Einsatzbereitschaft über Gewichtungen ermitteln

Verwendung

Auf Grundlage der Gewichtungen von Verknüpfungen und Zuordnungen können Sie die Einsatzbereitschaft eines Strukturelementes mit den Funktionen des Business Warehouse (SAP BW) berechnen.

Integration

Weitere Informationen zur Abbildung von Gewichtungen finden Sie unter Gewichtungen definieren .

Die Ermittlung der Einsatzbereitschaft nehmen Sie mit den Funktionen des Business Warehouse vor. Weitere Informationen zu den relevanten BI-Content-Objekten finden Sie in der Dokumentation zum BI-Content der Lösung SAP for Defense & Security .

Voraussetzungen

Sie haben Ihre Anforderungen an eine Berechnung der Einsatzbereitschaft definiert und sich mit dem Einsatz von BI Content vertraut gemacht.

Funktionsumfang

Die Methoden zur Berechnung der Einsatzbereitschaft legen Sie gemäß Ihren eigenen Anforderungen fest. Die ausgelieferten BI-Content-Objekte zur Lösung SAP for Defense & Security stellen lediglich eine beispielhafte Vorlage dar. Das folgende Beispiel zeigt, wie die Berechnung der Einsatzbereitschaft erfolgen könnte.

Beispiel

Gewichtungen

  • Dem Strukturelement A sind die Strukturelemente B mit Gewichtung 10 und C mit Gewichtung 30 zugeordnet.

  • Dem Strukturelement C sind drei Materialplanungsobjekte 1 , 2 und 3 mit den Gewichtungen 20, 30 bzw. 90 zugeordnet.

  • Dem Strukturelement C sind außerdem die abgebildete Planstelle S1 mit Gewichtung 60 sowie die nicht abgebildeten Planstellen S2 , S3 und S4 zugeordnet.

  • Die Planstelle S1 wird durch die Stelle C1 beschrieben. Der Stelle C1 sind die Qualifikationen Q1 , Q2 und Q3 mit den Gewichtungen 50, 10 bzw. 10 als Anforderungen zugeordnet.

  • Der Planstelle S1 sind die Qualifikationen Q4 und Q5 mit den Gewichtungen 20 bzw. 40 als Anforderungen zugeordnet. Die Zuordnung zu Q4 ist als notwendig gekennzeichnet.

  • Die Planstelle S1 ist durch Person P1 besetzt. Person P1 sind die Qualifikationen Q2 , Q4 und Q5 zugeordnet.

Berechnung des Personalbereitschaftsgrades

Zur Berechnung des Personalbereitschaftsgrades ermittelt das System zunächst die Ausbildungsbereitschaft der Planstellen. In diesem Beispiel kann das System zur Planstelle S1 entsprechende Wert ermitteln.

Ausbildungsbereitschaftsgrad der Planstelle S1

Anforderungen der Planstelle bzw. Stelle

Gewichtung der Anforderung

Qualifikation der zugeordneten Person P1

Ausbildungsbereitschaftsgrad der Planstelle

Qualifikation Q1

50

Nein

0

Qualifikation Q2

10

Ja

10

Qualifikation Q3

10

Nein

0

Qualifikation Q4

20 (notwendig)

Ja

20

Qualifikation Q5

40

Ja

40

Summe

130

70 (= 54%)

(Werte wurden ggf. gerundet)

Das Systen ermittelt, welche Anforderungen der Planstelle durch die Qualifikationen der zugeordneten Person abgedeckt sind, und errechnet die prozentuale Abdeckung, indem es die Summe der Gewichtungen der abgedeckten Anforderungen mit der Summe der Gewichtung aller Anforderungen vergleicht. In diesem Beispiel ergibt sich ein Ausbildungsbereitschaftsgrad von 54%.

Hinweis Hinweis

Wäre die Anforderung, deren Zuordnung als notwendig gekennzeichnet ist, nicht abgedeckt, würde der Ausbildungsbereitschaftsgrad der Planstelle automatisch auf 0% gesetzt.

