Abbildung über zusätzliche Konten
Sie können eine parallele Rechnungslegung in Ihrem SAP-System abbilden, indem Sie zusätzliche Konten anlegen. Damit führen Sie verschiedene Kontenbereiche:
einen gemeinsamen Kontenbereich, auf den die Buchungen erfolgen, die nach beiden Rechnungslegungsvorschriften gleich sind
für jede Rechnungslegungsvorschrift jeweils einen Bereich mit spezifischen Konten. Jeder Geschäftsvorfall, der je nach Rechnungslegungsvorschrift zu einer anderen Buchung führt, wird auf den entsprechenden spezifischen Kontenbereich gebucht.
Wenn Sie einen Abschluss nach einer Rechnungslegungsvorschrift erstellen, dann werden dafür die gemeinsamen Konten und die spezifischen Konten für diese Rechnungslegungsvorschrift ausgewertet.

Kontenbereiche bei Abbildung einer parallelen Rechnungslegung über zusätzliche Konten
Empfehlung
Alle Methoden für parallele Bewertungen des SAP-Systems (Wertberichtigungen, Ergebnisermittlung etc.) unterstützen die Abbildung einer parallelen Rechnungslegung über zusätzliche Konten.
Das Lösungsszenario bietet sich insbesondere dann an, wenn die Anzahl der Bewertungsunterschiede in Ihren Rechnungslegungsvorschriften begrenzt ist und eine größere Anzahl von Sachkonten für Sie akzeptabel ist.
Bei der Einführung dieses Lösungsszenario sollten Sie Folgendes beachten:
systematische Vergabe der Kontonummern
Bevor Sie die Sachkonten für die spezifischen Kontenbereiche anlegen, sollten Sie ein Konzept für die Nummernvergabe aufstellen.
Ergebnisvortragskonten und Saldovortrag
Sie können für jede Rechnungslegungsvorschrift ein eigenes Ergebnisvortragskonto führen. Damit können beim Jahreswechsel die Salden der Erfolgskonten aus den spezifischen Kontenbereichen auf jeweils ein zugewiesenes Ergebnisvortragskonto vorgetragen werden. Sie müssen den Saldovortrag nur einmal durchführen.
Stellen Sie beim Anlegen der Sachkonten für die spezifischen Kontenbereiche sicher, dass Sie für jeden Kontenbereich einen eigenen Erfolgskontentyp zuordnen. Anschließend ordnen Sie jedem Erfolgskontentyp ein eigenes Ergebnisvortragskonto zu.
Bilanz-/GuV-Strukturen
Sie können für jede Rechnungslegungsvorschrift eine eigene Bilanz-/GuV-Struktur anlegen. Damit können Sie beim Erstellen einer Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) für jede Rechnungslegungsvorschrift einen eigenen Aufbau wählen.
Vollbuchungen versus Differenzbuchungen
Sie können parallele Buchungen in die spezifischen Kontenbereiche entweder als Vollbuchungen in beide Bereiche oder als Differenzbuchungen durchführen:
in der Anlagenbuchhaltung (FI-AA) werden Differenzbuchungen und Vollbuchungen unterstützt
alle anderen Anwendungskomponenten (FI, CO, CFM) unterstützen nur Vollbuchungen
das Material-Ledger unterstützt nur Differenzbuchungen
Reporting
Für Ihr Reporting stehen Ihnen bei diesem Lösungsszenario folgende Werkzeuge zur Verfügung:
zur Erstellung einer Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung können Sie den Report Bilanz und GuV (RFBILA00) verwenden
Legen Sie bebuchbare Konten im Buchungskreis an. Wählen Sie dazu vom Bild SAP Easy Access
aus
Zentral
Im Kontenplan
Im Buchungskreis