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Real-time-fähiger
InfoCube 
Real-time-fähige InfoCubes unterscheiden sich von Standard InfoCubes in ihrer Fähigkeit, parallele Schreibzugriffen zu unterstützen. Standard InfoCubes sind technisch für Lesezugriffe auf Kosten der Schreibzugriffe optimiert.
Real-time-fähige InfoCubes finden in Verbindung mit der Erfassung von Plandaten
Verwendung. Siehe dazu
Planung mit BW-BPS im
Überblick. Die Daten werden dabei von mehreren Benutzern gleichzeitig in
den InfoCube geschrieben. Standard InfoCubes sind dafür nicht geeignet. Für einen reinen Lesezugriff (z.B.
dem Lesen von Referenzdaten) sollten Standard InfoCubes verwendet werden.
Real-time-fähige InfoCubes können über zwei verschiedene Modi mit Daten gefüllt werden: Über die Transaktion von BW-BPS zum Erfassen von Plandaten und über BI-Staging, wobei dann nicht gleichzeitig Plandaten geladen werden können. Sie haben die Möglichkeit, einen real-time-fähigen InfoCube umzustellen. Wählen Sie dazu über das Kontextmenü an Ihrem real-time-fähigen InfoCube im InfoProvider-Baum Real-time-fähigen InfoCube umschalten. Per Voreinstellung ist Real-time-fähiger Cube kann beplant werden; kein Datenladen erlaubt ausgewählt. Schalten Sie diese Einstellung jedoch auf Real-time-fähiger Cube kann mit Daten beladen werden; kein Planen erlaubt um, so können Sie Ihn über BI-Staging mit Daten füllen.
Beim Erfassen von Plandaten werden die Daten in einen Daten-Request des real-time-fähigen InfoCubes geschrieben. Sobald die Anzahl der Sätze in diesem Daten-Request einen Schwellenwert überschreitet, wird dieser Request geschlossen und ein Rollup dieses Requests in eventuell definierte Aggregate (asynchron) durchgeführt. Rollup und Definition von Aggregaten, Komprimieren u.ä. sind nach wie vor möglich.
Je nach zugrundeliegender Datenbank unterscheiden sich die real-time-fähigen InfoCubes von Standard InfoCubes in Indizierung und Partitionierung. Für eine Oracle-DBMS bedeutet dies z.B.: keine Bitmap-Indizes auf der Faktentabelle und keine (vom BI initiierte) Partitionierung der Faktentabelle nach der Paketdimension.
Bei real-time-fähigen InfoCubes wird eine verminderte Leseperformance zugunsten der Möglichkeit des parallelen (transaktionalen) Schreibens und einer verbesserten Schreibeperformance in Kauf genommen.
Markieren Sie beim Anlegen eines neuen InfoCubes in der Data Warehousing Workbench das Kennzeichen real-time-fähig.
Falls der Standard InfoCube bereits Bewegungsdaten enthält, die Sie aber nicht mehr benötigen (z.B. Testdaten aus der Implementierungsphase des Systems), gehen Sie folgendermaßen vor:
...
1. Wählen Sie in der InfoCube-Pflege der Data Warehousing Workbench aus dem Hauptmenü InfoCube ® Dateninhalt löschen. Die Bewegungsdaten werden gelöscht und der InfoCube in den Zustand inaktiv versetzt.
2. Gehen Sie anschließend so vor wie beim Anlegen eines real-time-fähigen InfoCube.
Falls der Standard InfoCube bereits Bewegungsdaten aus dem Produktivbetrieb enthält, die Sie weiterhin benötigen, gehen Sie folgendermaßen vor:
Führen Sie den ABAP Report SAP_CONVERT_TO_TRANSACTIONAL unter Angabe des entsprechenden InfoCubes aus. Für InfoCubes mit mehr als 10.000 Datensätzen sollte dieser Report aufgrund einer möglichen längeren Laufzeit in einem Hintergrundjob eingeplant werden.
Für die Verwendung real-time-fähigen InfoCubes im BW-BPS ergeben sich die folgenden typischen Szenarien:
Ist-Daten (nur Lesezugriff) und Plan-Daten (Lese- und Schreibzugriff) sollen in unterschiedlichen InfoCubes gehalten werden. Dafür sollte ein Standard InfoCube für Ist-Daten und ein real-time-fähiger InfoCube für Plan-Daten verwendet werden. Die Integration der Daten wird über ein Multiplanungsgebiet erreicht, welches die den InfoCubes zugeordneten Gebiete beinhaltet. Dabei werden die Zugriffe auf die zwei verschiedenen InfoCubes durch das automatisch hinzugefügte Merkmal Planungsgebiet ausgesteuert.
In diesem Szenario müssen die Plan- und Ist-Daten gemeinsam in einem InfoCube liegen. Dies ist z.B. bei speziellen Varianten des Rolling Forecast der Fall. Dabei muss es sich um einen real-time-fähigen InfoCube handeln, da Lese- und Schreibzugriffe stattfinden. Die Daten, die bisher über Upload oder Importsource in den InfoCube gelangt sind, können nun nicht mehr direkt geladen werden. Um die Daten trotzdem laden zu können, muss eine Kopie des real-time-fähigen InfoCubes angelegt werden, die vom Typ Standard ist und nicht als real-time-fähig gekennzeichnet ist. In diesen werden die Daten wie gewohnt hineingeladen und anschließend in den real-time-fähigen InfoCube fortgeschrieben.
