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 Neue Anlagenbuchhaltung: Ledger- und Kontenlösung

 

Ab SAP Accounting powered by SAP HANA 1.0 (EA-FIN 700) steht die neue Anlagenbuchhaltung zur Verfügung. Die parallele Bewertung Ihres Anlagenvermögens können Sie sowohl mit der Ledgerlösung als auch mit der Kontenlösung abbilden.

Um die neue Anlagenbuchhaltung verwenden zu können, müssen Sie die neue Hauptbuchhaltung einsetzen. In der neuen Hauptbuchhaltung werden die Werte in mindestens einem Ledger geführt. Parallele Bewertungen können Sie mit der Kontenlösung oder mit der Ledgerlösung abbilden:

  • In der Kontenlösung bilden Sie parallele Bewertungen mithilfe von bewertungsspezifischen Konten ab. Die Werte aller Bewertungen werden dann in einem einzigen Ledger geführt.

  • In der Ledgerlösung bilden Sie parallele Bewertungen mithilfe von mehreren Ledgern ab. Es sind dann keine abweichenden Konten notwendig; die Werte einer Bewertung werden dann in jeweils einem separaten Ledger geführt.

Über die neue Hauptbuchhaltung hinaus gibt es noch weitere Voraussetzungen für die neue Anlagenbuchhaltung in SAP Accounting powered by SAP HANA; diese finden Sie finden Sie im Abschnitt "Auswirkungen auf das Customizing".

Hinweis Hinweis

Die bisherige Anlagenbuchhaltung wird im Folgenden zur besseren Unterscheidung "klassische Anlagenbuchhaltung" genannt.

Die klassische Anlagenbuchhaltung wird durch die neue Anlagenbuchhaltung abgelöst. Die klassische Anlagenbuchhaltung steht Ihnen in SAP Accounting powered by SAP HANA nicht mehr zur Verfügung. Dies gilt systemweit.

Ende des Hinweises
Charakteristika und Verwendung der neuen Anlagenbuchhaltung

Die führende Bewertung der Anlagenbuchhaltung können Sie in einem beliebigen Bewertungsbereich der neuen Anlagenbuchhaltung abbilden. Es ist nicht mehr notwendig, dass diese im Bewertungsbereich 01 abgebildet wird. Sowohl die tatsächlichen Werte der führenden Bewertung als auch die Werte der parallelen Bewertung bucht das System nun in Echtzeit. Die Buchung von Delta-Werten wird somit abgelöst; damit sind auch die sog. Delta-Bewertungsbereiche nicht mehr erforderlich.

Die neue Anlagenbuchhaltung ermöglicht Ihnen, Buchungen in allen Bewertungen (d.h. für alle Rechnungslegungsvorschriften) in Echtzeit zu buchen. Sie können die Buchungen aller Bewertungen nachvollziehen, ohne dass Sie dabei – wie teilweise in der klassischen Anlagenbuchhaltung – die Buchungen der führenden Bewertung berücksichtigen müssen. Aus der Nutzung der neuen Anlagenbuchhaltung ergeben sich für Sie im Einzelnen folgende Vorteile:

  • wahlweise Nutzung der Ledgerlösung oder der Kontenlösung

  • Echtzeitbuchungen in allen Bewertungen

  • Flexibilisierung der führenden Bewertung

  • parallele Belege je Bewertung, die von Anfang an die korrekten Werte buchen

  • Abschaffung der Delta-Bereiche für die parallele Bewertung

  • Vereinfachung Ihres Bewertungsplans

  • bewertungsspezifische Buchungen durch Einschränkung (Eingrenzung) auf Rechnungslegungsvorschriften bzw. Bewertungsbereiche; die Einschränkung von Bewegungsarten auf Bewertungsbereiche entfällt

  • unterschiedliche Geschäftsjahresvarianten je Bewertung (Einschränkung: Anfangs- und Enddatum der Geschäftsjahresvariante müssen übereinstimmen)

  • einfache Zuordnung von Konten je Bewertung innerhalb einer Anlagenklasse

  • vereinfachte Handhabung beim Führen von Wirtschaftsgütern, die nach einer Rechnungslegungsvorschrift zu aktivieren sind, jedoch nach einer anderen in den Aufwand zu buchen sind

Einschränkungen

Im SAP Erweiterungspaket 7 für SAP ERP 6.0 SP02, Business Function FIN_AA_PARALLEL, gilt die Einschränkung, dass die neue Anlagenbuchhaltung nur für die Ledgerlösung verwendet werden kann. Mit SAP Accounting powered by SAP HANA 1.0 ist diese Einschränkung nicht gegeben, da die neue Anlagenbuchhaltung in SAP Accounting powered by SAP HANA auch die Kontenlösung unterstützt.

