Zyklus In einem Zy klus werden mehrere Segmente zusammengefaßt.

Sie können zu einem Zyklus maximal 999 Segmente anlegen.
Grundsätzlich können Sie einen Zyklus für den gesamten Kostenrechnungskreis definieren.
Aus Performance- und Verrechnungsgesichtspunkten können jedoch auch mehrere Zyklen gebildet werden, die nacheinander in der Reihenfolge ihrer Eingabe abgearbeitet werden. Dabei wird sichergestellt, daß ein Zyklus abgearbeitet ist, bevor der nächste Zyklus ausgeführt wird.
Die Aufteilung in Zyklen kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein:
Teilbereiche des Unternehmens können durch Aufteilung in Zyklen getrennt, auch zeitlich getrennt, verrechnet werden. Im Fehler- und Änderungsfall müssen nicht alle Zyklen wiederholt zu werden.

Sie haben die Verrechnung in vier Zyklen gegliedert. Im dritten Zyklus tritt ein Fehler auf. Sie korrigieren diesen und wiederholen die Verrechnung für diesen Zyklus. Der vierte Zyklus muß nur wiederholt werden, wenn die Ergebnisse des dritten für ihn Voraussetzung sind.
Das Verfahren bietet Vorteile bei Unternehmen mit einer Vielzahl von Kostenstellen bzw. Geschäftsprozessen, bei denen die Verarbeitung in einem Zyklus zu zeitaufwendig ist. Die Unterteilung in mehrere Zyklen ermöglicht es, daß die Verrechnungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen können.
Es können aufeinander aufbauende Verrechnungszyklen abgebildet werden. So können beispielsweise die Hilfskostenstellen bzw. -geschäftsprozesse in einem ersten, die Endkostenstellen bzw. -geschäftsprozesse in einem folgenden Zyklus verarbeitet werden.
Zyklen sind voneinander abhängig, wenn ein Zyklus das Ergebnis einer Verrechnung eines vorangegangenen Zyklus verwendet. Bei abhängigen Zyklen müssen Sie daher die richtige Reihenfolge der Ausführung einhalten.
Dabei ist folgendes zu beachten:
Wenn in den Einstiegsbildern mehrere Zyklen angegeben (Sammelstart) werden, führt das SAP-System die Zyklen nacheinander in der Reihenfolge der Eingabe aus. Die Verrechnungsergebnisse eines Zyklus werden intern an den nachfolgenden Zyklus übergeben. Die Aktualisierungszeit der Datenbank ist unerheblich. Iterative Beziehungen zwischen den Zyklen werden nicht berücksichtigt.
Wenn abhängige Zyklen getrennt voneinander gestartet (Einzelstart) werden, erfolgt zwar der Datenaustausch über die Datenbank, aber die Endergebnisse entsprechen denen des Sammelstarts.
Die Reihenfolge der Segmente innerhalb eines Zyklus hat keine Auswirkungen auf das Ergebnis der Zyklusausführung.
Es wird zwischen zwei Ausführungsarten unterschieden:
Ausführung ohne Iterativ-Kennzeichen: Jedes Segment wird einzeln verarbeitet. Abhängige oder zyklische Segmentbeziehungen werden nicht berücksichtigt.
Ausführung mit Iterativ-Kennzeichen: Die Verrechnung erfolgt iterativ zwischen den Segmenten, bis alle Sender entlastet sind oder die vereinbarte prozentuale Restwertbildung erreicht ist. Abhängige und zyklische Segmentbeziehungen werden berücksichtigt.
(siehe: Iterative Verarbeitung von Zyklen )
Zyklen werden zeitbezogen gesichert. Für jeden Zyklus müssen Sie einen bestimmten Gültigkeitszeitraum angeben.

Der Zyklus “VER10” sei vom 01.01.1997 bis zum 31.05.1997 und vom 01.06.1997 bis zum 31.12.1997 angelegt worden. Der Zyklus existiert in zwei Gültigkeitszeiträumen:
vom 01.01.1997 bis zum 31.05.1997 und
vom 01.06.1997 bis zum 31.12.1997
Beim Ausführen der Verrechnung kann nun für den Zyklus ein bestimmtes Gültigkeitsdatum gewählt werden. Wird der Zyklus mit dem Anfangsdatum 01.01.1997 ausgewählt, so wird der erste der beiden Zyklen zur Verarbeitung selektiert.

Der ausgewählte Zyklus muß im Buchungszeitraum gültig sein.
Es ist nicht möglich, mit einem Zyklus, der ausschließlich für das erste Halbjahr eines Geschäftsjahres definiert wurde, im zweiten Halbjahr eine Verrechnung durchzuführen. Auf obiges Beispiel bezogen bedeutet dies: mit dem Zyklus “VER10” vom 01.01.1997 wäre eine Verrechnung in Periode 08.1997 nicht möglich.