Allokationszyklus

Definition

Fasst die Regeln und Einstellungen zusammen, um eine Allokation (Verrechnung) durchführen zu können.

Ein Allokationszyklus setzt sich aus Kopfdaten und einem oder mehreren Allokationssegmenten zusammen, die gemeinsam verarbeitet werden.

Verwendung

Die Kopfdaten des Allokationszyklus enthalten Daten, die für alle Allokationssegmente eines Zyklus gültig sind. Innerhalb eines Zyklus können Sie mehrere Allokationssegmente definieren. In einem Allokationssegment legen Sie die Regeln fest, nach der eine Verrechnung durchgeführt werden soll.

Sie können die gesamten Verrechnungsvorgänge der Allokation in einem Zyklus durchzuführen oder mehrere Zyklen anlegen, die dann nacheinander vom System in der Reihenfolge der Eingabe abgearbeitet werden. Das System stellt sicher, dass erst wenn ein Zyklus vollständig abgearbeitet wurde, der nächste Zyklus ausgeführt wird.

Die Aufteilung in mehrere Zyklen ist aus folgenden Gründen empfehlenswert:

Performance

Die Systemlaufzeit erhöht sich erheblich je mehr Allokationssegmente Sie in einer Allokation verarbeiten und wenn Sie die Werteintervalle zu groß definiert haben.

Verrechnungstechnische Gründe

Wenn Sie nachträgliche Änderungen vornehmen möchten, müssen Sie nicht die gesamten Verrechnungsvorgänge wiederholen, sondern nur die betroffenen Zyklen.

Die Verwendung von mehreren Zyklen ermöglicht es, dass die Verrechnung zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen kann.

Zyklen werden zeitbezogen gesichert. Für jeden Zyklus müssen Sie einen Gültigkeitszeitraum in den Kopfdaten angeben. Der ausgewählte Zyklus muss im Buchungszeitraum gültig sein. Es ist z.B. nicht möglich, mit einem Zyklus, der ausschließlich für das erste Halbjahr eines Geschäftsjahres definiert wurde, im zweiten Halbjahr eine Verrechnung durchzuführen.

Abhängige Allokationszyklen

Sie können aufeinander aufbauende Verrechnungszyklen anlegen. Wenn ein Zyklus das Ergebnis einer Verrechnung eines vorangegangen Zyklus verwendet, sind die Zyklen voneinander abhängig. Bei abhängigen Zyklen müssen Sie daher die richtige Reihenfolge der Ausführung einhalten.

Stellen Sie daher vor der Ausführung Folgendes sicher:

Wenn Sie in den Einstiegsbildern mehrere Zyklen ( Sammelstart) angegeben haben, führt das System die Zyklen nacheinander in der Reihenfolge der Eingabe aus. Die Verrechnungsergebnisse eines Zyklus werden intern an den nachfolgenden Zyklus übergeben. Iterative Beziehungen zwischen den Zyklen werden nicht berücksichtigt.

Wenn Sie abhängige Zyklen getrennt voneinander starten ( Einzelstart), erfolgt zwar der Datenaustausch über die Datenbank, aber die Endergebnisse entsprechen denen des Sammelstarts.

Abhängige Allokationssegmente

Die Reihenfolge der Allokationssegmente innerhalb eines Zyklus hat keine Auswirkungen auf das Ergebnis der Zyklusausführung. Es wird zwischen folgenden Ausführungsarten unterscheiden:

Mit Iterativ-Kennzeichen

Wenn Sie einen Allokationszyklus iterativ verarbeiten, werden die Ergebnisse eines Allokationssegments von den anderen Allokationssegmenten berücksichtigt und weiterverarbeitet. Die Allokationssegmente werden solange weiterverarbeitet, bis alle Sender vollständig entlastet sind.

Ohne Iterativ-Kennzeichen

Wenn Sie einen Allokationszyklus nicht iterativ verarbeiten, wird jedes Allokationssegment des Zyklus unabhängig von den anderen Allokationssegmenten verarbeitet. Dabei werden die Ergebnisse eines Allokationssegments von den darauffolgenden Allokationssegmenten nicht berücksichtigt.

Mit Kumuliert-Kennzeichen

Wenn Sie ein Allokationszyklus kumuliert verabeiten, werden Schwankungen der Empfängerbezugsbasen oder der zu verrechnenden Senderbeträge ausgeglichen. Dadurch ist eine verursachungsgerechte Zuordnung der verrechneten Mengen und Beträge möglich. Die kumulierte Verrechnung glättet die Verrechnung über die Perioden.

Weitere Informationen finden Sie unter

Allokationszyklus iterativ verarbeiten

Allokationszyklus kumuliert verarbeiten