Ende des Hinweises

Zur Berechnung des Personalbereitschaftsgrades eines Strukturelementes ermittelt das System anschließend, welche Planstellen tatsächlich mit Personen besetzt sind und korrigiert die Gewichtungen dabei um den Ausbildungsbereitschaftsgrad der Planstellen. In diesem Beispiel kann das System zum Strukturelement C entsprechende Wert ermitteln.

Personalbereitschaftsgrad des Strukturelementes C

Planstellen

Gewichtung der Planstelle

Planstelle besetzt

Personalbereitschaftsgrad (korrigiert um Ausbildungsbereitschaftsgrad der Planstelle)

Planstelle S1

60

Ja

32 (= 54%)

Planstelle S2

30

Ja

30

Planstelle S3

30

Nein

0

Planstelle S4

50

ja

50

Summe

170

112 (= 66%)

(Werte wurden ggf. gerundet)

In diesem Beispiel sind drei der vier Planstellen besetzt. Die Gewichtung der Zuordnung von Planstelle S1 wird dabei mit dem Ausbildungsbereitschaftsgrad korrigiert. Das System errechnet die prozentuale Abdeckung des Personalbedarfs, indem es die Summe der Gewichtungen der besetzten Planstellen mit der Summe der Gewichtung aller Planstellen vergleicht. In diesem Beispiel ergibt sich ein Personalbereitschaftsgrad von 66%.

Hinweis Hinweis

Wäre die Zuordnung zur nicht besetzten Planstelle S3 als notwendig gekennzeichnet, würde der Personalbereitschaftsgrad des Strukturelementes automatisch auf 0% gesetzt.

Ende des Hinweises

Zur Berechnung des Personalbereitschaftsgrades des übergeordneten Strukturelementes ermittelt das System abschließend die um den Personalbereitschaftsgrad korrigierten Gewichtungen der untergeordneten Strukturelemente.

Untergeordnete Strukturelement des Strukturelementes A

Strukturelemente

Gewichtung

Korrigiert um Personalbereitschaftsgrad

Strukturelement B

10

10

Strukturelement C

30

20 (= 66%)

Summe

40

30 (= 75%)

(Werte wurden ggf. gerundet)

In diesem Beispiel geht die Gewichtung des Strukturelementes C nur zu 66% in die Berechnung ein, so dass das übergeordnete Strukturelement A eine Einsatzbereitschaft von 75% aufweist.

Berechnung des Materialbereitschaftsgrades

Zur Berechnung des Materialbereitschaftsgrades teilt das System pro Materialplanungsobjekt den Bestand (materielles Ist) durch das materielle Soll und multipliziert das Ergebnis mit der Gewichtung.

Materialbereitschaftsgrad des Strukturelementes C

MPO

Soll

Max. / Min.

Bestand

Gewichtung

Bereitschaftsgrad

1

11

20 / 10

10

20

18

2

9

16 / 8

5

30

0

3

12

12 / 6

14

90

105 / 100

Summe

140

123 / 118 (= 88% / 84%)

(Werte wurden ggf. gerundet)

Dabei nimmt das System ggf. weitere Anpassungen vor:

  • Wenn der Bestand zu einem Materialplanungsobjekt niedriger als der Minimalwert (Soll) ist (im Beispiel MPO 2 ), setzt das System die Bereitschaft automatisch auf 0.

  • Wenn der Bestand zu einem Materialplanungsobjekt das Soll übersteigt und der Bereitschaftsgrad deshalb einen vorgegebenen Grenzwert (im Beispiel 100) übersteigt (im Beispiel erreicht das MPO 3 den Wert 105), können Sie den Bereitschaftsgrad automatisch vom System auf den Grenzwert setzen lassen, damit die Überdeckung eines Bestandes nicht andere fehlende Bestände verdeckt.

Das System summiert die Bereitschaftsgrad-Werte der Materialplanungsobjekte und vergleicht die Summe mit der Summe der Gewichtung. In diesem Beispiel erreicht das Strukturelement dabei ohne Grenzwert einen Materialbereitschaftsgrad von 88% bzw. mit Grenzwert 84%.