Es gelten folgende Einschränkungen:

  • In der neuen Anlagenbuchhaltung steht der ALE-Transfer nicht zur Verfügung.

  • Für Buchungen steht Ihnen die Batch-Input-Technik für Transaktionen, die auf AB01 basieren, nicht mehr zur Verfügung; stattdessen können Sie die geänderten und die neuen BAPIs für Buchungen verwenden. Informationen zu diesen BAPIs finden Sie in der Release-Information zu den Buchungen.

  • Die Batch-Input-Technik für Stammdaten steht nicht mehr zur Verfügung. Bei der Altdatenübernahme können Sie stattdessen andere Übernahme-Methoden verwenden, beispielsweise das BAPI für Stammdaten oder den Direct-Input.

  • Das integrierte Buchen von Investitionsförderungen auf Anlage über die FI-Transaktionen ist nicht mehr unterstützt. Verwenden Sie statt dessen die Transaktion ABIFL, und buchen Sie den debitorischen Vorgang gegen ein Verrechnungskonto.

  • Wertminderungen (Impairment) aus Business Function New General Ledger Accounting 3 (FIN_GL_CI_3), SAP-Erweiterungspaket 5 für SAP ERP 6.0, stehen Ihnen nicht zur Verfügung.

  • Das Joint Venture Accounting, die Lease Accounting Engine, RE classic sowie Anordnungen aus der Komponente PSM-FM bzw. IS-PS sind nicht kompatibel mit der neuen Anlagenbuchhaltung. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt "Voraussetzungen für die Migration zur neuen Anlagenbuchhaltung".

Weitere Release-Informationen

Weitere Informationen zur neuen Anlagenbuchhaltung finden Sie in den folgenden Release-Informationen:

Auswirkungen auf den Datenbestand

Bereits existierende Daten

Bereits existierende Stammdaten und Bewegungsdaten werden durch die Aktivierung der neuen Anlagenbuchhaltung in SAP Accounting powered by SAP HANA 1.0 nicht verändert. Möglicherweise müssen Sie jedoch Ihre Customizing-Daten migrieren und anpassen. Dies hängt von Ihrem bisherigem Ausgangsszenario vor der Migration ab.

Bereits vorhandene Customizing-Einstellungen aus der klassischen bzw. aus der neuen Anlagenbuchhaltung werden übernommen; Sie müssen also – sofern Sie bereits mit der klassischen oder der neuen Anlagenbuchhaltung gearbeitet haben – das Customizing nicht komplett neu einstellen.

Falls Sie von der klassischen Hauptbuchhaltung mit klassischer Anlagenbuchhaltung bzw. von der neuen Hauptbuchhaltung mit der klassischer Anlagenbuchhaltung migrieren, dann müssen Sie Customizing-Daten migrieren, teilweise überprüfen, ändern und ergänzen.

Falls Sie von der neuen Hauptbuchhaltung mit aktiver neuer Anlagenbuchhaltung migrieren – d.h. Sie haben im SAP Erweiterungspaket 7 für SAP ERP 6.0 SP02 die mit Business Function FIN_AA_PARALLEL mit der neuen Anlagenbuchhaltung aktiviert –, dann müssen Sie einen kleineren Teil der Migration der Customizing-Daten durchführen.

Beachten Sie außerdem Folgendes:

  • Belege, die vor der Umstellung von der klassischen auf die neue Anlagenbuchhaltung entstanden sind, können Sie nicht stornieren. Vielmehr müssen Sie eine Umkehrbuchung vornehmen.

  • Arbeitsvorräte, die vor der Umstellung auf die neue Anlagenbuchhaltung erstellt wurden, können möglicherweise nicht mehr abgespielt werden. Betroffen sind Arbeitsvorräte, die Bewegungsdaten erzeugen (jedoch nicht Stammdatenänderungen), so z.B. Arbeitsvorräte für Abgang ohne Erlös, Abgang mit Erlös, Anlagentransfer und Wertminderungsbuchung. Spielen Sie diese Arbeitsvorräte daher vor Aktivierung des Customizing-Schalters ab, oder erstellen Sie sie nach der Aktivierung der neuen Anlagenbuchhaltung in SAP Accounting powered by SAP HANA 1.0 neu.

