Workflow: Automatische Weiterverarbeitung einer BANF Dieser Workflow wird gestartet, wenn eine hoch priorisierte Bestellanforderung (BANF) angelegt oder geändert wird. Ist die Bestellanforderung mit einem Freigabeverfahren versehen, wird der Workflow erst beim Freigeben ausgelöst.
Eine hoch priorisierte Bestellanforderung im Sinne dieses Workflows liegt dann vor, wenn mindestens eine Position der Bestellanforderung gemäß Customizing für die priorisierte Disposition zur automatischen Folgeverarbeitung vorgesehen ist. Ausschlaggebend ist die Bedarfspriorität der Bestellanforderungsposition.
Ist ein passender Customizing-Eintrag vorhanden, wird die BANF entsprechend der dort hinterlegten Vorgaben im Hintergrund weiterverarbeitet. Es wird ein Protokoll erstellt, aus dem hervorgeht, welche Folgeverarbeitung durchgeführt wurde und ob dabei Fehler aufgetreten sind. In Abhängigkeit der Customizing-Einstellung - immer oder nur im Fehlerfall - werden entweder zusätzlich Workitems für die Protokollanzeige erzeugt oder es erfolgt keine Benachrichtigung.
Die Empfänger der Workitems leiten sich aus den Disponenten im Materialstamm der angeforderten Materialien ab und werden über eine Zuständigkeitsregel (11200019) ermittelt.
Der Workflow wird durch das ausdrückliche Beenden des Workitems für die Protokollanzeige abgeschlossen.
Workflowmuster |
WS11200056 |
Kürzel |
MM002BanfAut |
Kurztext |
Banfenworkflow: automat. Weiterverarb. |
Auslösendes Ereignis |
BUS1230: HighPrioItemCreated_02 |
Beendendes Ereignis |
- |
Workflow-Standardaufgabe |
TS11200133 |
Kürzel |
MM002GetUser |
Kurztext |
Bearbeiter für PRPL-Protokoll ermitteln |
BOR-Objekttyp |
BUS1230 |
Methode |
PRIOPLANAUTOBACKGR |
Typ |
Synchrone Objektmethode OHNE Dialog (Hintergrundverarbeitung) |
Verarbeitungsende bestätigen |
Nein |
Bearbeiter |
Workflow-Batch-User |
Beendendes Ereignis |
- |
Workflow-Standardaufgabe |
TS11200134 |
Kürzel |
MM002ShowLog |
Kurztext |
Protokoll zur autom.prior.Disp. anzeigen |
BOR-Objekttyp |
BUS1230 |
Methode |
DISPLAYPRIOPLANLOG |
Typ |
Synchrone Objektmethode mit Dialog |
Verarbeitungsende bestätigen |
Ja |
Bearbeiter (Bearbeitertyp: Ausdruck) |
&PRPLUSERDISPOTAB[&_WF_PARFOREACH_INDEX&].ACTOR& (alle Anwender, die über die Zuständigkeitsregel 11200019 als Disponenten für die zu bearbeitende BANF ermittelt werden) |
Beendendes Ereignis |
- |
Aufruf der Ereignistypkopplung mittels Standardtransaktion PFWS und Aktivierung des folgenden Ereignisses:
Objektkategorie |
Objekttyp |
Ereignis |
Verbraucher |
Typkopplung |
|---|---|---|---|---|
BOR-Objekttyp |
BUS1230 |
HIGHPRIOITEMCREATED_02 |
WS11200056 |
X |
Die Bearbeiterzuordnung erfolgt über die Transaktion PFAC in der Regel 11200019.
Hierbei handelt es sich um eine Zuständigkeitsregel mit den Eingabeparametern Disponent und Werk.
Entsprechend können Zuständigkeiten mit verschiedenen Disponent-Werk-Kombinationen und der gewünschten Priorität angelegt werden. Die Werte für den Disponent müssen mit den Disponenten übereinstimmen, die im Materialstamm der Materialien hinterlegt sind, die mittels Bestellanforderung beschafft werden.
Als Werk ist das empfangende Werk der Bestellanforderungsposition einzutragen.
Für jede angelegte Zuständigkeit ist eine Bearbeiterzuordnung vorzunehmen. Dabei können Sie Planstellen, Personen und/oder Benutzer einfügen, wobei Überschneidungen zu vermeiden sind. Ordnen Sie bei einer Zuständigkeit beispielsweise einen Benutzer sowohl direkt als auch über eine Planstelle zu, dann erhält dieser Benutzer zwei identische Workitems.
Um sicherzustellen, dass in jedem Fall mindestens ein Benutzer ein Workitem beim Anlegen/Ändern/Freigeben einer hoch priorisierten BANF erhält, legen Sie die folgende generische Zuständigkeit mit der niedrigsten Priorität 01 an:
Bezeichnung |
von |
bis |
|---|---|---|
Disponent |
* |
* |
Werk |
* |
* |
Fügen Sie dann für diese Zuständigkeit mittels Bearbeiterzuordnung den Benutzer ein, der eine Benachrichtigung erhalten soll, wenn kein Benutzer als Workitem-Empfänger für die durch die BANF vorgegebene(n) Disponent-Werk-Kombination(en) über die Programmlogik ermittelt werden kann.
Die Bearbeiterzuordnung wird direkt für die Standardaufgabe vorgenommen. Unter den Bearbeitertypen können Sie beispielsweise eine Organisationseinheit, eine Planstelle oder Benutzer auswählen. Klassifizieren Sie diese Aufgabe als generelle Aufgabe.
Generellen Aufgaben müssen keine Bearbeiter zugeordnet werden, da sie jeder ausführen darf. Der Bearbeiter wird aus dem Kontext des Workflows über die oben genannte Zuständigkeitsregel bestimmt.
Der Workflow wird durch explizites Auslösen des Ereignisses HighPrioItemCreated_02 im Funktionsbaustein /ISDFPS/WF_PRPL_REQ_POSTED gestartet – entsprechend der Customizing-Einstellungen für die priorisierte Disposition.
Der genannte Funktionsbaustein wird in der Methode IF_EX_ME_REQ_POSTED~POSTED der BAdI-Implementierung /ISDFPS/REQ_POSTED beim Anlegen, Ändern und Freigeben von Bestellanforderungen aufgerufen.