FunktionsdokumentationSperren und Entsperren von Geschäftspartnern

 

Wenn ein Geschäftspartner und die zugehörigen Anwendungsobjekte das Ende der Verweildauer erreicht haben, sperrt das System den Geschäftspartner zunächst für die Dauer des Sperrzeitraums. An den Sperrzeitraum schließt sich zunächst die Archivierung und dann, nach Ende des gesetzlichen Aufbewahrungszeitraums, die Vernichtung der Daten an.

Für das Sperren der Geschäftspartnerdaten steht Ihnen das Programm zum Sperren von Geschäftspartnern (Technischer Name: BUPA_PREPARE_EOP) zur Verfügung: Das Programm sperrt die Geschäftspartner, deren Geschäftsende erreicht und deren Verweildauer abgelaufen ist, und bereitet sie zur Archivierung vor. Das Programm greift dazu mit Hilfe des Funktionsbausteins ISM_BUPA_EOP_CHECK auf die Datensätze in der Tabelle Verweilende pro Geschäftspartner und Anwendungsobjekt (Technischer Name JYTDPP_SORT) zu.

Voraussetzungen

Die Ermittlung des Geschäftsendes und des Verweildauerendes über alle Partner und Anwendungen hinweg kann sehr laufzeitintensiv sein. Daher ist die Berechnung für die Anwendungsobjekte im IS-M in ein eigenes Framework ausgelagert. Planen Sie dazu das Programm Verweildauer pro Geschäftspartner bestimmen (Technischer Name: RJGDPP_EOP_DETERMINE) vor dem Lauf des Sperrprogramms ein.

Informationen finden Sie unter Ermittlung des Geschäftsendes und der Verweildauer.

Für die Prüfung auf das Geschäftsende registriert die Anwendung ISM den Funktionsbaustein ISM_BUPA_EOP_CHECK, der die Prüfung durchführt. Der Funktionsbaustein muss im Customizing unter Anfang des Navigationspfads Anwendungsübergreifende Komponenten Navigationsschritt Datenschutz Navigationsschritt Sperren und Entsperren von Daten Navigationsschritt Geschäftspartner Navigationsschritt Für Prüfung der Zweckerfüllung registrierte Anwendungs-FB definieren Ende des Navigationspfads registriert sein.

Funktionsumfang

Das Programm zum Sperren von Geschäftspartnern (Technischer Name:BUPA_PREPARE_EOP) bereitet die nachfolgende Archivierung beziehungsweise Datenvernichtung vor. Das Programm greift dabei auf die im Programm Verweildauer pro Geschäftspartner bestimmen (Technischer Name: RJGDPP_EOP_DETERMINE) ermittelten Status des Geschäftszwecks und den Beginn der Aufbewahrungsfrist zurück:

  • Status des Geschäftszwecks – mögliche Werte:

    • 1 – Kein Geschäft mit dem GP

    • 2 – Laufendes Geschäft mit dem GP

    • 3 – Geschäft mit GP abgeschlossen, und Ende der Verweilfrist erreicht

  • Beginn der Aufbewahrungsfrist:

    Datum, ab welchem die gesetzlich vorgeschriebene Frist zur Aufbewahrung der Geschäftspartnerdaten läuft

Wenn alle Geschäftspartner-Anwendungen für einen Geschäftspartner den Status 1 oder 3 zurückmelden, sperrt das Programm diesen Geschäftspartner für den Zugriff durch Dialoganwender und Geschäftsprozesse.

Für gesperrte Geschäftspartner schränken Sie mit Berechtigungsgruppen den Zugriff auf deren Stamm- und Bewegungsdaten ein. Dazu legen Sie eine Berechtigungsgruppe an, für die nur bestimmte Benutzer eine Berechtigung erhalten. Hinterlegen Sie die Berechtigungsgruppe im Customizing der Branchenkomponenten Medienunternehmen unter Anfang des Navigationspfads Berechtigungen Navigationsschritt Berechtigungsgruppen hinterlegen Ende des Navigationspfads.

Beim Sperren trägt das System die hinterlegte Berechtigungsgruppe für den Geschäftspartner ein. Wenn Sie einen Geschäftspartner wieder entsperren, entfernt das System die Buchungssperre. Darüber hinaus führt IS-M keine weitere Aktionen aus.

Diese Sperrinformation speichert das System im erweiterten Datenmanagement der SAP-Geschäftspartner-Anwendung in der Tabelle BUTSORT sowie in den entsprechenden Tabellen des SAP Geschäftspartners und des IS-M.

Nach Ablauf des Sperrzeitraums schließt sich im nächsten Schritt die Archivierung und schließlich die Vernichtung der Geschäftspartnerdaten an, siehe Archivierung und Vernichtung von Geschäftspartnerdaten.