Hinsichtlich der Einschränkung von Bewegungsarten auf Bewertungsbereiche beachten Sie die Release-Information Neue Anlagenbuchhaltung: Buchungen. Zu den neuen und geänderten Customizing-Einstellungen siehe die Release-Information Neue Anlagenbuchhaltung: Migration und Customizing.

Business Functions der Anlagenbuchhaltung

Die folgenden Business Functions existieren in SAP Accounting powered by SAP HANA nicht. Die zugehörigen Funktionen stehen Ihnen jedoch zur Verfügung, und zwar ohne dass Sie diese speziell aktivieren müssen (etwa über Customizing-Schalter):

  • FI-AA, Anlagenbuchhaltung (FIN_AA_CI_1), SAP-Erweiterungspaket 6 für SAP ERP 6.0

    Wenn Sie in der Hauptbuchhaltung für Ihre Ledger abweichende Geschäftsjahresvarianten mit unterschiedlichen Anfangs- und/oder Endedatum verwenden, gilt Folgendes: Das System unterstützt wie bisher die Verwendung von abweichendem Anfangs- und Endedatum des Geschaftsjahres nur sehr eingeschränkt. Sie müssen in der Anlagenbuchhaltung eine Ledger-Gruppe zuordnen, deren repräsentatives Ledger eine Geschäftsjahresvariante verwendet, deren Anfangs- und Endedatum der Geschäftsjahresvariante des führenden Ledgers entspricht. Als Umgehungslösung können Sie darüber hinaus in der Ledger-Gruppe ein weiteres Ledger mit verschobenem Geschäftsjahr zuordnen, in dem sie dann Ihr Reporting vornehmen. Beachten Sie in diesem Zusammenhang, dass die Einschränkungen wie in SAP-Hinweis 844029Auf SAP-Site veröffentlichte Informationen beschrieben weiterhin Gültigkeit haben. Sofern Sie Ihren Hauptbuch-Ledgern unterschiedliche Geschäftsjahresvarianten zugeordnet haben, können Sie diese in der neuen Anlagenbuchhaltung nur nutzen, wenn Sie den entsprechenden AHK führenden und realtime buchenden Bewertungsbereichen jeweils die passende Geschäftsjahresvariante zugeordnet haben.

  • FI-AA, Parallele Bewertung (FIN_AA_PARALLEL_VAL), SAP-Erweiterungspaket 7 für SAP ERP 6.0, SP02

Benutzungsoberfläche
Einführungsleitfaden

Die neue Anlagenbuchhaltung verwendet im SAP Referenz-IMG unter Finanzwesen (neu) eine eigene IMG-Struktur: Anlagenbuchhaltung (neu). Sie enthält teils dieselben Aktivitäten wie in der klassischen Anlagenbuchhaltung, teils geänderte Aktivitäten und teils neue Aktivitäten; manche Aktivitäten der klassischen Anlagenbuchhaltung sind in der IMG-Struktur Anlagenbuchhaltung (neu) gar nicht mehr enthalten.

Die IMG-Struktur Anlagenbuchhaltung (neu) basiert auf der Struktur der neuen Anlagenbuchhaltung, die mit der Business Function FIN_AA_PARALLEL seit SAP Erweiterungspaket 7 für SAP ERP 6.0 SP02 zur Verfügung steht.

Transaktionen

Einige Transaktionen der klassischen Anlagenbuchhaltung werden durch entsprechende neue Transaktionen abgelöst. Damit Sie rechnungslegungsspezifisch buchen können, gibt es auf dem Bildschirmbild der neuen Transaktionen jeweils die Eingabefelder Bewertungsbereich und Rechnungslegungsvorschrift. Der Name der jeweiligen neuen Transaktion hat ein "L" am Ende. Beispiel: Die bisherige Transaktion AB01 (Anlagenbewegung erfassen) wird durch die neue Transaktion AB01L abgelöst.

Die neuen Transaktionen sind: AB01L, ABAAL, ABAKL, ABAOL, ABAVL, ABAWL, ABGFL, ABGLL, ABIFL, ABMAL, ABMRL, ABNAL, ABNEL, ABNKL, ABSOL, ABSTL, ABUML, ABZEL, ABZOL, ABZPL, ABZUL.

Wenn Sie die aus der klassischen Anlagenbuchhaltung bekannten Transaktionen (ohne Endung "L") eingeben, dann werden Sie automatisch auf die neuen Transaktionen (mit Endung "L") umgeleitet.

