Berechtigungen
Die Berechtigungen in cFolders können ein Objekt (z.B. eine Mappe oder ein Dokument), eine Tätigkeit oder einen Benutzer umfassen. Einem Benutzer kann eine Berechtigung entweder explizit oder implizit zugewiesen werden. Implizit bedeutet, dass der Benutzer die Berechtigungen durch seine Rollen- oder seine Benutzergruppenzuordnung erhält.
Die grundlegenden Regeln zu Berechtigungen in cFolders sind folgende:
1. Berechtigungen werden hierarchisch vererbt.
Beispiel 1: Mappe A hat eine untergeordneten Mappe mit der Bezeichnung A.1. Peter Müller hat Schreibberechtigung für Mappe A. Daher hat er auch automatisch Schreibberechtigung für Mappe A.1.
2. Berechtigungen von Benutzern übersteuern Berechtigungen von Benutzergruppen oder Rollen; Berechtigungen von Benutzergruppen übersteuern Berechtigungen von Rollen.
Beispiel 2: In Mappe A hat Peter Müller Leseberechtigung. Zusätzlich hat die Benutzergruppe Produktmanager Schreibberechtigung. Peter Müller gehört zu dieser Gruppe. Da die Benutzerberechtigungen jedoch Vorrang vor den aus Benutzergruppen abgeleiteten Berechtigungen haben, hat Peter Müller Leseberechtigung für Mappe A.

Beim Filtern nach Benutzern und Benutzergruppen, werden nur explizit angegebene Berechtigungen angezeigt, Berechtigungen die sich implizit ergeben jedoch nicht. Weitere Informationen finden Sie im Hinweis 788139.
3. Wenn lokale und vererbte Berechtigungen vom selben Berechtigungstyp (Benutzer, Benutzergruppe oder Rolle) sind, übersteuern lokale Objektberechtigungen die vererbten Berechtigungen.
Beispiel 3: Paul Schmidt, Administrator für Mappe A.1., weist Peter Müller Leseberechtigung für Mappe A.1. zu. Hierdurch wird die Berechtigung von Peter Müller eingegrenzt, da die lokale Berechtigung (Leseberechtigung für Mappe A.1.) Vorrang vor der vererbten Berechtigung (Schreibberechtigung für Mappe A) hat.
4. Wenn ein Benutzer eine vererbte Berechtigung besitzt, die von einem anderen Typ als die lokale Berechtigung ist, z.B. wenn es sich bei der einen um die Berechtigung einer Benutzergruppe und bei der anderen um die Berechtigung eines Benutzers handelt, gilt ausschließlich Regel 2. In diesem Fall kann die lokale Berechtigung die vererbte nicht übersteuern:
Beispiel 4: Peter Müller besitzt Leseberechtigung für Mappe B und die Untermappe B1, die diese Berechtigung geerbt hat. Die Benutzergruppe Produktmanager, zu der Peter Müller gehört, besitzt auch Schreibberechtigung für die Untermappe B1. In diesem Fall ist die gültige Berechtigung für Peter Müller Leseberechtigung, weil es sich dabei um eine Benutzerberechtigung handelt. Obwohl lokale Objektberechtigungen im allgemeinen vererbte Berechtigungen übersteuern, übersteuern Benutzerberechtigungen immer die Berechtigungen von Benutzergruppen.
Ausnahme
Einem Objekt können auch Berechtigungen zugewiesen sein, die durch den Status des Objekts festgelegt sind. Diese Berechtigungen übersteuern alle anderen möglichen Berechtigungen. Weitere Informationen finden Sie unter Statusabhängige Objektberechtigungen.
Beim Kopieren von Objekten werden Berechtigungen nicht automatisch übernommen. Das kopierte Objekt erbt die Berechtigungen der Objekte auf höherer Ebene in der Hierarchie.
Berechtigungen erfolgreich einsetzen
Berechtigungen werden im Allgemeinen auf zwei Arten eingesetzt. Wenn ein Benutzer nur Zugriff auf ein bestimmtes Objekt haben soll, erteilen Sie dem Benutzer die entsprechende Berechtigung (Schreiben oder Lesen) und senden ihm eine Meldung.
Wenn Sie dem Benutzer signalisieren möchten, dass eine Collaboration vorhanden ist, die die Beteiligung des Benutzers erfordert, müssen Sie zunächst eine Berechtigung auf Ebene der Collaboration erteilen und anschließend die Berechtigung für die einzelnen Objekte ändern.
Die verwendete Methode hängt von der Art der Collaboration und der Anzahl der betroffenen Objekte ab. Wenn der Benutzer mindestens den Namen der Collaboration und einen Teil des Übersichtsbaums anzeigen können soll, empfiehlt es sich, ihm Leseberechtigung für die gesamte Collaboration zu erteilen.