Handhabung von SQL-Paketen 
Dieser Abschnitt beschreibt, wann Sie SQL-Pakete löschen müssen, und enthält Informationen zu Namenskonventionen für SQL-Paketbibliotheken und zu Meldungen im Zusammenhang mit SQL-Paketen.
Um eine SQL-Anweisung für eine Datenbank ausführen zu können, muss zunächst eine PREPARE-Operation durchgeführt werden. Die PREPARE-Operation analysiert die Syntax der SQL-Anweisung und übernimmt einen Teil der Anweisungsoptimierung. Da PREPARE im Allgemeinen eine vergleichsweise teure Operation ist, sollten Sie die Anzahl der PREPAREs möglichst gering halten. Hierfür bietet IBM i die Möglichkeit, bereits vorbereitete Anweisungen zur späteren Wiederverwendung in SQL-Paketen aufzubewahren. Diese Option verbessert die SAP-System-Performance erheblich.
Die SQL-Pakete (IBM-i-Objekte vom Typ *SQLPKG) liegen in speziellen Paketbibliotheken, deren Namen mit "R3" gefolgt von der SAP-System-ID beginnen. Der Name einer Bibliothek zeigt, in welchem Bereich des SAP-Systems die SQL-Anweisungen verwendet werden. Beispielsweise gibt es Bibliotheken für Anweisungen aus Reports, Dynpros oder dem SAP-Kernel. Diese Namenskonventionen ermöglichen es Ihnen, bereits vorbereitete Anweisungen wieder aufzufinden.
Wenn Anweisungen nicht vorbereitet sind, erscheinen im IBM-i-Jobprotokoll die Meldungen SQL0204 und SQL0514. Diese Meldungen teilen dem SAP-System mit, dass eine Anweisung vorbereitet werden muss. Sie können diese Meldungen ignorieren.
In bestimmten Fällen ist es notwendig, SQL-Pakete zu löschen:
In einigen Fällen erfolgt dies automatisch. Beispielsweise werden bei einem Upgrade auf ein höheres Release sämtliche Pakete gelöscht. Beim Starten der Zentralinstanz werden nicht mehr benötigte Pakete gelöscht.
In einigen Fällen müssen Sie die Pakete manuell löschen. Hierzu können Sie den Befehl DLTR3PKG verwenden. Beispielsweise müssen Sie beim Zurückladen einer Datenbank alle SQL-Pakete manuell löschen.
Eventuell müssen Sie die Pakete beim Wechsel auf eine neuere Version des SAP-Kernels löschen. Weitere Informationen finden Sie im jeweiligen SAP-Hinweis zum Einspielen des Kernels.
Abgesehen von diesen Ausnahmen brauchen Sie die SQL-Pakete im Normalfall nicht zu löschen, da dies die SAP-System-Performance beeinträchtigt.
Um die SQL-Pakete im SAP-System anzuzeigen, rufen Sie die Transaktion DBACOCKPIT auf. Wählen Sie im Navigationsrahmen .