfung senden (beispielsweise durch B2B SOA Enterprise Services für CustomerInvoices
).
Sie erhalten die Rechnung beispielsweise über B2B SOA Enterprise-Services für SupplierInvoices
.
Als Ergebnis dieses Vergütungsprozesses haben Sie eine Vergütungsanforderung bestimmt, basierend auf der von Ihnen definierten Umsatztabelle unter Berücksichtigung eines bestimmten Konditionskontrakts. Die Vergütungsanforderung kann ausschließlich in die Finanzbuchhaltung gebucht werden oder in einer Sammel-Vergütungsanforderung zusammengefasst werden.
Ein Einzelhändler vereinbart mit seinem Lieferanten eine Rabattstaffel auf der Basis seiner Verkaufserlöse. Die Konditionen legt er in einem Konditionskontrakt fest. Als Umsatzbasis sollen die POS-Daten des Einzelhändlers herangezogen werden. Es werden zweiwöchentliche Abrechnungen zu diesem Lieferanten vorgesehen und es wird dabei genau ein Rückvergütungsbeleg zum Lieferanten erzeugt.
Am Anfang eines Vergütungsprozesses kann Ihnen der Lieferant eine Preisvereinbarung übermitteln, die sich auf Abverkäufe bestimmter Produkte/Warengruppen bezieht. Sie erhalten die Preisvereinbarung beispielsweise über B2B SOA Enterprise-Services zum TradePriceSpecificationContract (TPSC)
. Daneben kann die Preisvereinbarung in Ihrem Backend-System auch manuell angelegt werden. Bei Erreichung eines bestimmten Verkaufsvolumens, gemessen an Kassenabverkäufen (POS-Daten), werden vom Lieferanten Rabatte gewährt, die ihm als Rückvergütungen zweiwöchentlich in Rechnung gestellt werden dürfen. Diese Daten werden in Ihrem System als Konditionskontrakt abgelegt.
Der Abverkauf der relevanten Produkte wird in Ihr SAP NetWeaver BW fortgeschrieben und periodisch, z.B. zweiwöchentlich, verdichtet.
Im Customizing definieren Sie die Umsatztabelle, in die die verdichteten Abverkaufsumsätze bzw. POS-Daten geschrieben werden und der Abrechnung zur Verfügung gestellt werden können. Diese Daten werden in eine neue Umsatztabelle im SAP ERP geschrieben und stehen somit im SAP ERP der Abrechnung zur Verfügung.
Im Customizing der Kontraktart hinterlegen Sie die Abrechnungsart, die für diesen Lieferanten gelten soll, z.B. Teil- oder Endabrechnung.
Sie starten den Abrechnungsreport zweiwöchentlich und rechnen den Konditionskontrakt ab.
Zur Preisberechnung werden die Konditionen des Konditionskontrakts herangezogen und im Kalkulationsschema des Abrechnungsbelegs berücksichtigt.
Die aus dem Abrechnungsreport erzeugten Rückvergütungsbelege berechnen über die Preisfindung auf der Basis des jeweiligen Konditionkontrakts die Höhe der Rückvergütungsansprüche. Falls gewünscht, können die erwarteten Rückvergütungen des Lieferanten als Rückstellungen gebucht werden.
In der Regel werden Rückvergütungsanforderungen mit einer Buchungssperre erzeugt. Daher dienen sie zunächst als Container für Forderungen an den Lieferanten. Sie können Forderungen in eine neue Rückvergütungsanforderung zusammenführen. In diesem Fall erfolgt die Buchung in die Finanzbuchhaltung aus der erzeugten Sammel-Rückvergütungsanforderung. Die Freigabe an die Buchhaltung kann dann abhängig von der Antwort des Lieferanten erfolgen. Akzeptiert er die Rückvergütungsanforderung wird der Beleg freigegeben. .
Sie können mit Hilfe der Nachrichtensteuerung die Vergütungsanforderungen an Lieferanten zur Überprüfung senden (beispielsweise durch B2B SOA Enterprise Services für CustomerInvoices
).
Sie erhalten die Rechnung beispielsweise über B2B SOA Enterprise-Services für SupplierInvoices
.
Ergebnis
Als Ergebnis dieses Rückvergütungsprozesses haben Sie aufgrund ihrer verdichteten POS-Daten (Abverkäufe) einen Rückvergütungsanspruch zu Ihrem Lieferanten ermittelt. Mit dem Rechnungsbeleg erfolgte die Buchung der Forderungen in die Finanzbuchhaltung. Der Einzelnachweis zu den einzelnen Abverkäufen ist nur dann möglich, wenn im SAP NetWeaver BW ebenfalls belegbezogen fortgeschrieben und erst später verdichtet wurde.