Mega-Hub

Ein Knoten kann als Mega-Hub betrachtet werden, wenn sein Knotengrad über einem bestimmten Grenzwert liegt und daher einen negativen Beitrag bezüglich der globalen Modularität des Graphen und deren Clustering-Potential hat. Ein Knoten, der mit einer großen Anzahl an Nachbarn verknüpft ist, tendiert dazu, einzelne Communitys in eine große Community umzugruppieren, und dabei die eigentlichen zugrundeliegenden Cluster zu verbergen.

Das Entfernen solch hochgradig verknüpfter Knoten kann die Verarbeitungszeit dramatisch verringern, und irrelevante Knoten aus der Analyse ausblenden. Durch ihren hohen Knotengrad legen solche Knoten mit hoher Wahrscheinlichkeit "künstliche Cluster" im Netzwerk an. Hierdurch wird es schwieriger, Communitys zu finden, und die tatsächliche Struktur des Graphen wird verschleiert.

Solche Mega-Hub-Knoten treten in Telekommunikationsnetzwerken (Service-Nummern, Call-Centern, Taxis) und transaktionalen Netzwerken (Bestseller, Head-of-Tail-Produkten) auf. Diese Knoten enthalten eine große Anzahl an Verknüpfungen, sind allerdings semantisch unbedeutend.

Das Entfernen von Mega-Hubs kann einen positiven Einfluss auf folgende Bereiche haben:
  • Erhöhung der resultierenden Modularität
  • Verringerung der Community-Verarbeitungszeit (da die Community-Zuordnung eine Betrachtung der Nachbarn beinhaltet)
  • Verringerung der Zeit für die Paarungsfindung (da Nachbarn von Mega-Hubs einen sehr großen zweiten Kreis haben)
  • Verringerung der Größe der umfangreichsten Community (fälschlicherweise abgeleitet durch die Tatsache, das manche Knoten mit "vielen" Knoten verknüpft sind)