Übertragung an die HR-Personalabrechnung Bei einer Integration des Reisemanagements in die
HR-Personalabrechnung
können die Reiseabrechnungsergebnisse aus dem Reisemanagement übernommen und in der Personalabrechnung berücksichtigt werden. Durch die Übertragung kann eine Auszahlung der Reisespesen über die Personalabrechnung erfolgen.
Unabhängig davon, ob eine Auszahlung über die Personalabrechnung erfolgen soll, ist die Übertragung notwendig, wenn ein Unternehmen z.B. Sachbezüge für Verpflegung oder höhere Pauschalen - als vom Gesetzgeber als steuerfrei vorgesehen - an seine Mitarbeiter zahlt und diese im Rahmen der Steuergesetzgebung versteuert werden müssen.
Die Integration der Reiseabrechnung in die
HR-Personalabrechnung
wird über das Customizing des Reisemanagement eingestellt. Im Merkmal für die Abrechnungssteuerung (TRVPA) wird festgelegt, ob eine Integration in die Personalabrechnung erfolgen und wie die Reiseabrechnungsperiode gegen die Abrechnungsperiode aus dem Personalverwaltungssatz (PA03) geprüft werden soll.
Um die Reiseabrechnungsergebnisse in der Personalabrechnung verarbeiten zu können, müssen in den länderspezifischen Personalabrechnungsschemen länderspezifische Teilschemen für die Reisekosten aktiviert sein. Die Aktivierung dieser Teilschemen können Sie über das Customizing des Reisemanagement vornehmen.
Beispiel
Für die Personalabrechnung Deutschland muss im Abrechnungsschema D000 (Abrechnungsschema Deutschland) das Teilschema DREI ( Reisekosten Überleitung L&G) hinter das Teilschema DT00 (Bruttovergütung) eingebunden und aktiviert sein.
Sind die Personalabrechnung und das Reisemanagement innerhalb eines einzigen logischen Systems (dasselbe SAP-System und derselbe Mandant) installiert, so kann das Personalabrechnungsprogramm die Reiseabrechnungsergebnisse direkt aus dem Reisemanagement einlesen und verarbeiten.
Die Integration der
Reiseabrechnung
in die
HR-Personalabrechnung
muss eingerichtet sein. Da Reiseabrechnungsergebnisse in die
HR-Personalabrechnung
übertragen werden, müssen diese zunächst durch die Reiseabrechnung des Reisemanagements erzeugt worden sein.
Das Personalabrechnungsprogramm RPRCALCx0 wird in der Personalwirtschaft gestartet. Das Programm prüft für jede selektierte Personalnummer, ob Reisen in der Reiseabrechnung vorhanden sind, die bereits abgerechnet worden sind und von diesem Personalabrechnungslauf erfasst und verarbeitet werden können.
Die Reiseabrechnungsergebnisse sind über die Personalabrechnung versteuert worden. Die Reisespesen werden über die Personalabrechnung ausgezahlt, wenn die Reisekostenlohnarten entsprechend eingestellt worden sind.
Ist das Reisemanagement in einem anderen logischen System als die Personalabrechnung installiert, so erfolgt eine asynchrone Überleitung der Abrechnungsergebnisse vom Reisemanagement in die Personalabrechnung.
Beispiel
Das Reisemanagement ist in einem andern SAP-System als die Personalabrechnung installiert.
Das Reisemanagement und die Personalabrechnung sind in einem SAP-System, jedoch in unterschiedlichen Mandanten installiert.
Bei der Übertragung durch den das Programm PRRPAY00 werden die relevanten Daten aus den TE-Clustern der Reisen im logischen System des Reisemanagements in das logische System der Personalabrechnung transportiert und dort in lokalen TE-Clustern abgespeichert. Die Personalabrechnung greift auf diese lokalen TE-Cluster-Kopien zu. Bei der Übertragung der Reiseabrechnungsergebnisse werden für die entsprechenden Personalnummern eventuell Rückrechnungsdaten und Korrekturkennzeichen (im Informationstyp 0003) gesetzt.
Um keine Dateninkonsistenzen zwischen den logischen Systemen der Personalabrechnung und dem Reisemanagement zu erzeugen, sollten die Funktionen und Prozesse des Reisemanagements im logischen System der Personalabrechnung gesperrt werden. Die Sperrung durch den Report RPRTLOCK kann nur auf Transaktionsebene erfolgen und ist daher in einem SAP-System mandantenübergreifend. Durch den Report RPRTULOC kann diese Sperrung wieder aufgehoben werden.
