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Measure Builder (CPM-MB) 
Der Measure Builder, der im SEM-Menü
unter dem Eintrag Kennzahlen & Benchmarks
erscheint, ist ein Werkzeug, mit dem Sie Kennzahlen und Messgrößen definieren
können, die rein an betriebswirtschaftlichen Überlegungen ausgerichtet sind
und nicht notwendigerweise in genau der benötigten Form auch in der
technischen Datenbasis vorhanden sein müssen. Der Measure Builder erlaubt
Ihnen, eine abstrakte Datenschicht zu definieren, die Sie in einem zweiten
Schritt mit den in der Datenbasis tatsächlich vorhandenen Kennzahlen in
Beziehung setzen. Die Datenbasis stellen dabei die Transaktionsdaten im SAP
Business
Information Warehouse (SAP BW) dar.
Der Measure Builder eröffnet Ihnen die Möglichkeit, flexibel aktuelle Instrumente zur Bewertung der Unternehmensleistung zu modellieren. So können Sie Kennzahlen von erheblicher Komplexität definieren (z.B. Economic Value Added), oder Sie können eine bestimmte Kennzahl in unterschiedlichen Varianten anlegen, falls dies erforderlich ist.
Ziel des Measure Builder ist es, Sie beim Aufbau eines Kennzahlensystems von möglichen technischen Beschränkungen weitgehend unabhängig zu machen. Die Abstraktion von der Verfügbarkeit von Transaktionsdaten soll den Measure Builder zu einem Werkzeug machen, das sich an Controller richtet (und nicht an Systemadministratoren).
Die Definition von Kennzahlen mit Hilfe
des Measure Builder ist Voraussetzung für den Einsatz der Funktion
Balanced
Scorecard.
Die Elemente des Kennzahlensystems, das
Sie mit dem Measure Builder aufbauen, stehen wie normale (technische)
Kennzahlen in den Funktionen Balanced Scorecard,
Management
Cockpit,
Werttreiberbaum
und
Risiko
Management zur Verfügung.

Die im Measure Builder abgelegten Daten zu Kennzahlen sind mandantenunabhängig.
Mit dem Measure Builder definieren Sie – unabhängig von den technischen Gegebenheiten der Datenbasis – die von Ihnen benötigten Kennzahlen nach inhaltlichen, betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten (siehe: Kennzahl bearbeiten). Sie bilden Kennzahlenkataloge (siehe: Kennzahlenkatalog aufbauen und verwalten), denen Sie die Kennzahlen zuordnen. Innerhalb eines Katalogs können Sie die Kennzahlen durch den Aufbau von Hierarchien nochmals gruppieren. Der Measure Builder verfügt über eine leistungsfähige Suchfunktion, mit der Sie das von Ihnen erstellte Kennzahlensystem anhand verschiedener Kriterien nach einer bestimmten Kennzahl durchsuchen können. Hierdurch behalten Sie auch in umfangreichen Systemen jederzeit den Überblick. Darüber hinaus können Sie die Kennzahlen ausdrucken.
Zum Lieferumfang des Measure Builder gehört der SAP Kennzahlenkatalog, in dem Sie eine große Anzahl vordefinierter und ausführlich beschriebener Kennzahlen finden (siehe: SAP Kennzahlenkatalog verwenden).
Bei der Definition von Kennzahlen legen Sie durch eine Formel fest, welche betriebswirtschaftliche Bedeutung eine Kennzahl hat. Zusätzlich können Sie einen beschreibenden Text beliebiger Länge zu der Kennzahl hinterlegen, um inhaltliche Besonderheiten herauszustellen oder Verwendungshinweise zu geben.
Zu jeder Kennzahl können Sie einen vordefinierten Attributesatz pflegen, in dem Sie z.B. angeben, ob für die Kennzahl eine Branchenabhängigkeit besteht oder welche Werteentwicklung für die Kennzahl als positiv für das Unternehmen angesehen wird. Im Falle einer Branchenabhängigkeit können Sie der Kennzahl relevante Branchen zuordnen. Angaben dieser Art werden bei der Verwendung der Kennzahl in einer Scorecard ausgewertet, und sie können als Such- und Filterkriterien bei der Administration des Kennzahlensystems genutzt werden.
Sie können die von Ihnen unter inhaltlichen Gesichtspunkten angelegten Kennzahlen den technischen Kennzahlen zuordnen, die in der Datenbasis von SAP SEM (d.h. den InfoCubes des zugrundeliegenden SAP BW) verfügbar sind. Darüber hinaus können Sie BW-Stammdaten und Merkmale direkt im Measure Builder pflegen.
Zu jeder Kennzahl können Sie Benchmarks
anfordern, die in dem InfoCube
0SEM_C01
vorgehalten werden (siehe: Benchmarks
austauschen). Benchmarks sind Vergleichsdaten, die durch
Marktuntersuchungen erhoben werden und die Sie als Anhaltspunkt verwenden
können, um herauszufinden, ob die in Ihrem Unternehmen erzielten Kennzahlwerte
in vergleichbaren Unternehmen über- oder unterschritten werden.
Je nachdem, nach welchen Kriterien Sie Ihren Kennzahlenkatalog gliedern, kann es nicht nur wünschenswert, sondern sogar sachlich geboten sein, dieselbe Kennzahl an mehreren Positionen in den Katalog einzustellen. Z.B. gehört die Kennzahl Konzernergebnis sowohl zur Gewinn- und Verlustrechnung als auch zur Kapitalflussrechnung. In solchen Fällen definieren Sie die Kennzahl einmalig an einer beliebigen Position des Katalogs. Für die übrigen Verwendungen erzeugen Sie Referenzen, die auf die Kennzahl verweisen. Anders als beim Kopieren von Kennzahlen sichern Sie hierdurch auch bei späteren Änderungen jederzeit die Konsistenz Ihres Kennzahlenmodells.
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