Stornieren von Arbeitszeitblattdaten Ein Anwender kann einen bereits erfassten und gesicherten Datensatz im Arbeitszeitblatt stornieren, indem er den Zelleninhalt (Stunde, Maßeinheit, Betrag) sowie ggf. Beginn- und Endeuhrzeit und das Ganztageskennzeichen löscht bzw. auf 0 ändert. Auf der Datenbanktabelle des Arbeitszeitblattes ( CATSDB ) müssen folgende Felder initial sein, wenn ein Datensatz als storniert gelten soll:
CATSHOURS (Stunden)
CATSQUANTITY (Anzahl (Maßeinheit))
CATSAMOUNT (Betrag)
BEGUZ (Beginnuhrzeit)
ENDUZ (Endeuhrzeit)
ALLDF (ganztägig).
Wird ein Datensatz des Arbeitszeitblattes storniert, führt dies in den betroffenen Tabellen zu folgenden Abläufen:
Der ursprüngliche Datensatz erhält den
Bearbeitungsstatus
50 (
Nach Genehmigung geändert
) oder 60 (
Storniert
). Welchen dieser Status das System vergibt, hängt davon ab, ob der Datensatz genehmigt werden muss. Wenn die Genehmigung nötig ist, erhält er den Status 50 und erst nach dem Genehmigen den Status 60. Muss der Datensatz nicht genehmigt werden, erhält er gleich den Status 60.
Das System legt für den stornierten Datensatz einen neuen Datensatz an. Dieser ist durch einen
Referenzzähler
mit dem ursprünglichen Datensatz verknüpft. Der
Referenzzähler
des neuen (stornierten) Datensatzes entspricht dem
Zähler
des ursprünglichen Datensatzes. Abhängig von Ihren Customizing-Einstellungen muss dieser neue Datensatz nun evtl. wieder freigegeben bzw. genehmigt werden.
Hinweis
Das gleiche Prinzip trifft auch auf Datensätze zu, deren Zelleninhalt (Stundenanzahl, Maßeinheit, Betrag) nach der Genehmigung auf eine beliebige Zahl ungleich Null abgeändert wird.
Für einen Datensatz der Tabelle CATSDB mit dem Bearbeitungsstatus 60 (
Storniert
) erzeugt das System in den
Schnittstellentabellen
einen nahezu identischen Datensatz mit
Stornokennzeichen
(STOKZ). Der neue Datensatz hat in den Schnittstellentabellen die gleiche Stundenanzahl und die gleiche
Belegnummer
wie der ursprüngliche Datensatz sowie zusätzlich ein
Stornokennzeichen
.
Den Zusammenhang zwischen dem ursprünglichen sowie dem Stornosatz stellt das System über die
Belegnummer
her. Diese ist in den Schnittstellentabellen der
Personalwirtschaft
(PTEX2000, PTEX2010) unter dem Feld AWKEY gespeichert. In den übrigen Schnittstellentabellen finden Sie sie unter dem Feld BELNR.
Stornieren Sie einen Datensatz, bevor dieser in die Zielkomponenten übergeleitet wurde, leitet das System weder den ursprünglichen noch den Stornosatz über. Im Falle der Schnittstellentabellen der
Personalwirtschaft
verbleiben beide Sätze in den Schnittstellentabellen. Für die anderen Zielkomponenten gilt, dass das System den ursprünglichen sowie den Stornosatz aus der Schnittstellentabelle löscht.
Stornieren Sie einen Datensatz, nachdem dieser bereits in die Zielkomponenten übergeleitet wurde, leitet das System auch den Stornosatz, also den Datensatz mit Stornokennzeichen, über.
Wenn ein Datensatz vor der Überleitung in die Zielkomponenten storniert wird, leitet das System weder den ursprünglichen noch den Stornosatz in die Zielkomponenten über.
Findet das Stornieren nach der Überleitung statt, werden die Stornosätze in den Zielkomponenten wie folgt verbucht:
Controlling
Den Stornosatz verbucht das System als Negativsatz. Wenn der ursprüngliche Datensatz also z.B. eine Stundenanzahl von 8 hat, so verbucht das System den Stornosatz mit einer Stundenanzahl von -8.
Personalwirtschaft
Durch das
Stornokennzeichen
erkennt das System, dass sich der ursprüngliche sowie der neue Datensatz gegenseitig aufheben. Es löscht daher den ursprünglichen Datensatz aus dem jeweiligen Infotypen (PA2001, PA2002, PA2010).
Instandhaltung/Kundenservice (PM/CS) sowie Projektsystem (PS)
Das System erzeugt einen Stornobeleg in der entsprechenden Zielkomponente.
Wenn Sie stornierte Daten in das PM/CS bzw. PS überleiten, so kann dies zu einer erhöhten Systemlast führen. Lesen Sie hierzu die Dokumentation der Überleitungsreports RCATSTPM bzw. RCATSTPS.
Materialwirtschaft
Sie können in einem Arbeitszeitblatt, das Sie bereits in ein Leistungserfassungsblatt übergeleitet haben, nachträglich eine Zeit- oder Mengenangabe ändern und mit den neuen Daten vom System sofort ein neues Leistungserfassungsblatt erstellen lassen.
Sobald Sie das veränderte Arbeitszeitblatt ebenfalls in Externe Leistungen überleiten, erzeugt das System
ein Leistungserfassungsblatt mit den neuen Daten
ein Leistungserfassungsblatt, in dem die ursprünglichen Daten zurückgenommen werden und in dem das Retourekennzeichen markiert ist. Voraussetzung ist, dass Sie das entsprechende Aktivierungskennzeichen für die Retoure im Customizing markiert haben.