Falls logische Systeme von Personalabrechnung und Reisemanagement lediglich innerhalb eines SAP-Systems nur in verschiedenen Mandanten installiert sind, kann eine Sperrung nicht auf Transaktionsebene und somit nicht durch den Report RPRTLOCK erfolgen. Die Funktionen und Prozesse des Reisemanagements müssen in diesem Fall im Mandanten, in dem die Personalabrechnung installiert ist, durch Berechtigungsprüfungen gegen Ausführung gesperrt werden.
Die Integration der Reiseabrechnung in die HR-Personalabrechnung muss eingerichtet sein. Da Reiseabrechnungsergebnisse in die Personalabrechnung übertragen werden, müssen diese zunächst durch die Reiseabrechnung des Reisemanagements erzeugt worden sein. Das Merkmal TRVPA muss im Personalabrechnungssystem und im Reisemanagementsystem identisch geschlüsselt sein.
Die Überleitung der Reiseabrechnungsergebnisse erfolgt über das Programm RPRPAY00 im Reisemanagement.
Dabei werden die relevanten Daten der Reisen in das logische System der Personalabrechnung kopiert. Das Programm kann durch einen Mitarbeiter manuell oder direkt durch das Reiseabrechnungsprogramm gestartet werden.
Nach Starten des Personalabrechnungsprogramms werden die Reiseabrechnungsergebnisse lokal im logischen System der Personalabrechnung gelesen.
Die Hinzurechnungsbeträge von Reisen sind über die Personalabrechnung versteuert worden. Die Reisespesen werden über die Personalabrechnung ausgezahlt, wenn die Reisekostenlohnarten entsprechend eingestellt worden sind.
Wenn Sie in Ihrem Unternehmen keine mitarbeiter- bzw. reisegenaue Buchung des Reiseaufwandes benötigen, so können die Reisekostenlohnarten mit der Übertragung der HR-Personalabrechnungsergebnisse in die Finanzbuchhaltung gebucht werden.
Ab Release 4.0 werden die Abrechnungsergebnisse durch das Starten des Programms RPCIPE00 im HR-System für die Buchung in die Finanzbuchhaltung aufbereitet, und ein Beleg innerhalb des HR wird erstellt. Anschließend kann dieser Beleg (evtl. als IDOC) in die Finanzbuchhaltung übertragen werden.
Hinweis
Bei diesem Verfahren werden die Personalnummer und die Reisenummer nicht in den Buchungsbeleg übernommen. Eine Zuordnung der Belegpositionen zu einzelnen Mitarbeitern oder Reisen kann daher nicht erfolgen.
Außerdem kann dieses Szenario nur angewendet werden, wenn zur Steuerberechnung neben den Vorsteuerkennzeichen keine weiteren Informationen erforderlich sind. Dies bedeutet z.B., dass dieses Szenario in den USA und Kanada nicht einsetzbar ist.
Wenn in Ihrem Unternehmen die Reisekosten mitarbeiter- und reisegenau auf die Aufwandskonten gebucht werden sollen, steht Ihnen nur dieser Weg zur Verfügung.
Ab Release 4.0 werden die Abrechnungsergebnisse durch das Starten des Programms RPCIPE00 im HR-System für die Buchung in die Finanzbuchhaltung aufbereitet, und ein Beleg innerhalb des HR wird erstellt. Anschließend kann dieser Beleg (evtl. als IDOC) in die Finanzbuchhaltung übertragen werden.
Die Reisekosten werden vom HR zunächst auf ein Verrechnungskonto in der Finanzbuchhaltung gebucht. Dieses Verrechnungskonto darf keine Eingabe von Vorsteuerkennzeichen oder Kontierung erlauben, muss aber eine Personalnummer erwarten.
Schlüsseln Sie die Lohnarten in der Tabelle T52EK (symbolische Konten HR) auf ein symbolisches Konto mit der Kontierungsart 'Q' (Bilanzkonto mit Personalnummer). Die Zuordnung zwischen symbolischer Lohnart und Lohnart erfolgt in der HR-Tabelle T52EL.
Achtung
Im Customizing müssen Sie die
Zuordnung Lohnart - symbolisches Konto
und die
Umwandlung symbolisches Konto in Aufwandskonto
so geschlüsselt haben, dass die Reisekostenlohnarten die Reisekostenaufwandskonten und als Gegenbuchung das (bereits von der
HR-Personalabrechnung
bebuchte) Verrechnungskonto versorgen (im Vorgang HRP steht die Nummer des Verrechnungskontos).
Im Reisekostensystem starten Sie nun das Programm RPRFIN00 (Release < 4.5; Batch Input) bzw. RPRFIN00_40 (Release >= 4.5; Buchungslauf ). Hierdurch wird das Verrechnungskonto ausgeglichen und die Reisekostenaufwandskonten werden mitarbeiter- bzw. reisegenau bebucht.