Workflow: Manuelle Weiterverarbeitung einer BANF

Verwendung

Dieser Workflow wird gestartet, wenn eine hoch priorisierte Bestellanforderung (BANF) angelegt oder geändert wird. Ist die Bestellanforderung mit einem Freigabeverfahren versehen, wird der Workflow erst beim Freigeben ausgelöst.

Eine hoch priorisierte Bestellanforderung im Sinne dieses Workflows liegt dann vor, wenn mindestens eine Position der Bestellanforderung gemäß Customizing für die priorisierte Disposition zur Folgeverarbeitung im Dialog vorgesehen ist und sie keine BANF-Position enthält, die automatisch weiterverarbeitet werden soll (vgl. Workflow: Automatische Weiterverarbeitung einer BANF ). Ausschlaggebend ist die Bedarfspriorität der Bestellanforderungsposition.

Die Empfänger der Workitems leiten sich aus den Disponenten im Materialstamm der angeforderten Materialien ab und werden über die Zuständigkeitsregel 11200019 ermittelt. Die Workflow-Empfänger erhalten eine Benachrichtigung, über die sie den Dialog zur manuellen Bearbeitung der Bestellanforderung aufrufen können.

Der Workflow wird durch das ausdrückliche Beenden des Workitems für die Dialog-Bearbeitung abgeschlossen.

Funktionsumfang

Technische Daten

Workflowmuster

WS11200004

Kürzel

MM001BanfMan

Kurztext

Banfenworkflow: manuelle Weiterverarb.

Auslösendes Ereignis

BUS1230: HighPrioItemCreated_01

Beendendes Ereignis

-

Workflow-Standardaufgabe

TS11200116

Kürzel

MM001GetUser

Kurztext

Ermittle Bearbeiter zu PRPL-Daten

BOR-Objekttyp

BUS1230

Methode

GETPRPLUSER

Typ

Synchrone Objektmethode OHNE Dialog (Hintergrundverarbeitung)

Verarbeitungsende bestätigen

Nein

Bearbeiter

Workflow-Batch-User

Beendendes Ereignis

-

Workflow-Standardaufgabe

TS11200115

Kürzel

MM001PRIOPL

Kurztext

Manuelle priorisierte Disposition

BOR-Objekttyp

BUS1230

Methode

PRIOPLANDIALOG

Typ

Synchrone Objektmethode mit Dialog

Verarbeitungsende bestätigen

Ja

Bearbeiter (Bearbeitertyp: Ausdruck)

&PRPLUSERDISPOTAB[&_WF_PARFOREACH_INDEX&].ACTOR&

(alle Anwender, die über die Zuständigkeitsregel 11200019 als Disponenten für die zu bearbeitende BANF ermittelt werden)

Beendendes Ereignis

-

Aktivitäten

Customizing: Ereignistypkopplung aktivieren

Aufruf der Ereignistypkopplung mittels Standardtransaktion PFWS und Aktivierung des folgenden Ereignisses:

Ereignisse

Objektkategorie

Objekttyp

Ereignis

Verbraucher

Typkopplung

BOR-Objekttyp

BUS1230

HIGHPRIOITEMCREATED_01

WS11200004

X

Customizing: Bearbeiterzuordnung vornehmen

Die Bearbeiterzuordnung erfolgt über die Transaktion PFAC in der Regel 11200019. Hierbei handelt es sich um eine Zuständigkeitsregel mit den Eingabeparametern Disponent und Werk.

Entsprechend können Zuständigkeiten mit verschiedenen Disponent-Werk-Kombinationen und der gewünschten Priorität angelegt werden. Die Werte für den Disponent müssen mit den Disponenten übereinstimmen, die im Materialstamm der Materialien hinterlegt sind, die mittels Bestellanforderung beschafft werden.

Als Werk ist das empfangende Werk der Bestellanforderungsposition einzutragen.

Für jede angelegte Zuständigkeit ist eine Bearbeiterzuordnung vorzunehmen. Dabei können Sie Planstellen, Personen und/oder Benutzer einfügen, wobei Überschneidungen zu vermeiden sind. Ordnen Sie bei einer Zuständigkeit beispielsweise einen Benutzer sowohl direkt als auch über eine Planstelle zu, dann erhält dieser Benutzer zwei identische Workitems.

Um sicherzustellen, dass in jedem Fall mindestens ein Benutzer ein Workitem beim Anlegen/Ändern/Freigeben einer hoch priorisierten BANF erhält, legen Sie die folgende generische Zuständigkeit mit der niedrigsten Priorität 01 an:

Zuständigkeit

Bezeichnung

von

bis

Disponent

*

*

Werk

*

*

Fügen Sie dann für diese Zuständigkeit mittels Bearbeiterzuordnung den Benutzer ein, der eine Benachrichtigung erhalten soll, wenn kein Benutzer als Workitem-Empfänger für die durch die BANF vorgegebene(n) Disponent-Werk-Kombination(en) über die Programmlogik ermittelt werden kann.

TS11200115 MM001PRIOPL Manuelle priorisierte Disposition

Die Bearbeiterzuordnung wird direkt für die Standardaufgabe vorgenommen. Unter den Bearbeitertypen können Sie eine Organisationseinheit, eine Planstelle oder einen Benutzer auswählen. Klassifizieren Sie diese Aufgabe als generelle Aufgabe.

Generellen Aufgaben müssen keine Bearbeiter zugeordnet werden, da sie jeder ausführen darf. Der Bearbeiter wird aus dem Kontext des Workflows über die oben genannte Zuständigkeitsregel bestimmt.

Weitere technische Informationen zum Workflow

Der Workflow wird durch explizites Auslösen des Ereignisses HighPrioItemCreated_01 im Funktionsbaustein /ISDFPS/WF_PRPL_REQ_POSTED gestartet – entsprechend der Customizing-Einstellungen für die priorisierte Disposition.

Der genannte Funktionsbaustein wird in der Methode IF_EX_ME_REQ_POSTED~POSTED der BAdI-Implementierung /ISDFPS/REQ_POSTED beim Anlegen, Ändern und Freigeben von Bestellanforderungen aufgerufen.