Bausteine
Ein Baustein ist ein vordefiniertes, unabhängiges und wiederverwendbares Objekt, das auf der PLM-Web-Benutzungsoberfläche (Web-UI) angelegt wird und als Vorlage für Rezepte oder Teile von Rezepten verwendet werden kann.
Damit Sie beim Anlegen von neuen Rezepten identische Daten nicht komplett neu eingeben müssen, können Sie Bausteine anlegen und diese so oft wie erforderlich verwenden. Um einen komplexen Prozess zu entwickeln, können Sie verschiedene Kategorien von Bausteinen in ein Rezept laden und den Prozess danach abschließen.
Bausteine können in folgenden Kategorien angelegt werden:
Prozess
Prozessbausteine können mehrere Stufen enthalten, oder sogar einen ganzen Prozess, wenn ein separates Rezept oder ein Zwischenprodukt nicht erforderlich sind.
Beispiel: Die Zubereitung eines Pizzateigs, der als Basis für verschiedene tiefgefrorene Pizzaprodukte verwendet wird.
Stufe
Stufenbausteine stellen einen Prozessschritt dar, der immer auf dieselbe Art und Weise ausgeführt wird, also mit denselben Ausrüstungsanforderungen, Prozessparametern, Vorgängen und Aktionen.
Dazu gehört z.B. das Backen des Pizzateigs.
Vorgang
Vorgangsbausteine stellen eine festgelegte Reihe bestimmter Aktionen dar.
Beispiel: Der Standardprozess für die Abkühlung eines Ofens.
Aktion
Aktionsbausteine stellen das das detaillierteste Element eines Prozesses dar, das Ausrüstungsanforderungen in den Prozess einführen kann.
Beispiel: Beim Öffnen der Ofentür sind Schutzhandschuhe vorgeschrieben.
Ausrüstungsanforderung
Bausteine zur Ausrüstungsanforderung definieren häufig erforderliche Ausrüstung mit einem spezifischen Parametersatz.
Beispiel: Ein Gabelstapler, der fünf Tonnen heben kann und den Sie einzeln oder auch als Teil eines Vorgangs benötigen.
Bausteinarten
können innerhalb von jeder Bausteinkategorie
vorhanden sein, um zwischen verschiedenen Bereichen und Arten der Verwendung zu unterscheiden. Beispiel: Eine Art von Baustein kann werksabhängig sein, aber Sie benötigen möglicherweise auch werksunabhängige Arten.
Sie können Bausteine anhand der Art innerhalb einer Kategorie anhand der folgenden Attribute unterscheiden:
Verwendetes Statusschema
ob das System Änderungsbelege für Bausteine dieser Art schreibt
ob der Baustein Intermediate enthalten kann
ob der Baustein werksabhängig ist
Legen Sie in der Customizing-Aktivität Bausteinarten definieren
Bausteinarten fest. Wählen Sie dazu folgenden Pfad: .
Achtung
Legen Sie keine Bausteinarten und Rezeptarten mit dem selben Identifikator an.
Ein Baustein kann aus folgenden Einheiten bestehen:
Prozesselemente (Stufen, Vorgänge, Aktionen)
Prozessparameter
Ausrüstungsanforderungen
In einem Baustein können Sie folgende Daten angeben:
Prozesselemente, die sich in der Hierarchie unterhalb dieses Bausteins befinden. Beispiel: In einem Prozessbaustein können Sie Stufen, Vorgänge, Aktionen und Ausrüstungsanforderungen angeben.
Klassen und Merkmale, die zum Baustein zugeordnet sind und Daten aus den Merkmalen
Hinweis
Sie können nur eine Klasse zu einer Ausrüstungsanforderungen zuordnen.
Zu den Prozesselementen der Bausteine zugeordnete Prozessparameter, zur detaillierteren Beschreibung des Prozessablaufs
Zentral verwaltete Dokumente zu Baustein zugeordnet, gespeichert in der SAP-Dokumentenverwaltung. Beispiel: Betriebsanweisungen oder Werksdiagramme.
Formelpositionen mit ähnlichen Fähigkeiten wie in den Rezepten. Formelpositionen werden übertragen, wenn ein Baustein mit Formel in ein Rezept geladen wird. Diese Formelpositionen haben eine Ausbeutespezifikation (Endausgabe); die Inhalte werden jedoch nicht übertragen, wenn ein Baustein geladen wird, da in dem Rezept, in dem der Baustein verwendet wird, kein Bezug auf sie vorhanden ist.
Sprachabhängige Kurz- und Langtexte
Wenn ein Baustein angelegt wird, dann legt das System automatisch eine Spezifikation an. Die Attribute für diese Spezifikation können Sie in der Customizing-Aktivität Standardeinstellungen für Bausteinkategorien definieren
unter Rezeptentwicklung
definieren.