Normierung negativer Bezugsbasen Negative Bezugsbasen können auftreten, wenn die Bezugsbasen nicht als feste Größen oder Prozentsätze vorgegeben sind, sondern aus der Datenbank gewonnen werden. Dies ist z.B. bei einer Verteilung nach statistischen Kennzahlen der Fall.
Die Normierung negativer Bezugsbasen ist nur von Bedeutung bei unterschiedlichen Vorzeichen der Empfängerbezugsbasen.
Hat ein Teil der Empfänger positive und ein Teil der Empfänger negative Bezugsbasen, so sind zwei Fälle zu unterscheiden:
Wenn die Summe aller Empfängerbezugsbasen größer Null ist, so werden ohne Normierung neben dem Sender auch die Empfänger mit negativen Bezugsbasen entlastet. Die Empfänger mit positiven Bezugsbasen werden dadurch stärker belastet.
Wenn die Summe aller Empfängerbezugsbasen kleiner Null ist, so werden ohne Normierung neben dem Sender auch die Empfänger mit positiven Bezugsbasen entlastet. Die Empfänger mit negativen Bezugsbasen werden dadurch stärker belastet.
In einer iterativen Verarbeitung kann dies dazu führen, dass die Iteration nicht konvergiert und abbricht oder abwegige Ergebnisse liefert.
Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen für die Normierung negativer Bezugsbasen zur Verfügung (die Nummerierung bezieht sich auf die Tabelle, s.u.):
1. Keine Normierung
Es wird mit negativen Empfängerbezugsbasen gerechnet.
2. Standardnormierung
Die Normierung hängt von der Summe der Empfängerbezugsbasen ab:
Wenn die Summe der Empfängerbezugsbasen positiv oder Null ist, so wird die betragsmäßig größte negative Bezugsbasis auf Null gesetzt. Die anderen Bezugsbasen werden entsprechend erhöht. Damit sind alle Empfängerbezugsbasen positiv.
Wenn die Summe der Empfängerbezugsbasen negativ ist, so wird die größte positive Bezugsbasis auf Null gesetzt. Die anderen Bezugsbasen werden entsprechend erniedrigt. Damit sind alle Empfängerbezugsbasen negativ.
3. Absoluter Wert (negative Werte werden positiv)
Bei negativen Empfängerbezugsbasen wird das Vorzeichen umgekehrt. Damit sind alle Empfängerbezugsbasen positiv.
4. Negative Bezugsbasen werden Null
Negative Bezugsbasen werden auf Null gesetzt. Auf diese Empfänger wird daher nichts verrechnet.
5. Kleinste negative Bezugsbasis wird Null
Die betragsmäßig größte negative Bezugsbasis wird auf Null gesetzt. Alle anderen Bezugsbasen werden entsprechend erhöht. Damit sind alle Empfängerbezugsbasen positiv. Empfänger, die vor der Normierung die Bezugsbasis Null hatten, erhalten eine positive Bezugsbasis.
6. Kleinste negative Bezugsbasis wird Null, aber Null bleibt Null
Die betragsmäßig größte negative Bezugsbasis wird auf Null gesetzt. Alle anderen Bezugsbasen werden entsprechend erhöht. Empfänger, die vor der Normierung die Bezugsbasis Null hatten, behalten die Bezugsbasis Null.
Beispiel
Beispiel zur Normierung negativer Bezugsbasen
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
Bezugsbasis Empfänger: 1 |
-100 |
0 |
100 |
0 |
0 |
0 |
Bezugsbasis Empfänger: 2 |
200 |
300 |
200 |
200 |
300 |
300 |
Bezugsbasis Empfänger: 3 |
-50 |
50 |
50 |
0 |
50 |
50 |
Bezugsbasis Empfänger: 4 |
0 |
100 |
0 |
0 |
100 |
0 |
Summe der Bezugsbasen |
+ 50 |
Hinweis
Das Normieren negativer Bezugsbasen können Sie nur für einzelne Allokationssegmente, nicht für den gesamten Zyklus einstellen.