Serienaufträge in der KostenträgerrechnungEine Festlegung der zur Serienfertigung eines Werksmaterials gültigen Fertigungsversion und eines Zeitraums für die Sammlung der Kosten.
Hinweis
Ab Release 4.6A legen Sie in der Serienfertigung keine Serienaufträge mehr an. Statt dessen produzieren Sie auf Basis der Fertigungsversionen. Serienaufträge spielen demnach nur noch eine Rolle, sofern Sie in Releases < 4.6A angelegt wurden und von daher noch im System vorhanden sind.
Ein Serienauftrag wird, bezogen auf die Art der Abrechnung, in Serienauftrag mit Produktionseinteilungen und in Serienauftrag mit Teilaufträgen unterschieden.
Bei einem Serienauftrag mit Produktionseinteilungen wird die Produktion in Einteilungen durch Angabe von Menge und Periode verteilt. Die Kosten des Serienauftrags werden auf einem Controlling-Objekt (Produktkostensammler) gesammelt.
Bei einem Serienauftrag mit Teilaufträgen erfolgt die Produktion über Plan- und Fertigungsaufträge bzw. Prozeßaufträge. Die in der Fertigung anfallenden Kosten werden auf den jeweiligen Aufträgen abgerechnet.
Serienauftrag in der Kostenträgerrechnung
Sie sammeln die Kosten zu einem Serienauftrag auf einem Produktkostensammler. Sie legen diesen Produktkostensammler manuell an. Wenn Sie einen Serienauftrag zu einer Fertigungsversion anlegen, dann stellt das System direkt eine Verknüpfung zum Produktkostensammler mit gleicher Merkmalsausprägung (Material / Werk / Fertigungsversion) her. Die Nummer des Produktkostensammlers wird im Serienauftrag hinterlegt.
Sie führen die logistischen Funktionen wie beispielsweise Rückmeldungen und Warenausgangsbuchungen zum Serienauftrag aus. Die Kosten werden auf dem Produktkostensammler gesammelt.
Hinweis
Wenn Sie Kundenauftragsfertiger sind und mittels Serienaufträgen gefertigte Materialien als einzelbestandsgeführte Materialien entnehmen möchten, dann geschieht dies über einen Planauftrag.
Reorganisation von Serienaufträgen
Die Reorganisation eines Serienauftrages darf nur erfolgen, wenn sichergestellt ist, daß auf Basis dieses Serienauftrages keine Veränderung der Ware in Arbeit oder des Ausschusses mehr erfolgen kann und deshalb zu diesem Serienauftrag keine Ware in Arbeit und kein Ausschuß mehr ermittelt werden muß. Dazu muß
der Auftrag endgeliefert sein
Nach der Endlieferung ist die Ermittlung von Ware in Arbeit nicht mehr sinnvoll, da bei Endlieferung die Ware in Arbeit aufgelöst wird.
die FI-Periode abgeschlossen sein
Wenn die FI-Periode abgeschlossen ist, ist keine Korrekturbuchung in der
Finanzbuchhaltung
mehr möglich.
Die Serienfertigung liefert die produzierten Halb- und Fertigfabrikate an den Lagerbestand ab. Im Gegensatz zur Vorgehensweise in der Werkstattfertigung werden die Planaufträge aus der Bedarfsplanung nicht losgerecht in Aufträge umgesetzt, sondern es werden mehrere Planbedarfe zu Serienaufträgen zusammengefaßt.
Serienaufträge sind daher nicht losbezogen, sondern sie beziehen sich auf einen vom Anwender bestimmten Zeitraum, der sich unter Umständen über den ganzen Lebenszyklus eines Produkts erstrecken kann. Die Kostenträgerrechnung erfolgt periodengerecht und weist die Soll- und Istkosten für die Periode pro Produktkostensammler aus.
Die Kosten werden auf einem Produktkostensammler fortgeschrieben, den Sie zuvor manuell im Menü des
Periodischen Produkt-Controlling
anlegen.
Der Serienauftrag bestimmt
welches Material im angegebenen Zeitraum gefertigt wird
welche Stücklistenalternative als Basis für die retrograde Materialentnahme verwendet wird
welche Arbeitsplanalternative als Basis für die Rückmeldung an den Zählpunkten beziehungsweise für die Endrückmeldung verwendet wird
an welchen Lagerort das gefertigte Material geliefert wird
Siehe auch: