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Funktionsdokumentation Registerkarte: Fortschreibung Dokument im Navigationsbaum lokalisieren

Verwendung

Auf der Registerkarte Fortschreibungsparameter legen Sie den Fortschreibungsmodus, die Art der Verbuchung in die Datenziele, die Fehlerbehandlung beim Laden und Weiterverbuchen der Daten sowie die Zeitselektionen für zeitabhängige Daten fest.

Fortschreibungsmodus

Im Scheduler stehen Ihnen folgende Update-Funktionen zur Verfügung:

Full-Update

Ein Full-Update fordert alle Daten an, die den von Ihnen im Scheduler festgelegten Selektionskriterien entspricht.

Beispiel

In einem im Scheduler bestimmten Zeitraum fallen 100 000 Datensätze an. Bei einem Full-Update würden alle 100 000 Datensätze angefordert werden.

Einen Request mit Fortschreibungsmodus Full-Update können Sie über das Menü Scheduler als Reparatur-Full-Request kennzeichnen. Dieser Request ist in jedes Datenziel verbuchbar, auch wenn dieses schon Daten aus einem Initialisierungslauf oder Deltas zu dieser DataSource/Quellsystem-Kombination enthält und überlappende Selektionsbedingungen hat.

Achtung

Wenn Sie den Full-Reparatur-Request beispielsweise verwenden, um nach dem Selektiven Löschen von Daten aus dem ODS-Objekt erneut die Daten ins ODS-Objekt zu laden, müssen Sie beachten, daß dies zu Inkonsistenzen im Datenziel führen kann. Wenn die Selektionen des Reparatur-Requests nicht mit den Selektionen beim selektiven Löschen aus dem ODS-Objekt übereinstimmen, kann das Einbuchen dieses Requests z.B. zu doppelten Datensätzen im Datenziel führen.

Informationen zum selektiven Löschen aus einem ODS-Objekt finden Sie unter StrukturlinkInhalt des ODS-Objekts.

Delta-Update

Ein Delta-Update fordert jeweils nur die Daten an, die seit dem letzten Delta angefallen sind.

Hinweis

Bevor Sie einen Delta-Update anfordern können, müssen Sie erst die Initialisierung des Delta-Verfahrens durchführen.

Ein Delta-Update ist nur für das Laden aus SAP Quellsystemen möglich.

Wenn ein Delta fehlgeschlagen ist (Status rot im Monitor) oder der Gesamtstatus des Delta-Requests manuell auf rot gesetzt wurde, so wird die nächste Datenanforderung im Repeat-Modus durchgeführt. Bei einer Repeatanforderung werden die falsch oder unvollständig geladenen Daten der fehlerhaften Deltaanforderung sowie die seither angefallenen Daten extrahiert. Ein Repeat kann nur im Dialog angefordert werden. Sind die Daten des fehlerhaften Delta-Requests bereits in Datenziele fortgeschrieben worden, löschen Sie die Daten aus den betreffenden Datenzielen. Wenn Sie die Daten nicht aus den Datenzielen löschen, kann dies beim Repeat zu doppelten Datensätzen führen.

Initialisierung des Delta-Verfahrens

Die Initialisierung des Delta-Verfahrens ist Voraussetzung für das Anfordern von Deltas.

Zur Initialisierung des Delta-Verfahrens beim Einplanen von InfoPackages für Daten aus einem SAP-System ist für verschiedene, nicht überlappende Selektionsbedingungen mehr als eine Initialisierungsselektion möglich. Somit haben Sie die Möglichkeit, die für das Delta-Verfahren relevanten Daten schrittweise in das Business Information Warehouse zu laden. Sie können beispielsweise in einem ersten Schritt die Daten zur Kostenstelle 1000 und in einem zweiten Schritt die Daten zur Kostenstelle 2000 ins BW laden.

Das nach mehreren Initialisierungen angeforderte Delta enthält als Selektionsbedingung die Obermenge aller erfolgreicher Init-Selektionen. Diese Selektionsbedingung kann für das Delta dann nicht mehr verändert werden. Im Beispiel würden bei einem Delta Daten zu den Kostenstellen 1000 und 2000 ins BW geladen werden.

Hinweis

Die Möglichkeit, mehr als eine Initialisierung des Delta-Verfahrens durchzuführen, besteht nur für Extraktoren, die ab R/3 Plug-In PI 99(-A), d.h. BW-BCT Extraktoren 2.0A verfügbar sind.

Die Selektionen für eine Initialisierung werden im Scheduler auf der Registerkarte Daten selektieren vorgenommen.

Im Scheduler können unter Scheduler à Initialisierungselektion für Quellsyst. alle Initialisierungen zu einer DataSource angezeigt werden. Es wird Ihnen angezeigt, ob eine Initialisierungs-Selektion ausgeführt wurde und welchen Status der Initialisierungsrequest hat. Sie können von diesem Dialogfenster aus auch Initialisierungs-Selektionen in den Scheduler übernehmen und ausgewählte Initialisierungen wieder löschen. Über die Drucktaste Status des Initialisierungsrequests gelangen Sie in den Monitor und können die Datenanforderung überprüfen.

Hinweis

Löschen von durchgeführten und in der Deltaverwaltung registrierten Initialisierungen aus der Deltaverwaltung

Wenn sie Initialisierungen aus der Deltaverwaltung löschen, wird die Deltaverwaltung im BW sowie im Quellsystem zurückgesetzt. Sie können dann erst wieder Deltas anfordern, wenn für diese DataSource/Quellsystem-Kombination eine neue Initialisierung durchgeführt worden ist.

Beachten Sie:

Wenn sie Initialisierungen aus der Deltaverwaltung löschen, werden keinerlei Daten im BW gelöscht.

Beachten Sie für ODS-Objekte:

Wenn das Delta-Verfahren Ihrer DataSource Serialisierung vorschreibt, können Sie nach dem Löschen der Initialisierung und einer Neu-Initialisierung diesen Init-Request ebenso wie alle danach angeforderten Delta-Requests nicht mehr in die vorher versorgten ODS-Objekte einbuchen, da in diesen die alten Inits und Deltas noch vorhanden sind.

Das System erkennt, daß es mittlerweile neue Inits und Deltas gibt, die noch nicht im ODS-Objekt verbucht sind, und verlangt deren Verbuchung. Andererseits überschneiden sich die Selektionen der neuen Inits mit den Selektionen der alten Inits, die noch im ODS vorhanden sind, so daß die neuen Initis nicht eingebucht werden können.

Wenn das Delta-Verfahren der DataSource Serialisierung vorschreibt, aktiviert das System die neu geladenen Inits bzw. Deltas nicht im ODS-Objekt.

In diesem Fall müssen Sie nach dem Löschen der Init-Verwaltung auch die Daten, die mit diesen Inits und darauffolgenden Deltas in die versorgten ODS-Objekte geladen wurden, aus diesen ODS-Objekten löschen, bevor Sie neue Inits und Deltas aktivieren können..

Zu Testzwecken können Sie eine Initialisierung des Delta-Verfahrens ohne Datenübertragung ausführen. Markieren Sie dazu auf der Registerkarte Fortschreibungsparameter das entsprechende Kennzeichen. Wenn die Initialisierungssimulation läuft, werden im BW und im Quellsystem die Hilfseinträge in allen benötigten Tabellen gemacht, jedoch ohne Daten zu laden. Im Monitor wird anschließend ein geladener Satz angezeigt. Der Init-Simulationsrequest erscheint in allen Datenzielen, in die fortgeschrieben wurde, enthält aber nur die Hilfseinträge.

Hinweis

Eine Simulation der Delta-Initialisierung ist für DataSources aus SAP Quellsystemen nur möglich, wenn die DataSource dies unterstützt. Nur in diesem Fall wird das entsprechende Kennzeichen auf der Registerkarte Fortschreibung angeboten.

Generische DataSources, für die Sie ein generisches Delta festgelegt haben, unterstützen die Simulation der Delta-Initialisierung ebenfalls.

Für Ladeprozesse aus weiteren Quellsystemen (z.B. Datei oder Fremdsystem) wird die Möglichkeit einer Simulation der Delta-Initialisierung generell angeboten.

Early-Delta-Initialisierung

Mit der Early-Delta-Initialisierung haben Sie die Möglichkeit, bereits während der Initialisierungsanforderung im Quellsystem die Daten in die Delta-Queue bzw. in die Deltatabellen der Anwendung zu schreiben. Sie können somit die Initialisierung des Delta-Verfahrens, d.h. den Init-Request, durchführen, ohne die Verbuchung der Daten im Quellsystem stoppen zu müssen. Die Möglichkeit, eine Early-Delta-Initialisierung durchzuführen, steht Ihnen nur zur Verfügung, wenn der mit dieser Datenanforderung im Quellsystem aufgerufene Extraktor der DataSource  dies unterstützt.

Hinweis

Extraktoren, die die Early-Delta-Initialisierung unterstützen, werden frühestens mit Plug-In (-A) 2002.1 ausgeliefert.

Sie können keine Initialisierungssimulation mit einem Early-Delta zusammen ausführen.

Anfangsbestand aufbauen

Dieser Fortschreibungsmodus steht Ihnen nur zur Verfügung, wenn Sie in ein Datenziel laden wollen, das eine Bestandskennzahl enthält.

Diesen Fortschreibungsmodus wählen Sie, wenn Sie erstmals Bestandsdaten ins BW laden. Weitere Informationen finden Sie unter StrukturlinkÜbertragung von Bestandsdaten ins BW.

Fehlerbehandlung

Die Optionen der Fehlerbehandlung geben Ihnen die Möglichkeit, das Verhalten des Systems bei den Verarbeitungsschritten

·         Übertragungsregeln

·         Fortschreibungsregeln

·         Stammdaten-, Text- und Hierarchie-Update

·         InfoCube-Update

·         Strukturlinkreferentielle Integrität eines InfoObjects gegen Stammdatentabellen oder ODS-Objekte auf der Ebene der Kommunikationsstruktur

zu bestimmen.

Zeitselektion für zeitabhängige Daten

Selektionen für die mit einem InfoPackage anzufordernden Daten werden im Scheduler auf der Registerkarte Datenselektion festgelegt. Die Zeitselektionen für zeitabhängige Daten werden hingegen auf der Registerkarte Fortschreibung festgelegt. Die Felder DATETO und DATEFROM als auch die Felder, die den InfoObjects 0DATETO und 0DATEFROM zugeordnet sind, stehen daher nicht als Selektionsfelder auf der Registerkarte Datenselektion zur Verfügung.

Hinweis

Zeitabhängige DataSources, die generische Datenextraktion nutzen:

Die Zeitabhängigkeit einer DataSource, die generische Datenextraktion nutzt, ist dadurch gekennzeichnet, daß sie selektierbare Felder enthält, deren Feldnamen DATETO und DATEFROM heißen. Daher ist folgendes zu beachten: Wenn in der Tabelle, aus der extrahiert werden soll, die Zeitabhängigkeit mit anderen Feldnamen als DATETO / DATEFROM dargestellt wird (z.B. DATBI / DATAB), muß ein Datenbank-View angelegt werden, der diese Felder auf DATETO / DATEFROM abbildet. Falls die DataSource schon vorher angelegt war, muß sie nachgeneriert werden. Sonst werden Änderungen des Datenbank-Views nicht in die generierte Extraktstruktur übernommen.

Zeitabhängige DataSources des Business Content:

In DataSources, die im Business Content ausgeliefert werden, kann die Zeitabhängigkeit auch mit anderen Feldnamen dargestellt werden. In diesen Fällen ist es erforderlich, daß die entsprechenden Felder im BW System den InfoObjects 0DATETO und 0DATEFROM zugeordnet sind. Dadurch wird sichergestellt, daß sie bezüglich der Selektion genauso behandelt werden wie bei der generischen Extraktion die Felder mit den Feldnamen DATETO und DATEFROM.

Für die Auswahl von zeitabhängigen Daten, die Sie ins BW laden wollen, stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:

·        Festes Zeitintervall

·        Anlegen einer Routine

Mit Hilfe der Routine können Sie komplexe Zeitselektionen für die anzufordernden Daten festlegen, z.B. wenn Sie nur die Daten bestimmter Zeiten laden wollen, die sich nicht durch ein Intervall oder eine Variable festlegen lassen.

·        StrukturlinkVerwendung einer Variablen

Variablen dienen als Platzhalter für Werte und werden erst bei einer Datenanforderung durch konkrete Werte ersetzt. Mit Hilfe der Variablen 0CMONTH  können Sie beispielsweise die Daten des aktuellen Kalendermonats laden.

Hinweis

Wie die Selektionen zur Laufzeit befüllt werden, hängt von der StrukturlinkVerarbeitungsart der Variablen ab. Sie können für die Zeitselektionen keine Variablen verwenden, die einen Ersetzungspfad benutzen oder manuelle Eingabe erfordern.

Beim Auswählen der Variable prüft das System nicht auf Datenart und –länge. Fehler werden ggf. erst zur Laufzeit der Datenanforderung erkannt. Sie können sich jedoch für eine bestimmte Variable über Diese Grafik wird im zugehörigen Text erklärt Prüfen die Selektionsabgrenzung anzeigen lassen. Das System zeigt in einer Tabelle die Abgrenzungen an, die bei einer Datenanforderung festgestellt würden. Falls die Variable nicht für die Festlegung der Selektionsbedingungen geeignet ist, wird mit einem Fehler abgebrochen.

Empfehlung

Wir empfehlen, Variablen (im StrukturlinkBEx Query Designer) zum Zweck der Zeitselektion nur dann anzulegen, wenn Sie die damit ausgedrückte Selektionsbedingung in mehreren InfoPackages verwenden wollen. Verwenden Sie ansonsten zur Zeitselektion, falls ein einfaches Intervall oder bereits vorhandene Variablen nicht ausreichen, eine Routine.

 

 

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