Fortschreibung paralleler Wertansätze durch die Produktkostenrechnung

 

Die Produktkostenrechnung unterstützt parallele Wertansätze, indem sie neben den Standardpreisen in der legalen Bewertungssicht auch Standardpreise in der Konzern- und Profitcenter-Bewertungssicht kalkuliert.

Mit Hilfe der Konzernkalkulation können Sie die Konzernherstellkosten in einem Konzern ermitteln.

Von Konzernunternehmen bezogenes Material wird beim empfangenden Unternehmen bisher wie Materialaufwand ausgewiesen, obwohl sich darin sowohl Einzel- und Gemeinkosten, wie auch Gewinne des liefernden Unternehmens befinden. Bei einer mehrstufigen Produktion werden bei diesem Verfahren immer mehr Kosten zu Materialkosten. Sie können Anteile der Wertschöpfung und Zwischengewinne getrennt ausgewiesen werden.

Aus Profitcenter-Bewertungssicht bedeutet die Verwendung von Transferpreisen bei innerbetrieblichen Lieferungen, dass aus der Sicht des empfangenden Profitcenters die Herstellkosten des liefernden Profitcenters durch den Transferpreis in Profit-Center-Bewertungssicht ersetzt werden.

Der Aufbau einer Konzernkalkulation bedeutet, dass jeweils die Herstellkostenschichtung (inkl. der Gewinnanteile) aller an der Produktion beteiligten Stufen addiert werden, wobei die Kostenschichtung der Vorstufen erhalten bleiben. Zusätzlich wird die Schichtung nach liefernden Buchungskreisen und Profitcentern differenziert dargestellt. Auch der Gewinnaufschlag der liefernden Buchungskreise und Profitcenter wird ausgewiesen.

Die sich hieraus ergebenden Informationen bilden die Grundlage zur Ermittlung der Konzernherstellkosten (ohne Zwischengewinne), wie auch der Herstellkosten aus Profitcenter-Bewertungssicht unter Berücksichtigung der entsprechenden Transferpreise.

Weitergehende Informationen zur Nutzung paralleler Wertansätze in der Materialkalkulation finden Sie unter Konzernkalkulation und parallele Wertansätze.