Die Transaktion ABSO_OLD der klassischen Anlagenbuchhaltung ist in der neuen Anlagenbuchhaltung nicht mehr verfügbar; stattdessen können Sie die Transaktion AB01L verwenden. Sämtliche SAP-Hinweise, die auf die Transaktion ABSO_OLD verweisen, verlieren in SAP Accounting powered by SAP HANA automatisch ihre Gültigkeit.

SAP Easy Access Menü

Das SAP Easy Access-Menü für die neue Anlagenbuchhaltung bleibt wie in der klassischen bzw in der neuen Anlagenbuchhaltung. Sie finden es weiterhin unter Anfang des Navigationspfads SAP Menü Navigationsschritt Rechnungswesen Navigationsschritt Finanzwesen Navigationsschritt Anlagen Ende des Navigationspfads.

Es wird lediglich eine Umleitung auf einige neue Transaktionen eingerichtet (vgl. die Ausführungen zu den Transaktionen oben).

Auswirkungen auf die Datenübernahme

Programme für Anlagenbuchungen, die mittels Batch-Input die klassische Anlagenbuchhaltung mit Daten versorgt haben (z.B. Schnittstellen zu Fremdsystemen) können – wie bereits oben erwähnt – nicht weiter verwendet werden. Diese Programme müssen Sie auf die neuen BAPIs umstellen. Siehe den entsprechenden Abschnitt in der Release-Information Neue Anlagenbuchhaltung: Buchungen.

Auswirkungen auf das Customizing

Voraussetzungen für die die neue Anlagenbuchhaltung in SAP Accounting powered by SAP HANA 1.0

Um in SAP Accounting powered by SAP HANA 1.0 die neue Anlagenbuchhaltung nutzen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Sie haben die Business Function (Enterprise Extension) Financials Extension (EA-FIN) aktiviert.

  • Sie haben die Anwendungskomponente Hauptbuchhaltung (FI-GL) (neu) aktiviert und eingerichtet (entweder vor der Installation des SAP-Simple-Finance-Add-on für SAP Business Suite powered by SAP HANA oder im Rahmen der Migration für SAP Accounting powered by SAP HANA).

    • Um parallele Rechnungslegungen abzubilden, verwenden Sie die Ledgerlösung oder die Kontenlösung.

  • In Bezug auf die Anlagenbuchhaltung trifft bei Ihnen eines der folgenden Ausgangsszenarien zu:

    • Sie haben die klassische Anlagenbuchhaltung (FI-AA) eingerichtet.

      Mit Aktivierung der Enterprise Extension Financials Extension (EA-FIN) steht Ihnen automatisch die neue AfA-Rechnung mit dem Depreciation Calculation Program (DCP) zur Verfügung.

    • Oder: Sie verwenden bereits die neue Anlagenbuchhaltung, die mit Business Function FIN_AA_PARALLEL seit SAP Erweiterungspaket 7 für SAP ERP 6.0 SP02 zur Verfügung steht.

    • Oder: Falls Sie weder die klassische noch die neue Anlagenbuchhaltung einsetzen, so müssen Sie die kompletten Customizing-Einstellungen für die neue Anlagenbuchhaltung vornehmen.

Voraussetzungen für die Migration zur neuen Anlagenbuchhaltung

Wenn Sie die neue Anlagenbuchhaltung nutzen wollen, dürfen Sie keine der folgenden Komponenten, Business Functions oder Funktionen verwenden:

  • Joint Venture Accounting (JVA)

    In Buchungskreisen, in denen JVA aktiv ist, können Sie die neue Anlagenbuchhaltung nicht aktivieren und umgekehrt.

    Auch die Business Function JVA, Integration with New General Ledger Accounting (JVA_GL_INTEGRATION)) ist nicht kompatibel mit der neuen Anlagenbuchhaltung

  • aus Financials Extension (EA-FIN): Lease Accounting Engine (LAE)

    Die LAE steuert die Buchungen für das Leasinggeber-Szenario; dieses Szenario umfasst die Komponenten CRM Leasing (CRM-LAM) und Leasingbuchhaltung (FI-LA).

  • Immobilien (RE), d.h. das klassische Immobilienmanagement

  • aus Haushaltsmanagement (PSM-FM) bzw. Branchenspezifische Komponente Public Sector (IS-PS): Anordnungen mit Anlagenbezug

    Beachten Sie zur Nutzung von Industrielösungen in SAP Accounting powered by SAP HANA 1.0 die Angaben im Administrator’s Guide sowie in den dort genannten SAP-Hinweisen.

