Kombinationen der Sender- und Empfängerregeln

Kombinationen von Sender- und Empfängerregeln

Für die Verteilung, Umlage und die periodische Umbuchung sind folgende Sender-Empfänger-Beziehungen möglich:

Für dieindirekte Leistungsverrechnungsind folgende Sender-Empfänger-Beziehungen möglich:

Beispiele

Verrechnung nach festen Beträgen (auf der Empfängerseite)

Die Kombination fester Beträge auf der Empfängerseite mit festen Beträgen auf der Senderseite ist nicht sinnvoll. In diesem Fall verwendet das System immer die festen Empfängerbeträge zur Verrechnung.

Verrechnung nach festen Prozentsätzen (auf der Empfängerseite)

Die Summe der Prozentsätze darf nicht grösser 100% werden. Ist sie kleiner 100%, so verbleibt ein Rest auf dem Sender.

Verrechnung nach festen Anteilen (auf der Empfängerseite)

Die Senderkostenstelle A hat einen Gesamtbetrag von 100.000 DM zu verrechnen. Davon gehen jeweils 50 Anteile auf die Empfängerkostenstellen B und C sowie 100 Anteile auf die Empfängerkostenstelle D. In Summe sind 200 Anteile zu verrechnen.

Der pro Kostenstelle zu verrechnende Betrag ergibt sich, indem der zu verrechnende Gesamtbetrag (100.000 DM) durch die Gesamtsumme der Anteile (200) dividiert und mit den Anteilen pro Empfänger multipliziert wird.

In der Regel werden bei diesem Verfahren die Senderkostenstellen vollständig entlastet, es sei denn auf den Sendern wurden prozentuale Restwerte vereinbart.

Verrechnung nach variablen Anteilen (auf der Empfängerseite)

Die Bezugsbasen der Empfänger werden aus den Werten der Summendatenbanken ermittelt. Auf dem Bild Bezugsbasen definieren Sie die Selektionskriterien für die Empfängerbezugsbasen.

Je nach gewählter Empfängerregel werden Ihnen ein oder mehrere der folgenden Selektionskriterien angeboten:

Version

Kostenart

Leistungsart

Statistische Kennzahl

5. Verrechnung nach festen Tarifen (auf der Senderseite)

Dies gilt nur für die Umlage, die Verteilung und die periodische Umbuchung

Die Berechnung der Senderwerte erfolgt nach festen Tarifen. Dazu geben Sie im Bild Senderwerte je Sender einen Tarif pro Empfängerbezugsbasis ein. Diese Festlegung erfolgt analog zu den festen Senderbeträgen. Der Sender wird allerdings nicht wie bei der Regelfeste Beträgeum den angegebenen Wert entlastet. Der Senderbetrag ergibt sich als Produkt aus Tarif und Summe der zugehörigen Empfängerbezugsbasen. Das SAP-System verrechnet diesen Senderbetrag gemäß der Empfängerbezugsbasen auf die zugehörigen Empfänger. Die Empfänger werden demnach mit dem Produkt aus Sendertarif und Empfängerbezugsbasis belastet.

Die Kostenstelle Kantine verrechnet an die Kostenstellen Personal 1 und Personal 2 einen festen Betrag je Mitarbeiter. Die Bezugsbasis ist somit die statistische Kennzahl Mitarbeiter . Es liegen folgende Werte vor:

Empfänger

Anzahl Mitarbeiter

Personal 1

50

Personal 2

100

Summe

150

Als fester Sendertarif sei 5,00 DM/Mitarbeiter festgelegt. Das SAP-System ermittelt folgende Werte:

Personal 1:

5,00 DM/Mitarb. * 50 Mitarb. = 250 D M

Personal 2:

5,00 DM/Mitarb. * 100 Mitarb. = 500 D M

Kantine:

5,00 DM/Mitarb. * 150 Mitarb. = 750 D M

6. Verrechnung nach festen Mengen (auf der Empfängerseite)

Dies gilt nur für die indirekte Leistungsverrechnung

Die Verrechnung nach festen Mengen können Sie nur im Rahmen der indirekten Leistungsverrechnung durchführen. Die Berechnung der Senderwerte erfolgt nach festen Mengen. Dazu geben Sie im Bild Senderwerte je Sender eine Menge an. Die Sender werden um das Produkt aus diesen Mengen und dem zugehörigen Tarif entlastet. Die Empfänger werden mit dem Produkt aus den Mengen, die das SAP-System auf der Basis der Empfängerregeln berechnet, und dem zugehörigen Tarif belastet.

7. Verrechnung nach retrograd ermittelten Mengen (auf der Senderseite)

Dies gilt nur für die indirekte Leistungsverrechnung

Die Berechnung der Senderwerte erfolgt retrograd aus den Bezugsgrößen der Empfänger. Die Senderwerte können mit einem Gewichtungsfaktor bewertet werden, den Sie im Bild Senderwerte definieren.

Empfängerregel: Variable Anteile

Empfängerbezugsbasis: Statistische Kennzahl (MA = Anzahl Mitarbeiter)

Senderregel: Retrograd ermittelte Mengen

Die Kostenstelle Kantine leistet an drei Empfänger in Form gekochter Menüs, Leistungsart GKM, 500 Stck.

Folgende Empfängerbezugsbasen sind definiert:

Empfänger

Bezugsbasis

B

100 MA

C

50 MA

D

50 MA

Summe

200 MA

Das SAP-System entlastet den Sender um 200 Stück der Leistungsart GKM. Die Maßeinheit bestimmt die Senderstelle.