Systemübergreifende Umlagerung (buchungskreisintern)

Einsatzmöglichkeiten

Die Einsatzmöglichkeiten zur systemübergreifenden Umlagerung (buchungskreisintern) werden im Folgenden dargestellt.

Voraussetzungen

  • Die dem Prozess zugrunde liegende Systemtopologie (SAP APO, ERP) und die hierbei zu involvierenden Organisationseinheiten (Buchungskreise, Profit Center) haben für den Endanwender keinen Einfluss auf den Prozessablauf und das Handling.

  • Die Prozesse sind so konzipiert, dass ein Einsatz weitgehend auch ohne gemeinsame Planungsinstanz (SAP APO) realisiert werden kann.

  • Es wird davon ausgegangen, dass sich Legacy-Systeme in Bezug auf die Kommunikation mit beteiligten SAP-Komponenten wie ERP-Systeme verhalten.

  • Für die Einführung des Prozesses sind folgende Systemvoraussetzungen notwendig:

    • SAP R/3 Enterprise Core

    • PlugIn 2001.2 (APO Core Interface)

    • APO Rel. 3.0A

  • Die Anzahl der Prozessvarianten ergibt sich aus der Kombination der Systemlandschaft mit den Organisationseinheiten:

    • innerhalb eines Buchungskreises

    • Profit-Center-übergreifend

    • mit gemeinsamem SAP APO oder ohne gemeinsamen SAP APO

Ablauf

Folgende Prozesse werden generell von SAP unterstützt:

  1. Systemübergreifende Umlagerung (buchungskreisintern) innerhalb eines ERP-Systems mit gemeinsamen SAP APO

  2. Systemübergreifende Umlagerung (buchungskreisintern) zwischen zwei ERP-Systemen und gemeinsamem SAP APO

    Dieses Szenario ist mit der neuen Funktionalität der ungeprüften Lieferung realisiert.

  3. Systemübergreifende Umlagerung (buchungskreisintern) mit ungeprüfter Lieferung zwischen zwei ERP-Systemen ohne SAP APO

  4. Systemübergreifende Umlagerung (buchungskreisintern) ohne ungeprüfte Lieferung zwischen zwei ERP-Systemen ohne SAP APO

    Eine Umlagerungsbestellung zwischen zweiERP-Sytemen kann auch ohne den Einsatz der ungeprüften Lieferung über Bestellung und Kundenauftrag abgebildet werden. Die Synchronisation zwischen der Bestellung und dem Kundenauftrag ist nur über IDocs möglich. Die abgebende Stelle kann nicht per IDoc beim Besteller eine Buchung in den Transitbestand durchführen. Dies muss manuell erfolgen. Es handelt sich hier um das Standard-ALE-Szenario Umlagerung .

Auswirkungen auf SAP-Business-Objekte

Synchronisation von Dispositionselementen in SAP APO:

  • Die SAP APO-Umlagerung erzeugt im ERP-System eine Bestellanforderung (Banf), die in SAP APO ein Zugangselement für das bestellende Werk und ein Abgangselement für das Lieferwerk generiert.

  • Bei Überführung der Banf in eine Bestellung werden die durch die Banf generierten Dispoelemente abgebaut und von der Bestellung übernommen.

  • Die Bestellung erzeugt im System des liefernden Werks eine ungeprüfte Lieferung. Die durch die Bestellung erzeugte Reservierung im Lieferwerk wird abgebaut und von der ungeprüften Lieferung übernommen.

  • Bei Überführen der ungeprüften Lieferung in eine geprüfte Lieferung wird der Bedarf der ungeprüften Lieferung im Lieferwerk abgebaut und von der geprüften Lieferung übernommen.

  • Die Buchung des Warenausgangs im Lieferwerk baut den Bestand ab. Die Bestandsveränderung wird an SAP APO übertragen. Gleichzeitig wird der Lieferbedarf abgebaut.

  • Die WE-Buchung in den Transitbestand des bestellenden Werkes führt zum Abbau des Zugangselements im Bestellwerk. Die Bestandsveränderung wird an SAP APO übertragen und erhöht im bestellenden Werk den Bestand.

  • Die Umbuchung des Transitbestands in den physischen, frei verwendbaren Bestand führt auch in SAP APO nur zu einer Umbuchung der Bestandsarten. Der Transitbestand wird abgebaut, während der frei verwendbare Bestand erhöht wird.

  • Wenn eine Banf im ERP-System manuell angelegt wird, kann in SAP APO eine ATP-Prüfung durchgeführt werden. Hierzu wird in SAP APO ein temporärer Bedarf erzeugt. Das Lieferwerk und die bestätigte Menge werden in die Banf übernommen. Beim Sichern wird in SAP APO der temporäre Bedarf abgebaut und durch den Bedarf der Banf übernommen.