Falls Sie die klassische Anlagenbuchhaltung bereits verwenden, gelten folgende weitere Voraussetzungen:

  • Stellen Sie sicher, dass die periodischen Anlagenbuchungen (mit dem Programm RAPERB2000) abgeschlossen sind.

  • Stellen Sie außerdem sicher, dass es keine Verbuchungsabbrüche aus direkter Buchung im System gibt.

  • Führen Sie vor der Migration einen kompletten Periodenabschluss durch. Buchen Sie die Abschreibungen (mit dem Programm RAPOST2000), und stimmen Sie Ihr Nebenbuch aus der Anlagenbuchhaltung mit dem Hauptbuch ab (mit dem Programm RAABST02).

Für die führende Bewertung der Ledger- und Kontenlösung wie auch für die parallelen Bewertungen der Ledgerlösung gilt: Die parallelen Währungen im Hauptbuch (im führenden Ledger) und in den Bewertungsbereichen in der Anlagenbuchhaltung müssen deckungsgleich sein. Wenn Sie bisher im Hauptbuch parallele Währungen verwendet haben, aber in der Anlagenbuchhaltung nicht für alle Bewertungsbereiche die entsprechenden parallelen Währungsbereiche eingeführt haben, dann müssen Sie diese Bewertungsbereiche zuerst einführen, bevor Sie das SAP-Simple-Finance-Add-on installieren. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Berater.

Verhältnis der neuen Anlagenbuchhaltung zu existierenden Business Functions

Die neue Anlagenbuchhaltung verhält zu den aufgeführten Business Functions wie folgt:

  • CO, Parallele Bewertung von Herstellkosten (FIN_CO_COGM), SAP-Erweiterungspaket 5 ff. für SAP ERP 6.0

    Wenn diese Business Funktion aktiv ist, können Sie auch Investitionsmaßnahmen je nach Rechnungslegungsvorschrift unterschiedlich bewerten. Diese Wertansätze werden bei der Abrechnung von Investitionsmaßnahmen an Anlagen im Bau (AiB) und bei der Gesamtabrechnung an fertige Anlagen – abhängig von der Rechnungslegungsvorschrift – je Bewertungsbereich aktiviert. Unterschiedliche Aktivierungsprozentsätze aus der IMG-Aktivität zur Aktivierungswertermittlung von Investitionsmaßnahmen (Transaktion OKGK) werden dabei berücksichtigt.

  • Materialwirtschaft - Erweiterungen in der Beschaffung (LOG_MM_CI_3), SAP-Erweiterungspaket 5 für SAP ERP 6.0

    Wenn Sie Bestellungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) in der Anlagenbuchhaltung nutzen, ist es bei Überschreitung der GWG-Höchstbetragsgrenzen zukünftig nicht mehr möglich, die Bestellung zu merken. Wenn Sie die Funktion zum Merken von Bestellungen nutzen wollen, empfehlen wir, die Business Function Materialwirtschaft - Erweiterungen in der Beschaffung (LOG_MM_CI_3) zu aktivieren.

Zeitpunkt der Migration zur neuen Anlagenbuchhaltung

Die Migration zur neuen Anlagenbuchhaltung in SAP Accounting powered by SAP HANA können Sie zu einem beliebigen Zeitpunkt vornehmen.

Voraussetzung ist allerdings, dass alle periodischen und laufenden Buchungsprozesse, die die Anlagenbuchhaltung betreffen, vollständig abgeschlossen sind. Während der Umstellung dürfen auch keine Buchungen vorgenommen werden. Das Nebenbuch der Anlagenbuchhaltung sollten Sie mit dem Hauptbuch abstimmen.

Empfehlung Empfehlung

Wir empfehlen, die Umstellung nach einem vollständig durchgeführten Periodenabschluss durchzuführen.

Ende der Empfehlung.

Falls Sie im Rahmen der Einführung von SAP Accounting powered by SAP HANA auch von der klassischen Hauptbuchhaltung auf die neue Hauptbuchhaltung migieren, dann müssen Sie für den Umstellzeitpunkt die Rahmenbedingungen der Migration für die neue Hauptbuchhaltung beachten.

Weitere Informationen

Die Anwendungsdokumentation für die neue Anlagenbuchhaltung finden Sie in der SAP-Bibliothek in der neuen Struktur Anlagenbuchhaltung (FI-AA) (neu).