Flexible Funktionen

Verwendung

Flexible Funktionenerweitern die Möglichkeiten der Mengenermittlung wesentlich, indem sie Auswertungsläufe über interne Tabellen ermöglichen. Interne Tabellen können z.B. Vorgänge eines Arbeitsplanes, Komponenten einer Stückliste oder Kalkulationspositionen enthalten. So werden die Datenzugriffe detaillierter, es können z.B. mehrere Stücklistenkomponenten eines Fertigungsauftrages oder mehrere Materialkomponenten eines Netzplanvorganges ausgewertet werden.

Mit flexiblen Funktionen können außerdem Ergebnisse nach Prüfung bestimmter, benutzerdefinierter Bedingungen weiterverarbeitet werden.

Flexible Funktionen bestehen aus folgenden Komponenten:

  • Tabelle , die ausgewertet wird ( festgelegt in flexibler Funktion ).

  • Bedingung: Pro Eintrag der internen Tabelle prüft das System, ob eine vom Benutzer definierte Bedingung erfüllt ist.

  • Formel: Falls die Bedingung erfüllt ist, wertet das System (pro Eintrag in der internen Tabelle) eine vom Benutzer definierte Formel aus. Dabei greift es auf die gerade gefundenen Daten des Eintrags zu. Das Ergebnis einer Formel ist ein numerischer Wert.

  • Verarbeitung: Sämtliche Formelergebnisse eines Auswertungslaufes werden dann verarbeitet. Sie können z.B. summiert werden, oder es wird ein Durchschnitt gebildet ( festgelegt in flexibler Funktion ). Die Art der Verarbeitung ist an der Bezeichnung der flexiblen Funktion zu erkennen: Summe ... - Addition, Multi ... - Multiplikation, Durchschnitt ... - Durchschnittsbildung.

    Hinweis Hinweis

    Falls Sie keine Bedingung definieren, wird die Formel für alle Einträge der internen Tabelle ausgewertet.

    Ende des Hinweises

Aktivitäten

Flexible Funktionen definieren Sie im Editor des Templates. Dazu wählen Sie über den Funktionsbaum eine Funktion mit Tabellenzuordnung aus und geben dann Bedingung und Formel ein.

Weitere Informationen finden Sie unter Flexible Funktionen definieren .

Beispiel

Eine flexible Funktion ( SummeUeberStueliKomponenten ) wertet eine Stückliste aus. Pro Komponente der Stückliste wird geprüft, ob sie die Bedingung "Positionstyp = Lagermaterial" erfüllt (Bedingung vom Benutzer eingegeben). Ist die Bedingung erfüllt, werden die Werte pro Komponente ermittelt, und zwar mittels einer vom Benutzer eingegebenen Formel. Die Einzelwerte werden dann addiert (festgelegt in flexibler Funktion).