Lernmodus

Auf dieser Registerkarte können Sie einen spezifischen Lernmodus für Ihr Modell auswählen.

  • Spezifischen Lernmodus aktivieren
    1. Markieren Sie das Ankreuzfeld Spezifischen Lernmodus aktivieren. Die Registerkarte wird aktiviert und die Risikomodus-Einstellungen werden angezeigt.
Risikomodus aktivieren

Der Risikomodus ermöglicht es fortgeschrittenen Benutzern, die interne Gleichung eines Klassifikationsmodells ohne Beschränkungen in einen angegebenen Bereich von Punktwerten zu übersetzen, der einem Gut/Schlecht-Chancenverhältnis zugeordnet ist.

Wenn dieser Modus aktiviert ist, werden die verschiedenen intern verwendeten Kodierungen für stetige und ordinale Variablen in einer einzigen, einheitlichen Darstellung zusammengeführt, was eine einfachere Sicht auf die modellinternen Gleichungen ermöglicht. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn die Verwendung eines Prognosemodells rechtlichen Beschränkungen unterliegt: Die Modellgleichungen sind dann einfach genug, um von den Rechtsabteilungen leicht nachvollzogen werden zu können. Darüber hinaus können die Gleichungen nicht nur wie bisher in Programmiersprache, sondern nun auch in einfachen Worten ausgedrückt werden.

Die zugrunde liegende Technologie wird außerdem genutzt, um sogenannte "Scorecards" anzuzeigen.

Um diesen Modus verwenden zu können, müssen Sie Folgendes auswählen:

  • einen Risikopunktwert, der einem Gut/Schlecht-Chancenverhältnis zugeordnet ist
    Hinweis

    Das Chancenverhältnis ist das Verhältnis zwischen "gut" und "schlecht", d.h. (1-p)/p, wobei p die Risikowahrscheinlichkeit ist

  • die Anzahl der Punkte zum Verdoppeln der Chancen
    Hinweis

    Die Punkte zum Verdoppeln der Chancen (PVC) entsprechen der Anzahl der Risikopunkte, die nötig sind, um das Chancenverhältnis zu verdoppeln

    Hinweis

    Bei einem Risikopunktwert gleich 615, einem Chancenverhältnis von 9:1 und 15 nötigen Punkten zum Verdoppeln der Chancen führt Automated Analytics automatisch eine Neuskalierung der internen Punktwerte zu Punktwerten im Risikomodus-Raum durch und ordnet jedem Punktwert im Risikomodus-Raum ein Chancenverhältnis zu.

  • Risikomodusparameter definieren
    1. Geben Sie im Feld Risikopunktwert den Punktwert ein, den Sie einem Gut/Schlecht-Chancenverhältnis zuordnen möchten.
    2. Geben Sie im Feld für Gut/Schlecht-Chancenverhältnis von das Verhältnis ein.
    3. Geben Sie im Feld Punkte zum Verdoppeln der Chancen den zum Verdoppeln der Chancen erforderlichen Anstieg der Punktwerte an.
    4. Wählen Sie Punktwerttabelle anzeigen, um die Tabelle mit den Punktwerten anzuzeigen, die dem entsprechenden Gut/Schlecht-Chancenverhältnis zugeordnet sind.
Risikoanpassungsdomäne

Mit dieser Option können Sie steuern, wie die Anpassung der Risikopunktwerte erfolgt, d.h., wie Automated Analytics die eigenen Punktwerte an die Risikopunktwerte anpasst.

Für die Risikoanpassung sind zwei Modi verfügbar:

  • Basierend auf den Punkten zum Verdoppeln der Chancen: Der Bereich ist gleich [Medianpunktwert - N*PVC ; Medianpunktwert + N*PVC]. N (die Anzahl der Punkte zum Verdoppeln der Chancen um den Medianpunktwert) muss vom Benutzer angegeben werden. Der Wert N ist standardmäßig auf 2 gesetzt.
    Hinweis

    PVC steht für "Punkte zum Verdoppeln der Chancen".

  • Häufigkeitsbasiert: Der Bereich ist gleich [Quantil(Häufigkeit) ; Quantil(1,0 - Häufigkeit)]. Die Häufigkeit höherer oder niedrigerer Punktwerte, die übersprungen werden sollen, muss vom Benutzer angegeben werden. Die Häufigkeit ist standardmäßig auf 15 % eingestellt.

Wenn Sie das Ankreuzfeld Risikoanpassungsdomäne nicht markieren, wird standardmäßig der Modus Häufigkeitsbasiert verwendet.

Die Anpassung kann gewichtet werden oder nicht.

  • Risikoanpassungsparameter einstellen
    1. Markieren Sie das Ankreuzfeld Risikoanpassungsdomäne.
    2. Wählen Sie den Modus aus, den Sie verwenden möchten.
    3. Geben Sie je nach ausgewähltem Modus im zugehörigen Feld einen entsprechenden Wert ein.
    4. Wenn Sie für die Anpassung Gewichtungen verwenden möchten, markieren Sie das Ankreuzfeld Punktwert-Selektionsgrad-Häufigkeit als Gewichtungen verwenden.